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Römisches Reich: Geschichte & 8 Merkmale der alten Römer

Das Römische Reich war ein mächtiges Imperium, das sich über mehrere Kontinente erstreckte und den gesamten Mittelmeerraum einnahm. Es besetzte viele Gebiete, brachte aber auch Fortschritt in seine Provinzen. Bei uns erfährst du alles über das Römische Reich, von seinen Anfängen bis zu seinem Untergang hin zu Merkmalen des antiken Roms (+ römische Vornamen).

Das heutige Rom ist noch immer geprägt von den Überresten des einst mächtigen Römischen Reichs (lat. Imperium Romanum). Kolosseum, Triumphbögen und Tempel gehören zum Stadtbild einfach dazu. Sie alle erzählen die Geschichte eines ehemals florierenden, großen Imperiums, das zu seiner Blütezeit Provinzen auf drei Kontinenten besaß.

Bei uns erfährst du alles über die Geschichte des alten Roms, von seinen Anfängen bis zu seinem Untergang. Außerdem haben wir acht Merkmale des Römischen Reichs für dich zusammengestellt. Im Anschluss findest du noch klassische römische Namen, die noch heute aktuell und schön sind.

Imperium Romanum – Das Römische Reich

Imperium Romanum – Römisches Reich (hier zu sehen die Stadt Rom)

Über viele Jahrhunderte veränderte sich Rom immer wieder. Nicht nur das Stadtbild wandelte sich im Laufe der Zeit, auch die äußeren Grenzen wurden immer wieder verschoben. Wann es wirklich seinen Anfang fand und zu welchem Zeitpunkt das Römische Reich endete, lässt sich heute schwer festlegen. Mindestens 1.000 Jahre lang aber herrschte es über weite Teile in Europa, Afrika und Asien. Die Provinzen umschlossen den gesamten Mittelmeerraum.

Das Römische Reich (lateinisch Imperium Romanum) soll der Legende nach 753 v. Chr. gegründet worden sein; im Jahr 395 n. Chr. wurde es dann zweigeteilt in Westrom und Ostrom. Während Ostrom vermutlich bis 1453 erhalten blieb, endete das weströmische Reich etwa um 576 n. Chr. Außerdem unterlag das Imperium Romanum zahlreichen politischen Veränderungen. Erst wurde Rom von Königen beherrscht (753 – 509 v. Chr.) und wandelte sich dann zu einer Republik (509 – 27 v. Chr.). Die Kaiserzeit begann mit Augustus (63 v. Chr. – 14 n. Chr.) und endete im Jahr 139. Es folgten die Soldatenkaiser und die Tetrarchen. Die anschließende Spätantike wurde letztlich durch das Frühmittelalter abgelöst, während das Römische Reich immer weiter zerfiel.

Fortschritt im Imperium Romanum

Rom war zu seiner Blütezeit eine Metropole mit mehr als einer Millionen Einwohner. Tempel, Paläste, Thermen und Unterhaltungsbauten prägten das Stadtbild. Die mächtigen Legionen (Heere der Römer) nahmen viele Teile Europas, aber auch Asiens und Afrikas ein. Die Gebiete reichten von Britannien bis Ägypten.

Doch die Römer brachten auch Fortschritt in ihre Provinzen. Neben Kunst und Kultur etablierten sich Verwaltung, Rechtswesen und eine gute Infrastruktur. Sie führten ein einheitliches Währungssystem ein, brachten Kulinarisches in die Provinzen und entwickelten ein System zur Frischwasserversorgung – die Aquädukte. Es entstanden weite Netzwerke und neue Techniken in der Bauweise von Gebäuden.

Heiliges Römisches Reich deutscher Nation

"Heiliges Römisches Reich deutscher Nation" (HRR) war die Bezeichnung für ein Gebiet, das vom römisch-deutschen Kaiser beherrscht wurde. Es umfasste auch das heutige Deutschland. Es entstand unter den Ottonen und streckte sich über weite Teile Mitteleuropas.

