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Wissenschaftliches Arbeiten: 7 Tipps für mehr Effizienz & Erfolg

Du möchtest mehr Erfolg im Studium? Wir erklären dir die Grundprinzipien für wissenschaftliches Arbeiten und haben wertvolle Tipps für dich, wie du eine wissenschaftliche Arbeit effizient und zeitsparend schreiben kannst.

Wissenschaftliches Arbeiten: Eine Definition

Wissenschaftliches Arbeiten: Eine Definition

Eine wissenschaftliche Arbeit ist ein eigener systematisch aufgebauter Forschungstext, der zum Schluss ein bestimmtes Ergebnis darstellt. Wissenschaftliches Arbeiten betrifft in erster Linie Studenten, Doktoranden, Professoren oder Berufsforscher. Hochschulen, Forschungseinrichtungen, wissenschaftliche Konferenzen und Forschungskolloquien befassen sich regelmäßig mit der Fertigung und Präsentation wissenschaftlicher Arbeiten.

In der Hochschulforschung befassen sich die wissenschaftlichen Seminararbeiten der Studenten meist mit Nischenforschung, da der Umfang ihrer Arbeiten sich auf eine bestimmte Seitenzahl beschränkt. Es gibt viele Formen von wissenschaftlichem Arbeiten; unsere nachfolgenden Tipps befassen sich im Wesentlichen mit der wohl populärsten Form, dem Schreiben von Hausarbeiten.

Die formalen Vorgaben für die Hausarbeiten (Seminararbeiten) unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule. Hier sollte sich jeder Student nach dem spezifischen Leitfaden für sein Fach und seine Hochschule richten. Generell ist es aber so, dass es gewisse Grundprinzipien für wissenschaftliches Arbeiten an einer Hochschule gibt, zu denen wir dir ein paar wichtige Tipps geben wollen. Sie lassen sich ebenfalls auf Bachelor- und Masterarbeiten übertragen. Hier findest du Informationen zum Aufbau von Hausarbeiten und Dos und Don’ts, die es zu beachten gibt.

Wissenschaftliches Arbeiten hat viele Formen

Hochschulen verlangen verschiedene Formen von wissenschaftlichen Arbeiten. Manchmal begegnen sie uns bereits in der Schule. Obwohl sich unsere Tipps in erster Linie auf das Verfassen von Seminar-, Bachelor- oder Masterarbeiten beziehen, lassen sie sich in einigen Punkten auch auf die folgenden Formen übertragen. Sie folgen alle einem Forschungsprinzip, wollen Wissen vermitteln, richten sich nach gewissen Vorgaben und lassen keine wichtigen Informationen für den Rezipienten aus.

  • Das wissenschaftliche Poster
  • Die mündliche Prüfung
  • Das Protokoll
  • Empirisches Arbeiten (Interview, Umfrage etc.)
  • Das Thesenpapier
  • Schriftliche Referatsausarbeitung
  • Referat
  • Seminararbeit bzw. Hausarbeit
  • Bachelorarbeit
  • Masterarbeit
  • Diplomarbeit
  • Magisterarbeit
  • Dissertation

Das Ziel von wissenschaftlichem Arbeiten

Das Ziel von wissenschaftlichem Arbeiten

Wissenschaftliches Arbeiten meint, dass du ausgehend von einer Fragestellung in der Lage bist, ein Thema kritisch, objektiv und argumentativ schlüssig zu beleuchten und letztendlich zu einem Schluss kommst. Du sollst beweisen, dass du fokussiert arbeiten kannst du wichtige Inhalte, die in deinen Studiengang passen, wiedergeben und eigenständig vertiefen kannst.

Im Studium kannst du das wissenschaftliche Arbeiten je nach Studiengang schon üben. Die Modulabschlussprüfungen sind bis zur Bachelorarbeit hin unterschiedlich. Manche Studiengänge fokussieren sich bis zur Thesis nur auf Klausuren. Das kann einigen Studenten, wenn es auf die Bachelorarbeit zugeht, zum Verhängnis werden. In geisteswissenschaftlichen Studiengängen ist es hingegen meistens so, dass eine wissenschaftliche Arbeit Pflicht ist, um ein Modul abzuschließen. So können Studenten schon während des Studiums üben, wissenschaftlich zu arbeiten.

7 Tipps für wissenschaftliches Arbeiten

Im Folgenden findest du wichtige Tipps für wissenschaftliches Arbeiten. Sie helfen dir bei der Strukturierung deiner Arbeit und dem Zeitmanagement und sorgen somit für mehr Effizienz. Zudem haben wir weitere Tipps, die dir das systematische Forschen und das wissenschaftliche Schreiben erleichtern.

