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Richtig Zitieren: Mit 8 Regeln für indirekte und direkte Rede zur Bestnote

Endlich richtig Zitieren: Wir helfen dir, die richtige Zitierweise zu finden, zeigen dir wie indirektes Zitieren funktioniert und haben acht feste Zitierregeln zum direkten Zitieren für dich. Damit steht der Bestnote für deine wissenschaftliche Arbeit nichts mehr im Wege.


Richtig Zitieren in einer wissenschaftlichen Arbeit

Richtig Zitieren in einer wissenschaftlichen Arbeit

In diesem Artikel findest du einen Überblick über alle wichtigen Zitierregeln, die du zum wissenschaftlichen Arbeiten brauchst. Vorab gibt es hier alle wichtigen Informationen zu den beiden bekanntesten Zitierweisen: Der deutschen Fußnoten- und der amerikanischen Harvard-Zitierweise.

Die richtige Zitierweise: Harvard oder Fußnote?

Sowohl wörtliche (direkte) Zitate als auch sinngemäße (indirekte) Zitate müssen gekennzeichnet werden. So kannst du wissenschaftlich genau arbeiten und vermeidest unbeabsichtigte Plagiatsversuche. Wähle hierzu eine Zitierweise aus und bleibe während deiner gesamten Arbeit einheitlich.

Je nach Fachbereich und Hochschule können sich die gängigen Zitierweisen unterscheiden. Im linguistischen oder anglistischen Fachbereich verlässt man sich oft auf die amerikanische Zitierweise (Harvard-System). In anderen geisteswissenschaftlichen Bereichen wie Germanistik oder Geschichte ist es üblich nach deutscher Zitierweise (mit Fußnoten) zu verfahren. Wir erklären dir beide Zitierweisen.

Das deutsche System (Fußnoten-System)

Der Vorteil des deutschen Zitiersystems ist, dass der Lesefluss nicht ständig unterbrochen wird und auch kleine Anmerkungen in die Fußnoten geschrieben werden können. Einmal erlernt, ist es nicht schwierig dieses System immer wieder anzuwenden. Im Folgenden findest du alles, was du über diese gängige Zitierweise wissen musst.

  • Die Quellenverweise werden durch Fußnoten (kleine höherstehende Zahlen) hinter dem direkten oder indirekten Zitat kenntlich gemacht. Wenn sich der Verweis nur auf ein Wort bezieht, steht die Fußnote – unabhängig von Satzzeichen – immer unmittelbar dahinter.
  • Die eigentliche Fußnote, also die Quellenangabe befindet sich jeweils am Ende der Seite, auf der sich auch dein Zitat befindet. Die Fußnoten sind am Ende der Seite durch einen Querstrich abgetrennt.
  • Die Fußnotenzählung ist automatisch und passt sich auch bei Änderungen der Reihenfolge an.
  • In deiner Fußnote wird in der Regel ein Kurztitel verwendet. Die vollständige Quellenangabe findet sich dann in deinem Literaturverzeichnis. An vielen Hochschulen ist es üblich, in der ersten Fußnote der jeweiligen Quelle alle vollständigen Angaben zu machen und erst ab der Zweiten einen Kurztitel. Der Kurztitel besteht meist aus dem Nachnamen des Autors, dem Titel des Werks und einer Seitenzahl. Verfahre auch hier immer einheitlich.
  • Wenn du zweimal hintereinander dieselbe Quelle in deiner Fußnote verwendest, kannst du bei einem direkten Zitat „Ebd.“ („ebenda“). und bei einem indirekten Zitat „Vgl. ebd.“ („vergleiche ebenda“) angeben, anstatt jedes mal wieder den Kurztitel einzutragen.
  • Fußnoten beginnen stets groß und enden immer mit einem Punkt.
  • Die Schriftgröße innerhalb der Fußnoten beträgt immer 10 Pt. und der Zeilenabstand ist einfach.

Das amerikanische System (Harvard-System)

Dieses System verwendet Kurzverweise in Klammern, die direkt nach dem Zitat im Fließtext stehen. Das Grundprinzip sieht so aus: „Zitat (Autorenname Jahr : Seite)“. Die vollständigen Quellenangaben tauchen erst im Literaturverzeichnis deiner Arbeit auf. Das Harvard-System scheint auf den ersten Blick unkomplizierter, doch es beeinträchtigt auch ein wenig den Lesefluss. Sowohl das deutsche als auch das amerikanische System haben ihre Vorteile. Halte dich aber in erster Linie daran, was deine Hochschule oder dein Dozent präferieren.