Das Heilige Römische Reich endete 1806 mit der Gründung des Rheinbunds. Außerdem kam der Zusatz "deutscher Nation" erst im 15. Jahrhundert dazu. Die Könige des Reichs sahen sich als Nachfolger römischer Kaiser, weshalb sie sich auch zu Kaisern krönen ließen. Das Heilige Römische Reich sollte ebenso mächtig werden wie einst das Imperium Romanum. Mit der Bezeichnung "Heilig" wollten sie das Reich als von Gott bewilligt legitimieren.

Geschichte des Römischen Reichs

Fast 2.000 Jahre lang streckte sich das Römische Reich über Teile Europas, Asiens und Afrikas. Um die Stadt selbst rankt ein legendärer Mythos mit dem Gründungsdatum 753 v. Chr. Du erfährst im Folgenden, was es damit auf sich hat, was die Blütezeit des Römischen Reichs auszeichnete und wie es letztendlich unterging.

Gründungsmythos des antiken Roms

Eine Wölfin säugt die Königssöhne Remus und Romulus

Um die Gründung von Rom rankt sich eine Legende, die du vielleicht aus dem Lateinunterricht kennst. Denn der Merkspruch "7 – 5 – 3 – Rom kocht aus dem Ei“ ist weit bekannt. Dabei handelt es sich um das mythische Gründungsjahr Roms, nämlich 753 v. Chr.

Die Gründungssage beginnt mit dem Ende des trojanischen Krieges. Der Königssohn Aeneas floh nach der Niederlage Trojas nach Italien. Dort wurde er Herrscher von Latium – einem Gebiet Mittelitaliens. Er hatte zwei Söhne: Amulius und Numitor.

Amulius entthronte unrechtmäßig seinen älteren Bruder Numitor und zwang dessen Tochter Rhea Silvia kinderlos zu bleiben. Der Legende nach verband sich diese aber mit dem Kriegsgott Mars und gebar die Zwillinge Remus und Romulus, welche sie nach der Geburt aussetzte. Die Kinder wurden von einer Wölfin gerettet, die sie säugte wie ihre eigenen Jungen. Schließlich fand ein Hirte die Zwillinge und zog sie bei sich auf.

Jahre später erfuhren die Brüder von dem Unrecht, das ihrem Großvater Numitor widerfahren ist. Sie stürzten Amulius und setzten Numitor wieder als Herrscher ein. Zur Belohnung durften die Brüder eine Stadt gründen und wählten das Gebiet des heutigen Roms. In einem Streit erschlug Romulus seinen Bruder Remus und wurde alleiniger Herrscher über Rom. So wurde Rom der Legende nach gegründet.

Archäologen und Archäologinnen errechneten allerdings einen anderen Zeitpunkt zur ersten Besiedlung Roms. Denn bereits im 10. und 9. Jahrhundert v. Chr. siedelten kleine Volksstämme auf zwei der sieben Hügel. Sie bildeten die erste römische Gemeinschaft.

Anfänge des Römischen Reichs

Tatsächlich waren es die Etrusker, die in den Anfängen über Mittelitalien und damit auch Rom herrschten. Sie gestalteten die Stadt nach eigenem, aber auch nach griechischem Vorbild. Denn die Griechen galten zu dieser Zeit als hochkultiviert, brachten Literatur und Kunst.

Die Etrusker bauten Rom zu ihrem strategischen Mittelpunkt aus. Sie bauten ein Kanalisationssystem um das Sumpfgebiet, das zwischen den sieben Hügeln Roms lag, um dieses trockenzulegen. Das Forum Romanum, das noch heute besichtigt werden kann, wurde von den Etruskern angelegt und bildete den Kern der Stadt. Hier wurden Versammlungen abgehalten, Rechtsprechungen getätigt und Götter verehrt.

