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Pteranodon: Steckbrief & 7 Merkmale des Flugsauriers

Der Pteranodon ist der bekannteste Flugsaurier, den es gibt. Er lebte während der Kreidezeit und du erkennst ihn an seinem Kamm am Hinterkopf. Wir haben alles Wissenswerte, wichtige Merkmale und einen Steckbrief.

Der Pteranodon war ein großer Flugsaurier (Pterosaurier) mit einer Flügelspannweite von bis zu neun Metern. Wie heutige Seevögel lebte er in der Nähe des Meeres und ernährte sich hauptsächlich von Fisch.

Er ist unter anderem bekannt aus den Filmen “Jurassic Park” und “Jurassic World” sowie dem Videospiel “ARK: Survival Evolved”. Hierbei weicht die Darstellung des Flugreptils allerdings manchmal von den wissenschaftlichen Fakten ab.

Wissenswertes über den Pteranodon

Wissenswertes über den Pteranodon

In diesem Kapitel erfährst du, worin sich Pterosaurier von Dinosauriern unterscheiden und welche Flugsaurier-Arten es gibt. Außerdem verraten wir dir, wann und wo man die ersten Pteranodon-Fossilien fand und welche Bedeutung der Name des Sauriers hat.

Unterschied zwischen Dinosaurier und Pterosaurier

Flugsaurier werden oft als 'Flugdinosaurier' oder ‘Flugdinos’ bezeichnet. Dabei gehören sie streng genommen nicht zu den Dinosauriern und können als eigene Sauriergruppe betrachtet werden.

Ihr wissenschaftlicher Name lautet “Pterosaurier” (übersetzt “Flügelechsen”). Sie zeichnen sich durch Flughäute aus, mit denen sie als erste Wirbeltiere der Welt fliegen konnten. Dinosaurier wie der Ankylosaurus oder Tyrannosaurus Rex hielten sich hingegen nur auf dem Festland auf und Meeressaurier wie der Mosasaurus oder Plesiosaurus in den Ozeanen.

Dennoch sind die drei Sauriergruppen miteinander verwandt und gehören zu den Reptilien. Der Vorfahre der Flugsaurier “Scleromochlus taylori” lebte zur Zeit der Trias und wies sowohl Merkmale von Dinosauriern als auch von Flugsauriern auf. Irgendwann entwickelten sich aus dieser Spezies dann wahrscheinlich die Pterosaurier.

Flugsaurier-Arten

Quetzalcoatlus (links) und Hatzegopteryx (rechts)

Flugsaurier lassen sich in Langschwanzflugsaurier (Rhamphorhynchoidea) und Kurzschwanzflugsaurier (Pterodactyloidea) gliedern. Die Exemplare mit langem Schwanz hatten kurze Mittelhandknochen und lebten zuerst. Sie entwickelten sich in der Trias und starben gegen Ende des Jura (Oberjura) aus.

Pterosaurier mit kurzem Schwanz hatten längere Mittelhandknochen und haben sich erst zur Mitte des Jura entwickelt. Sie starben zusammen mit den Dinosauriern zum Ende der Kreidezeit aus.

Forschende fanden heraus, dass die Arten mit kurzem Schwanz von den Langschwanzflugsauriern abstammten. Pteranodon gehört zu den Kurzschwanzflugsauriern. Wir haben im Folgenden einige Beispiele für interessante Pterosaurier-Arten. Hier findest du verschiedene Flugsaurier mit Steckbriefen.

  • Pterodactylus (Jura, kurzer Schwanz, eher klein, minimaler oder kein Kamm, viele kleine Zähne)
  • Dimorphodon (Jura, langer Schwanz, eher klein, kein Kamm, einige spitze Zähne)
  • Hatzegopteryx (Kreide, kurzer Schwanz, enorme Größe, keine Zähne)
  • Tapejara (Kreide, kurzer Schwanz, klein, auffälliger Hinterhauptkamm, keine Zähne)
Der größte Flugsaurier

Der bisher größte Flugsaurier der Welt ist Quetzalcoatlus northropi. Seine Flügel erreichten eine Spannweite von 11 bis 13 Metern und sein Gewicht lag zwischen 100 und 200 Kilogramm.