  • Die Quellenverweise stehen direkt hinter dem zitierten Wort, dem direkten oder indirekten Zitat.
  • Bei Internetquellen stehen in der Klammer ebenfalls der Verfasser, die Institution oder der Websitename und das Jahr. Eine Seitenzahl wirst du nur in selteneren Fällen angeben können (z.B. bei einer PDF).
  • Bei einem indirekten Zitat schreibst du vor deine Quellenangabe „vgl.“ (steht für „vergleiche“). Im Gegensatz zu den Fußnoten, die immer groß beginnen müssen, kannst du hier klein schreiben. Das gilt auch für „ebd.“ („ebenda“ bei derselben Quelle) und „vgl. ebd.“ („vergleiche ebenda“ für indirektes Zitieren derselben Quelle).

Richtig Zitieren: 8 Zitierregeln für direkte Wiedergabe

Richtig Zitieren: 8 Regeln für direktes Zitieren

Wenn du diese acht Regeln befolgst, kannst du beim direkten Zitieren nichts mehr falsch machen. Sie sind auf wissenschaftliche Arbeiten aller Art anwendbar und helfen dir bei jedem Zitierproblem, das auf dich zukommen könnte.

Der zitierte Text wird originalgetreu vom Autor übernommen.

Das direkte Zitat muss genau so wiedergegeben werden wie du es vorgefunden hast. Das bedeutet auch Zeichensetzung und sogar Fehler müssen übernommen werden. Die Fehler müssen immer mit [sic] oder [sic!] gekennzeichnet werden. Dieser Hinweis bedeutet auf Lateinisch „so lautet die Quelle“.

Auf ‚Fehler‘ aufgrund von alter Rechtschreibung (z.B. ‚daß‘ anstatt ‚dass‘) muss nicht immer hingewiesen werden. Das kann sich je nach Universität, manchmal sogar je nach Dozent unterscheiden. Das scharfe S ist den meisten Menschen allerdings noch sehr gut bekannt und wird in der Regel nicht als Fehler betrachtet.

Länge des Zitats

Prinzipiell sollten wörtliche Zitate immer sparsam verwendet werden. Ansonsten könnte der Eindruck entstehen, du seist zu faul oder nicht kreativ genug, den Satz mit deinen eigenen Worten umzuformulieren. Gegen ein paar wörtliche Zitate ist allerdings nichts einzuwenden, insbesondere, wenn sie bestimmte Sachverhalte exakt auf den Punkt bringen.

Wenn dein Zitat eine Länge von drei Zeilen überschreitet, muss es eingerückt werden. Angaben zur genauen Formatierung findest du im Leitfaden deiner Hochschule. In der Regel wird das Zitat um mindestens einen Zentimeter eingerückt und ist ein bis zwei Größen kleiner(10 oder 11 Pt.) als der Fließtext (12 Pt.). Um Platz zu sparen, ist der Zeilenabstand einfach, anstatt wie im Fließtext 1,5 zeilig. Manchmal wird auch dem Studenten überlassen, wie genau er eingerückte Zitate formatiert. Das Wichtigste ist aber, immer einheitlich zu bleiben.

Anführungszeichen sind Pflicht

Das Zitat muss im Fließtext immer durch doppelte Anführungszeichen gekennzeichnet sein. Ansonsten könntest du des Plagiats beschuldigt werden. Die einzige Ausnahme: Das Zitat ist so lang, dass es eingerückt werden muss. Dann fallen die Anführungszeichen weg und das wörtliche Zitat wird durch eine kleinere Schriftgröße und das Einrücken aller Zitat-Zeilen kenntlich gemacht.

Die richtige Interpunktion

Studenten stellen sich diese Frage immer wieder: Wohin gehört jetzt eigentlich der Punkt am Ende eines direkten Zitats? Es kommt ganz darauf an. Wenn du einen vollständigen Satz zitierst, kann der Punkt innerhalb der Anführungszeichen bleiben, du zitierst ihn sozusagen mit: „Dies ist ein vollständig zitierter Satz.“ Danach fährst du wie gewohnt mit deinem Fließtext fort. Zitierst du allerdings nur einen Teil des Satzes und beendest ihn selbst mittendrin, wird der Punkt außerhalb der Anführungszeichen gesetzt: „Dies ist kein vollständig zitierter Satz“.

Das Zitat im Zitat

Nicht allzu selten kommt es vor, dass Autoren in der Fachliteratur andere Autoren zitieren. Für den Fall, dass du ein Zitat in deinem Zitat vorfindest und es so auch weiterzitieren möchtest, kannst du es mit einfachen Anführungszeichen kennzeichnen. Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung: „Das ist ‚Das ist ein Zitat im Zitat‘ ein Zitat“.

Es ist wichtig, auch das Zitat im Zitat in der Fußnote und deinem Literaturverzeichnis mit anzugeben. Die Quelle dazu findest du im Literaturverzeichnis des vorliegenden Buchs.