Blütezeit des Römischen Reichs

Mit Gaius Iulius Caesar endete die republikanische Zeit des Römischen Reichs

Die nächsten Jahrhunderte waren geprägt durch eine kontinuierliche Veränderung und Weiterentwicklung der Stadt. Durch geschickte Politik wurde Rom zu einer prächtigen Metropole. Die Stadt finanzierte sich vor allem über Kriegsbeute und Tribute. Mit der Vertreibung des letzten etruskischen Königs wird Rom im Jahr 510 v. Chr. zu einer Republik. Von nun an ist die Politik bestimmt durch Konsulat, Senat und Volksversammlungen.

Während immer mehr italienische Gebiete unterworfen werden, floriert die Stadt weiter. Sie bleibt der gesellschaftliche und kulturelle Mittelpunkt der alten Römer. Immer wieder wird die Stadt überbaut und modernisiert; neue Aquädukte versorgen die Bevölkerung mit frischem Wasser und Kolossen halten die Bevölkerung bei Laune.

Der letzte Konsul und am Ende auch Diktator war Gaius Iulius Caesar (100 v. Chr. – 44 v. Chr.). Er nahm Gallien ein und erweiterte so das Römische Reich um den gesamten Mittelmeerraum. Die größte Ausdehnung fand jedoch unter Kaiser Trajan (57 n. Chr. – 117 n. Chr.) statt. Der Geschichtsschreiber Tacitus (ca. 58 – 120 n. Chr.) beschreibt Trajans Herrschaftszeit als "beatissimum saeculum" (ein äußerst glückliches Zeitalter).

Der Untergang des Römischen Reichs

Historiker und Historikerinnen sind sich uneins darüber, wann das Römische Reich endete. Denn der Zerfall des Imperiums zog sich über einen langen Zeitraum und hatte viele Gründe. Nach Kaiser Theodius I. wurde das Römische Reich im Jahr 395 in zwei Bereiche geteilt: Ostrom und Westrom.

Das oströmische Reich (auch Byzanz oder Ostrom genannt) mit der Hauptstadt Konstantinopel (heutiges Istanbul) und das weströmische Reich (auch Westrom genannt) mit der Hauptstadt Rom. Ostrom wurde jedoch immer stärker griechisch beziehungsweise orientalisch geprägt. Erst im Jahr 1453, also schon im Mittelalter, wurde Byzanz durch die Osmanen erobert.

Der letzte weströmische Kaiser wurde 576 abgesetzt und ins Exil geschickt. Bereits um das Jahr 410 eroberten "Barbaren" Rom und plünderten die Stadt. Zeitzeugen berichten jedoch ganz unterschiedlich entweder von "Rettern" oder "Zerstörern". Die Germanen, Hunnen und Perser kamen aufgrund einer Völkerwanderung. Diese begann, als der ostgermanische Stamm der Vandalen durch die Hunnen nach Westen vertrieben worden ist. Über Gallien gelangten sie nach Hispanien und eroberten schließlich römische Provinzen in Nordafrika.

Allerdings spielten vermutlich sehr viele Faktoren eine Rolle beim Untergang des Römischen Reichs. Strukturelle Probleme, Dekadenz sowie religiöse und soziale Umbrüche und Bürgerkriege können ebenso dazu beigetragen haben wie Angriffe durch Germanen, Hunnen und Perser.

Merkmale des Römischen Reichs

Das Kolosseum ist ein Merkmal des antiken Roms

Zwischen 1.000 und 2.000 Jahre lang beherrschten die alten Römer weite Teile der Welt. Dabei prägten sie maßgeblich Kultur, Literatur, Sprache und Architektur. Außerdem führten sie Verwaltung, Rechtsprechung und Infrastrukturen ein und trieben den Handel voran.

Die alten Römer waren aber auch für ihre Gewaltbereitschaft bekannt und schreckten nicht vor grausamen Kriegen zurück. Heute bestialisch anmutende Gladiatorenkämpfe gehörten zu ihrem Leben dazu. Große Heere besetzten außerdem die äußeren Grenzen und indigene Bevölkerungen wurden entweder eingenommen oder vertrieben. Im Folgenden findest du acht wichtige Merkmale des alten Römischen Reichs.