Noch schwerer war vielleicht nur ein Pterosaurier namens “Dracula”. Forschende sind sich sogar uneinig darüber, ob die beiden Riesen bei diesem Gewicht überhaupt fliegen konnten.

Entdeckung von Pteranodon

Fundort Smoky Hill in Kansas (USA)

Pteranodon war der erste Flugsaurier, den man außerhalb Europas fand. Der bekannte Paläontologe Othniel Charles Marsh entdeckte seine Überreste erstmals 1870 im Smoky Hill Kalk in Kansas (USA). An diesem Fundort fand man auch viele Meereslebewesen aus der Kreidezeit, da dieser Teil der USA damals von einem großen Flachmeer bedeckt war.

Marsh hielt die beiliegenden Zähne des Knochenfischs Xiphactinus zuerst für die Zähne des Pteranodon, da bisher alle gefundenen Flugsaurier Zähne hatten. Außerdem hielt er ihn für einen Pterodactylus.

Wie sich nach zwei Schädel-Funden herausstellte, war dieses Exemplar aber zahnlos und gehörte einer anderen Gattung an. So wurde der neue Saurier 1876 in “Pteranodon” umbenannt. Inzwischen gibt es bereits über 1.000 Funde des Flugreptils aus Kansas, Alabama, South Dakota, Wyoming, und Nebraska.

Bedeutung des Namens

Seine fehlenden Zähne spiegeln sich im Namen des Pteranodon wider. Er setzt sich aus den griechischen Wörtern für “Flügel”, “nicht” und “Zahn” zusammen. Übersetzt bedeutet er “zahnloser Flügel”.

Merkmale des Pteranodons

Merkmale des Pteranodons

In diesem Kapitel haben wir die wichtigsten Merkmale des Pteranodons für dich zusammengestellt. Dazu gehören die Klassifizierung der Art, die Größe der Flugechse und ihre Lebensweise. Zudem erfährst du, wann der Saurier lebte, was er fraß und wie er sich fortbewegte.

Klassifizierung der Gattung

Bisher wurden drei Arten der Gattung eindeutig bestimmt: Pteranodon longiceps, P. ingens und P. sternbergi. Letztere ist die größte der drei Arten.

Die Gattung gehört zur Familie der Pteranodontidae. Diese lässt sich wiederum den Ornithocheiroidea zuordnen. Zu Dieser Gruppe gehören mittelgroße bis große Kurzschwanzflugsaurier der Kreide.

Alle Pterosaurier fallen in die Gruppe der Ornithodira. Zu ihr gehören alle Nachfahren des letzten gemeinsamen Vorfahren der Dinosaurier und Flugsaurier. Da sich aus den Dinosauriern auch die heutigen Vögel entwickelten, fallen auch sie in dieses Taxon.

Als Taxon werden bestimmte Gruppen im biologischen Ordnungssystem bezeichnet. Sie gliedern Tierarten nach ihren Verwandtschaftsverhältnissen.

Verhältnis zum Archaeopteryx

Da Flugsaurier optisch stark an Vögel erinnern, könnte man denken, dass die heutigen Vögel von ihnen abstammen. Tatsächlich sind sie aber näher mit den fleischfressenden Dinosauriern verwandt.

Der Urvogel Archaeopteryx war ein sogenanntes Brückentier und bildete eine Übergangsform von den Dinosauriern zu den Vögeln. Außerdem unterscheiden sich Vögel von Flugsauriern, da sie keine Flughäute, sondern Federn haben.

Wann der Pteranodon lebte

Wann der Pterosaurier lebte

Der Flugsaurier lebte wie die Dinosaurier und Meeressaurier im Erdmittelalter (Mesozoikum). Dieses besteht aus Trias, Jura und Kreide. Pteranodon lebte während der späten Kreidezeit (Oberkreide) vor 86,3 bis 72 Millionen Jahren.

Seine Gattung hatte den bisherigen Fossilfunden nach zu urteilen also 5,7 Millionen Jahre Bestand. Die genauen Zeiträume, in denen der Flugsaurier lebte, heißen Santonium und Campanium. Sie liegen unmittelbar vor dem Maastrichtium, dem letzten Zeitabschnitt in der Geschichte der Saurier. Hier findest du Wissenswertes über die Erdgeschichte.