Finde ein Erkenntnisinteresse

Das Erkenntnisinteresse begründet die Notwendigkeit deiner Arbeit. Das kann entweder ein persönliches Interesse sein oder eine Forschungslücke, die du füllen möchtest. Sei dir darüber im Klaren, dass egal welches Studienfach du belegst, du in einer normalen Seminararbeit keine großen Fragen beantworten kannst. Allgemeine Aussagen sind nur schwierig zu treffen, da du immer nur beispielhaft arbeiten können wirst. Im Bachelor hast du eine noch geringere Seitenzahl zur Verfügung als im Master. Halte dein Thema also klein und eingegrenzt. Wähle aber immer ein Erkenntnisinteresse, dass dich auch wirklich interessiert, das fördert die Motivation ungemein.

Formuliere eine klare Fragestellung

Formuliere eine klare Fragestellung

Viele Schüler und Studenten scheitern daran, dass sie keine klare Fragestellung formulieren. Zu dieser Fragestellung gehört auch immer eine Hypothese. Was vermutest du, wie du diese Frage beantworten wirst? Stecke die Struktur deiner Arbeit genau ab und versuche systematisch auf die Beantwortung dieser einen Frage hinzuarbeiten.

Wenn du beim Schreiben nicht weiter weißt, rufe dir immer wieder deine Fragestellung ins Gedächtnis. So kannst du ebenfalls besser im Rahmen deines Themas bleiben, anstatt in alle möglichen Richtungen abzuschweifen. Mehr Informationen zur Themenfindung und Fragestellung bei einer Bachelorarbeit findest du hier.

Triff Absprachen mit dem Dozenten

Wissenschaftliches Arbeiten an der Hochschule kann nur mit einer guten Note belohnt werden, wenn du klare und genaue Absprachen mit deinem Dozenten triffst. Gehe deshalb nicht nur mit einer kleinen Idee in die Sprechstunde, sondern versuche dein Thema soweit es geht auszuarbeiten. Lege nicht nur eine Gliederung vor, sondern füge zum jeweiligen Kapitel auch schon Stichpunkte hinzu, wie du genau vorgehen möchtest.

Du solltest auf alle eventuellen Nachfragen vorbereitet sein. Überlege dir bereits einen Titel vorab, formuliere eine Forschungsfrage und deine Hypothese. Stecke grob ab, welche allgemeinen Informationen sowie theoretische und methodische Grundlagen du benötigst und wie du in der Analyse schrittweise vorgehen möchtest. Schreibe dir bei Unsicherheiten Fragen auf, die du deinem Dozenten stellen kannst.

Grenze deine Recherche ein

Der Grund, warum Ghostwriter eine wissenschaftliche Arbeit von 40 Seiten in circa zwei Wochen fertigstellen ist, dass sie unglaublich routiniert im Recherchieren und Schreiben sind. Studenten verschwenden wohl die meiste Zeit mit der intensiven Recherche, bei der sie immer wieder in andere Themengebiete hineinschnuppern und sich Dinge herausschreiben, die sie hinterher gar nicht benötigen.

Es sollte dir immer bewusst sein, dass du nicht zu weit ausholen solltest – weder bei der Recherche noch bei deiner Fragestellung. Gute Recherche zeichnet sich dadurch aus, dass du genau über den aktuellen Forschungsstand Bescheid weißt, aber nicht jedes Detail mit in deine Arbeit aufnimmst. Zweitrangige Fakten, die nicht direkt in den Fließtext gehören, kannst du in deine Fußnoten schreiben.

Stelle dir beim Schreiben immer wieder die Frage: Brauche ich diese Information für die Beantwortung meiner Forschungsfrage? Ist sie für das Gesamtverständnis meiner Arbeit wirklich notwendig? Merke dir immer: Je präziser die Frage, umso eingegrenzter das Thema und umso schneller ist ein Ende der Arbeit in Sicht.

Zitiere in Maßen

Zitiere in Maßen

Das Zitieren gehört selbstverständlich zum wissenschaftlichen Arbeiten dazu. Jedoch solltest du es damit nicht übertreiben. Du wirst ohnehin viele Vergleiche zu anderen Wissenschaftlern ziehen und ihre Aussagen entweder sinnhaft oder wörtlich wiedergeben und es ist auch wichtig, dass du alles davon kennzeichnest. Dennoch sollten auch deine eigenen Gedanken nicht zu kurz kommen.

Wenn ein Dozent merkt, dass deine Arbeit nur aus fremdem Gedankengut zusammengestellt wurde, ist das eigentliche Ziel von wissenschaftlichem Arbeiten verfehlt. Deine Studienleistung definiert sich nicht nur über das Beantworten einer Forschungsfrage, sondern auch darüber, dass du andere Forscher und Theorien kritisch beleuchtest und hinterfragst. Damit sind keine Aussagen wie „Das sehe ich nicht so“ gemeint, sondern objektiv verständliche Argumentationsstränge, die dein Dozent gut nachvollziehen kann.