Änderungen im Zitat

Manchmal möchte man etwas unbedingt exakt und richtig Zitieren, doch der vorgefundene Satzteil scheint einfach nicht in deinen Satzbau zu passen. Alles, was du versuchst, hört sich irgendwie schief und falsch an. Dazu gibt es eine einfache Lösung: Verändere das wörtliche Zitat und passe es deinem Satz an.

Hierbei ist es wichtig, jegliche Veränderung durch eckige Klammern kenntlich zu machen und den Sinn des Satzes nicht zu verändern. Bei Auslassungen einzelner Buchstaben genügen leere eckige Klammern []. Beim Austausch oder Ergänzen von Buchstaben steht der jeweilige Buchstabe oder die Buchstaben in eckigen Klammern.

Wenn der Originalsatz zum Beispiel lautet: „Wörtliche Zitate sind veränderbar, aber nur, wenn man die Veränderungen kennzeichnet.“ kann der Satz theoretisch so verändert werden: Eine wichtige Regel beim Zitieren ist: „die Veränderung[] kennzeichne[n]“. Du solltest das Zitat mit diesem Verfahren nur verändern, wenn es wirklich nötig ist.

Auslassungen im Zitat

Wenn du eine Textstelle vor dir hast, die du eigentlich richtig zitieren möchtest, aber einige Sätze, Satzteile oder Wörter mittendrin total überflüssig sind, kannst du diese Klammer verwenden […]. Sie symbolisiert, dass du an dieser Stelle etwas ausgelassen hast. Hier ein Beispiel:

Lange Version:
„Es ist durchaus wichtig, lange Zitate auch mal zu kürzen. Ansonsten könnte der Eindruck entstehen, dass mit ihnen lediglich die Seiten gefüllt werden sollen und dass der Verfasser sich nicht die Mühe machen wollte, das Zitat umzuformulieren. Es entsteht mehr Platz für eigene Gedanken und Formulierungen.“

Kurze Version:
„Es ist durchaus wichtig, lange Zitate auch mal zu kürzen. […] Es entsteht mehr Platz für eigene Gedanken und Formulierungen.“

Hervorhebungen im Zitat

Hervorhebungen in einer wissenschaftlichen Arbeit (z.B. Hausarbeit, Bachelor– oder Masterarbeit) sind niemals fettgedruckt. Mögliche Varianten sind, wenn Worte kursiv, g e s p e r r t oder unterstrichen hervorgehoben werden. Das gilt auch für das direkte Zitat. Wenn du als Verfasser oder der Autor, den du zitierst, etwas hervorhebt, muss dies gekennzeichnet werden. Solltest du eine Hervorhebung vornehmen, solltest du diese Klammer am Ende des Zitats zur Kennzeichnung verwenden: [Hervorh. d. Verf.] oder länger [Hervorhebung durch den Verfasser]. Ist es der zitierte Autor, der diese Hervorhebung vorgenommen hat, verwendest du diese Klammer: [Hervorhebung im Original].

Richtig Zitieren: So funktionieren indirekte Zitate

So funktionieren indirekte Zitate

Indirekte Zitate wirst du in deine wissenschaftlichen Arbeit sicherlich häufig verwenden. Mithilfe einer sinngemäßen Wiedergabe der Aussage eines Autors kannst du innerhalb deiner Arbeit immer wieder unterstützende Vergleiche ziehen oder die fremden Aussagen kritisch beleuchten.

Wenn du die Aussagen eines Anderen selbst umformulierst, hast du eine wichtige Leistung erbracht, die für das wissenschaftliche Arbeiten nötig ist. Mit wörtlichem Zitieren solltest du eher sparsam umgehen. Vergiss aber trotz vieler indirekter Zitate deine eigenen Aussagen nicht.

Eine wissenschaftliche Arbeit sollte kein Puzzle aus Aussagen anderer sein, sondern ein Geflecht aus deiner eigenen Forschung und der bereits bestehenden Forschung.

Kennzeichnung indirekter Zitate

Du musst sinngemäße Zitate nicht in Anführungszeichen setzen. Da du allerdings einige Gedanken von jemand anderem übernommen hast, musst du einen Vergleich setzen. Wenn du richtig Zitieren möchtest, schreibst du bei der deutschen Zitierweise „Vgl.“ und deine Quelle in die Fußnote. Bei der amerikanischen Zitierweise schreibst du „vgl.“ und deine Quelle in Klammern hinter deinen sinngemäßen, aber umformulierten Satz.

Ein Hinweis, wenn du richtig Zitieren willst

Auch wenn du denkst, dass die sinngemäße Umformulierung des Zitats auch von dir stammen könnte, solltest du immer einen Vergleich angeben. Dozenten kennen die Fachliteratur meist sehr genau und können erkennen, wenn du nicht von selbst auf genau diese Idee gekommen bist. Ein Vergleich mehr oder weniger schadet nicht, also sei lieber ehrlich und gib einen Quellenverweis an.

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