Lebensraum

Der Lebensraum von Pteranodon war ein urzeitliches Flachmeer in Nordamerika. Fossilien wurden in Kansas, Alabama, Wyoming, Nebraska und South Dakota gefunden. Viele Forschende gehen davon aus, dass die Tiere in Küstennähe nisteten.

Im Meer lebten zu dieser Zeit Ammoniten, Tintenfische, Fische und Meeresschildkröten (Toxochelys), aber auch Meeressaurier wie Styxosaurus, Clidastes und Tylosaurus. Außerdem fand man Überreste des flugunfähigen Vogels Parahesperornis, der im Meer nach Futter tauchte.

Es herrschte ein Warmklima, das sich von dem heutigen Eiszeitalter unterscheidet. Die Polkappen waren noch nicht vereist und der Meeresspiegel war sehr hoch. Das Wetter war ausgeglichen warm.

Größe und Gewicht

Der Pteranodon erreichte meist eine Flügelspannweite von sieben Metern – Pteranodon sternbergi sogar von bis zu neun Metern – und wurde über zwei Meter lang. Auf allen Vieren reichte er einem durchschnittlich großen Menschen ohne Hinterhauptkamm wahrscheinlich bis zur Hüfte.

Was das Gewicht anbelangt, ist die Wissenschaft sich noch uneinig. Schätzungen schwanken zwischen 20 und 93 Kilogramm, wobei Angaben von über 50 Kilogramm eher unwahrscheinlich sind.

Körperbau und Haltung

Körperbau und Haltung

Wie alle Flugsaurier besaß der Pteranodon Flughäute, die zwischen seinen Armen und Beinen gespannt waren. Er hatte leichte Knochen, um besser fliegen zu können. Das prägnanteste Merkmal des Flugsauriers ist aber sein Hinterhauptkamm.

Dieser konnte je nach Art, Alter und Geschlecht unterschiedliche Formen und Größen entwickeln. Der Pteranodon longiceps hatte beispielsweise einen nach hinten eher Spitz zulaufenden Kamm, während der Pteranodon sternbergi einen breiten Kamm besaß.

Von beiden Arten wurden unterschiedlich große Exemplare gefunden. Männchen hatten einen größeren Kamm als Weibchen. Er diente wahrscheinlich zur Kommunikation oder zur Balz. Zudem gibt es Theorien, dass der Kamm das Gewicht des Schnabels ausgleichen sollte, um für eine bessere Flugstabilität zu sorgen.

Ein weiteres Merkmal des Pterosauriers ist der lange, schmale, nach oben gebogene Schnabel ohne Zähne. Seine Augen waren klein und lagen seitlich und weit oben am Kopf. Die Weibchen besaßen außerdem einen weiteren Beckenkanal, vermutlich um Eier abzulegen.

Forschende gehen davon aus, dass der Pteranodon sich an Land auf seine Arme stützte und sich somit auf allen Vieren fortbewegte. Diese Annahme unterstützt auch die Beckenhaltung der gefundenen Tiere.

Flugfähigkeiten und Geschwindigkeit

Flugfähigkeiten und Geschwindigkeit

Wie viele größere Flugsaurier nutzte auch der Pteranodon wahrscheinlich den Segelflug oder Gleitflug, um sich in der Luft fortzubewegen. So konnte er unter günstigen Windbedingungen gezielte Angriffe auf seine Beute unternehmen und lange Strecken fliegen.

Die Maximalgeschwindigkeit lag für Flugsaurier wahrscheinlich etwa bei 60 Kilometern pro Stunde. Dieser Schätzwert orientiert sich an den Geschwindigkeiten, die Flughunde heute erreichen.

Von kleineren Pterosaurier-Gattungen nehmen Forschende an, dass sie wendiger und dynamischer fliegen konnten.

Lebensweise und Ernährung

Der Pteranodon ernährte sich größtenteils von Fisch. Das beweisen Gräten, die in seinem versteinerten Magen gefunden wurden. Außerdem fraß er wahrscheinlich auch andere kleinere Meeresbewohner und Aas.

Forschende gehen davon aus, dass er in Kolonien lebte und in Küstennähe nistete. Die Männchen konkurrierten jeweils um eine größere Gruppe von Weibchen. Von den Klippen und hohen Bäumen aus konnten sich die Tiere in den Wind fallen lassen, um ihren Gleitflug zu starten und fischen zu gehen.