Verbessere dein Zeitmanagement für mehr Effizienz

Verbessere dein Zeitmanagement für mehr Effizienz

Das Zeitmanagement ist für wissenschaftliches Arbeiten das A und O. Nur durch eine gute Zeiteinteilung und Planung kannst du effizient arbeiten und ungefähr kalkulieren, wie lange du für deine Arbeit brauchst.

To-do Listen oder Apps können dir bei deinem Zeitmanagement helfen. Erstelle feste Tagespläne und stecke Zeiträume ab, in denen du dich ausschließlich deiner Arbeit widmest. Selbstdisziplin zahlt sich hier wirklich aus, denn es sind die kleinen Störfaktoren, die sich am Ende häufen, deine Pläne zunichte machen und den zeitlichen Rahmen deiner Arbeit sprengen. Riskiere nicht, dass du über deine Deadline kommst. Hier gibt es Tipps, wie du deine Zeit effizient managen kannst.

Stecke Zeiträume für einzelne Kapitel ab

Natürlich kann die zeitliche Einteilung deiner wissenschaftlichen Arbeit nicht immer exakt so laufen, wie du es dir vorgestellt hast. Aber: Es ist sehr von Vorteil, wenn du einen groben Plan davon hast, mit wie viel Zeit du ungefähr pro Kapitel rechnen musst. So kannst du dich Stück für Stück vorarbeiten. Das ist nicht nur für deine Psyche schonend, sondern erleichtert dir auch deine Planung.

Hast du immer nur einen Teil deiner Arbeit im Kopf, stresst du dich nicht dauerhaft damit, wie viele Seiten dir noch fehlen bis du fertig bist. Du siehst nicht den riesigen großen Stressberg, der darauf wartet, abgearbeitet zu werden, sondern immer nur einen kleinen Hügel der vor dir liegt und den es zu bezwingen gilt. Wenn es in deiner wissenschaftlichen Hausarbeit keine Unterkapitel gibt, nach denen du deine Meilensteine einteilen kannst, solltest du Sinnabschnitte bilden und diese langsam abarbeiten.

So viel Zeit solltest du am Tag einplanen

Generell solltest du dir immer mehrere Stunden Zeit nehmen, um dich an deine Arbeit zu setzen. Du wirst dich vermutlich immer wieder aufs Neue ein wenig einlesen müssen – und das braucht Zeit. Wenn du nur ein oder zwei Stunden täglich einplanst, wird sich deine Arbeit ewig ziehen und der Aufwand für deine Kapitel erheblich steigern.

Plane am Tag also mindestens drei Stunden ein, damit es sich auch lohnt, anzufangen. Idealerweise setzt du dich so lange wie möglich an deine Arbeit. Finde heraus, zu welcher Tageszeit du am effizientesten arbeiten kannst. Hast du einen ganzen Tag frei? Super, nutze den Tag und setze dich mindestens acht Stunden an deine Arbeit – aber vergiss die Pausen nicht.

So verbesserst du deinen Sprachgebrauch

So verbesserst du deinen Sprachgebrauch

Begib dich zum Schreiben deiner Arbeit auf jeden Fall in eine Umgebung, in der du dich konzentrieren kannst. Je weiter die Arbeit fortschreitet, umso schwieriger wird es für dich sein, den Überblick zu behalten. Es braucht Konzentration und Fokus, wenn du dich auf ein wissenschaftliches Sprachniveau begeben möchtest. Ein korrekter Sprachgebrauch und eine formelle Ausdrucksweise sind hier gefragt. Sachverhalte sollten immer logisch miteinander verknüpft sein und trotz Bildungssprache und Fachbegriffen für den Leser klar verständlich. Lerne hier, deine rhetorischen Fähigkeiten zu verbessern.

Konzentriere dich bereits bei der Recherche darauf, welche Fachbegriffe dir oft begegnen. Schreibe sie als Notiz irgendwo auf und verwende sie in deiner Arbeit. Achte darauf, dass du zwei Sätze hintereinander niemals mit demselben Wort beginnen lässt (es sei denn als rhetorisches Mittel). Bringe bei deiner Wortwahl Abwechslung ins Spiel: Nutze Synonyme anstatt immer wieder auf dieselbe Formulierung zurückzukommen. Nimm dazu einen Duden zur Hand oder suche online nach Synonymen. Lasse zuletzt einige Freunde oder Familie über deine Arbeit lesen und frage sie nach ihrer offenen Meinung und Verbesserungsvorschlägen.

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