Epochen

Die Wirkzeit der alten Römer lässt sich nicht in eine einzige Epoche zusammenfassen. Stattdessen wirkten sie über viele Jahrhunderte. Zusammenfassend gelten die folgenden Zeitabschnitte:

  • Früheisenzeit: 1.000 – 620 v. Chr.
  • Archaische Zeit: 620 – 509 v. Chr.
  • Republikanische Zeit: 509 – 31 v. Chr.
  • Kaiserzeit: 31 v. Chr. – 193 n. Chr.
  • Severer, Soldatenkaiser und Tetrarchen: 193 – 324 n. Chr.
  • Spätantike: 306 n. Chr. – 6. Oder 7. Jh. n. Chr.

Kultur und Pax Romana

Die Griechen waren für die alten Römern in vielerlei Hinsicht Vorbilder. Sie zählten sich auch zu einem gemeinsamen Kulturkreis – alle anderen Völker galten dagegen als Barbaren. Kaiser Augustus führte schließlich die sogenannte Pax Romana oder auch Pax Augusta (lat. "Römischer Frieden") ein. Ihr Ziel war es, inneren Frieden (innerhalb der Provinzen) zu sichern, Wohlstand zu mehren und Stabilität zu bringen. Diese Periode hielt ganze 200 bis 250 Jahre lang, wurde aber immer wieder von Bürgerkriegen unterbrochen.

Während der Pax Romana florierten nicht nur in Rom selbst Architektur, Kunst und Literatur. Die Kultur der alten Römer wurde bis an die äußersten Provinzen gebracht. Ihr Wissen mehrte auch dort den Wohlstand. Das Militär verbreitete außerdem die berühmte Badekultur der alten Römer in den Nordwestprovinzen.

Römische Gesellschaft

Die römische Gesellschaft

Die römische Gesellschaft teilte sich in der Kaiserzeit in Sklaven, Freigelassene und Freigeborene. Während Sklaven keine Rechte besaßen, hatten Freigelassene (ehemalige Sklaven) das römische Bürgerrecht inne oder eine eingeschränkte Version davon. Freigeborene waren römische Bürger, die zahlreiche Rechte besaßen, darunter freien Handel und Rechtsprechung. In der römischen Familie herrschte das Prinzip des Patriarchats. Der Mann galt als Oberhaupt und hatte das Sagen. Er vertrat die Familie außerdem nach außen hin.

Handel und Wirtschaft

Die alten Römer brachten außerdem regen Handel und eine ausgeprägte Wirtschaft. Während die Germanen noch überwiegend von Subsistenzwirtschaft lebten, also nur so viel produzierten, wie sie auch brauchten, bauten die Römer eine intensive Landwirtschaft auf. Sie setzen auf eine dauerhafte Versorgung und produzierten auf diese Weise viel Überschuss. Zu den wichtigsten Getreidesorten zählten unter anderem Gerste, Weizen, Dinkel, Rispenhirse, Emmer und Roggen.

Um die Provinzen besser untereinander zu vernetzen und Wirtschaft betreiben zu können, bauten die Römer zahlreiche Verkehrswege aus. Sie errichteten Städte, Häfen und Straßen, transportieren Rohstoffe, Nahrungsmittel und Luxusgüter wie Stoff und Öle. Die Kosten für den Straßenbau wurden primär von den Anwohnern und den Gemeinden bezahlt.

Auch die Architektur revolutionierten die alten Römer. In germanischen Regionen dominierten zunächst Holz- und Pfostenbauweisen mit Strohdächern. Die Römer brachten aber schließlich hochwertiges opus caementicium (eine betonähnliche Substanz) in ihre Provinzen. Dadurch waren die Gebäude deutlich besser vor Unwetter und Feuer geschützt.

Lateinische Sprache

Latein war die Amtssprache im Römischen Reich

Latein war nicht nur die Amtssprache der Römer. Das gesamte Römische Reich mit all seinen Provinzen sollte die lateinische Sprache sprechen. Auch nach dem Untergang des Römischen Reichs setzte sich diese Tradition fort: Bis in Zeiten des Barocks war Latein die Sprache der Gebildeten.

Aus dem Lateinischen entwickelten sich zahlreiche weitere Sprachen, die bis heute in den ehemaligen Provinzen gesprochen werden. Sie werden auch als "romanische Sprachen" bezeichnet. Unter anderem zählen Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Rumänisch dazu. Außerdem finden sich noch heute einige Lehnwörter aus dem Lateinischen in germanischen und slawischen Sprachen. Studierst du Fächer wie Biologie, Archäologie oder Medizin, wirst du ebenfalls nicht um lateinische Begriffe herumkommen.

Römische Legionen

Die Stärke der römischen Legionen brachte den alten Römern großen Ruhm ein. Zu ihrer Blütezeit besaß das Römische Reich etwa 30 Legionen, die sie zur Kennzeichnung durchnummerierten. Du kannst von einer ungefähren Stärke von etwa 6.000 Mann pro Legion ausgehen. Legionen wurden der besseren Verwaltung halber in kleinere Einheiten untergliedert, die jeweils von einem Kommandeur geleitet wurden.

Gekämpft haben die römischen Krieger mit Kurzschwert, Wurfspießen oder Speeren. Außerdem gab es Bogenschützen, Schutzschilde und Schienenpanzer. Die Kraft des Heeres war aber nicht nur der Ausrüstung geschuldet. Die geschulten Krieger kämpften mit einem durchdachten System, der sogenannten Phalanx.

Die legendäre Varusschlacht, die 9 n. Chr. in der Nähe des heutigen Osnabrücks stattfand, kostete das Römische Heer ganze drei Legionen. Die Germanen siegten und sicherten sich damit die Grenze am Rhein. Das Austilgen einer ganzen Legion galt bei den alten Römern als großes Unglück. Ihrem Aberglauben nach verzichteten sie darauf, die Nummer der ausgelöschten Legion erneut zu vergeben.

Gladiatorenkämpfe

Die alten Römer waren allerdings nicht nur für ihre Kriege an den Außengrenzen bekannt. Auch im Inneren spielten sich blutige und grausamen Schlachten ab. Das große Kolosseum in Rom ist noch heute zu Teilen erhalten und kann besichtigt werden. Bei den Kämpfern, auch Gladiatoren genannt, handelte es sich in der Regel um Gefangene oder Sklaven.

Mit einem Sieg konnten sie sich Ruhm und Ehre verschaffen. Die Gladiatoren kämpften mit Schwert und Schild oder mit Dreizack und Wurfnetz. Im Kolosseum kämpften aber auch wilde und exotische Tiere wie beispielsweise Löwen. Die Gladiatorenkämpfe dienten dem Volk als Unterhaltung. Oft wurden große Feste veranstaltet, zu denen die Kämpfe stattfanden.

Römische Mythologie und Religion

Göttin Juno mit Gans als Brunnen in Rom (Italien)

Während der Zeit des Römischen Reichs gab es zahlreiche Götter, die verehrt, und einige Religionen, die geduldet wurden. Zunächst, also vor dem 5. Jahrhundert v. Chr. war die Bauernreligion weit verbreitet. Sie setzte sich vor allem mit Personifikationen der Natur und von Naturereignissen auseinander.

Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. begannen die alten Römer schließlich, die Götterwelt der Griechen zu importieren. Schaut man sich die Götter mit ihren Attributen und Darstellungen genauer an, fällt die Ähnlichkeit sofort auf. Deshalb lassen sich viele römische Götter mit denen der alten Griechen gleichsetzen.

Es existierten viele verschiedene Kulte und Glaubensformen nebeneinander. Es gab einen großen Spielraum für private und lokale Gottheiten. Weit verbreitet und besonders verehrt war allerdings die Kapitolinische Trias. Sie bestand aus den drei Göttern Jupiter (Göttervater), Juno (Gattin des Jupiters) und Minerva (gleichzusetzen mit der griechischen Athene).

Auch von den Ägyptern wurden Götter übernommen. Der sogenannte "Isis-Kult" war weit verbreitet und der Göttin zu Ehren bauten die alten Römer zahlreiche Tempel, etwa in Pompeij oder Rom.

Übernahme des Christentums

Konstantin der Große (270 oder 288 – 337 n. Chr.) war der erste römische Herrscher, der das Christentum neben dem römischen Polytheismus akzeptierte. Er gilt als Wegbereiter des Christentums, das wenig später römische Staatsreligion wurde. Konstantin der Große war allerdings nicht selbst ausschließlich Christ. Er ließ sich beispielsweise auf Münzen noch selbst als göttlich darstellen.

Erst der oströmische Kaiser Theodosius I. setzte das Christentum an die Spitze der römischen Religionen. Der christliche Glaube wurde ab etwa 380 n. Chr. für alle Bürger des römischen Reichs verbindlich.

Römische Provinzen und Karte

Alle Provinzen des Römischen Reichs um 117 n. Chr.

Die Provinzen des Römischen Reichs hatten verschiedene Aufgaben und Funktionen. So wurden etwa Steuern eingerichtet, Gebiete vermessen und Straßen gebaut. Die römischen Provinzen wurden allerdings immer wieder neustrukturiert und Grenzen verschoben. Kaiser Diocletian (284 – 305 n. Chr.) etwa verkleinerte die Einheiten, sodass die Zahl der Provinzen zunahm. Zu Beginn des 3. Jahrhunderts verzeichnete das Römische Reich nur etwa 44 Provinzen, Anfang des 4. Jahrhunderts zählten sie 120.

Um circa 85 n. Chr. werden die Provinzen Germania Inferior und Germania Superior eingerichtet, die beide im heutigen Deutschland liegen. Die Grenze war lange Zeit der Rhein. Auf dem Bild siehst du alle Provinzen des Römischen Reichs unter Kaiser Trajan.

Römische Namen und ihre Bedeutung

Römische und lateinische Vornamen sind heute noch beliebt. Die alten Namen klingen nicht nur schön, sie haben auch jeweils eine besondere Bedeutung. Suchst du nach Babynamen, kannst du dich hier inspirieren lassen. Wir stellen 20 besondere lateinische und römische Vornamen vor.

Römische und lateinische Jungennamen

Wir haben zehn schöne und besondere römische Jungennamen für dich zusammengestellt. Darunter findest du die jeweilige Bedeutung.

  1. Aries
    Bedeutung: Widder
  2. Aurelius
    Bedeutung: der Goldene
  3. Chelion
    Bedeutung: Vorname aus der Bibel entlehnt
  4. Clemens
    Bedeutung: der Milde; der Sanfte
  5. Elicius
    Bedeutung: nicht ganz klar, vermutlich der Beiname des Gottes Jupiter
  6. Flavius
    Bedeutung: der Blonde
  7. Liberius
    Bedeutung: der Freie
  8. Livius
    Bedeutung: Blau; Bläulich
  9. Timor
    Bedeutung: Furcht
  10. Valentius
    Bedeutung: der Kräftige; der Gesunde

Römische und lateinische Mädchennamen

Im Folgenden findest du eine Liste mit zehn römischen und lateinischen Mädchennamen. Du kannst sie zum Beispiel als Inspiration nutzen, wenn du gerade auf der Suche nach schönen Vornamen bist.

  1. Anthea
    Bedeutung: die Blütenreiche; die Blumengöttin
  2. Aurora
    Name ist angelehnt an die Göttin der Morgenröte
  3. Caecilia
    Bedeutung: himmlische Lilie
  4. Chiara
    Bedeutung: die Leuchtende; die Strahlende; die Berühmte
  5. Juna
    Bedeutung: die Erwünschte; die Freundliche; die Blühende
  6. Juno
    Angelehnt an die römische Göttin Iuno, die Gattin des Jupiters
  7. Kolumba
    Bedeutung: abgeleitet von "Taube"
  8. Sidonia
    Bedeutung: die aus Sidon Stammende
  9. Viatrix
    Bedeutung: die Reisende; die Pilgerin
  10. Victoria
    Bedeutung: die Siegerin
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