Steckbrief: Der Pteranodon

Steckbrief: Der Pteranodon

Im Folgenden haben wir noch einmal die wichtigsten Daten des Pteranodon für dich zusammengestellt. Dazu gehört unter anderem die Klassifizierung seiner Art, sein Lebensraum, sein Aussehen und seine Größe.

Danach findest du einen Vergleich mit Pterodactylus sowie Informationen zur Darstellung des Pteranodon in der Populärkultur und zum Aussterben der Flugsaurier.

  • Name der Gattung: Pteranodon (“Zahnloser Flügel”)
  • Bekannte Arten: P. longiceps, P. ingens, P. sternbergi
  • Familie: Pteranodontidae
  • Untergruppe: Ornithocheiroidea
  • Gruppe: Kurzschwanzflugsaurier (Pterodactyloidea)
  • Ordnung: Flugsaurier (Pterosauria)
  • Tiergruppe: Reptilien
  • Zeit: Kreide (Oberkreide vor 86,3–72 Millionen Jahren)
  • Lebensraum: Nordamerika
  • Ernährungsform: Fisch- und Fleischfresser
  • Körpermerkmale: Hinterhauptkamm, langer Schädel, leicht nach oben gebogener Schnabel, keine Zähne, kleine Augen
  • Flügelspannweite: 7–9 Meter
  • Länge: 3 Meter
  • Gewicht: Etwa 20 Kilogramm

Pteranodon versus Pterodactylus

Pteranodon versus Pterodactylus

In diesem Kapitel haben wir die zwei bekanntesten Flugsaurier-Arten miteinander verglichen. So bekommst du einen besseren Eindruck davon, wie groß der Pteranodon wirklich war.

Auch wenn der Pterodactylus gegen ihn recht klein wirkt, gab es durchaus noch kleinere Exemplare. Der Nemicolopterus crypticus wog nur 20 Gramm und erreichte eine Flügelspannweite von gerade einmal 25 Zentimetern. Somit war er in etwa so groß wie ein Spatz.

NamePteranodonPterodactylus
ArtnamePteranodon sternbergiPterodactylus antiquus
ZeitOberkreideOberjura
LebensraumNordamerikaEuropa, Afrika
Flügelspannweite9 Meter0,5–1,04 Meter
Länge3 Meter0,5–0,7 Meter
Gewicht20 Kilogrammetwa 2 Kilogramm

Der Pteranodon in der Populärkultur

Den Pteranodon findet man zum Beispiel in Spielfilmen, Dokumentationen, Videospielen, als Spielfigur oder als Ausmalbild. Er ist wie viele andere Dinosaurier in der Populärkultur präsent.

Doch hierbei verschwimmen die Grenzen zwischen Fantasie und wissenschaftlichen Fakten. Wir haben drei Beispiele für unterschiedliche Darstellungen der fliegenden Echse.

Darstellung in “Jurassic World”

Der Pteranodon tritt in "Jurassic World" auf

In der Jurassic Park Filmreihe hat der Pteranodon einige Auftritte. Auch in Jurassic World wurde er aufgenommen und erreichte dort sogar eine noch größere Form.

Mit einem Gewicht von 31 Kilogramm, 5 Metern Länge und einer Flügelspannweite von bis zu 10 Metern übertrifft der Pteranodon in Jurassic World den realen Saurier. Allerdings sind die Unterschiede nicht sehr groß, betrachtet man die größte Art Pteranodon sternbergi.

In den Filmen werden die Flugechsen Menschen gegenüber als aggressiv und gefährlich dargestellt. Sie greifen sie aus der Luft an und tragen sie umher.

Diese Verhaltensweisen wurden aus dramaturgischen Gründen gewählt und sind nicht an den Fakten orientiert. Es wäre einem Pteranodon nämlich nicht möglich gewesen, im Flug ein höheres Gewicht als das eines Kleinkindes zu tragen.

Pteranodon in “ARK: Survival Evolved”

In dem Abenteuerspiel “ARK” (2017) betritt der Spieler eine von urzeitlichen Wesen beherrschte Welt. Darunter finden sich neben Dinosauriern, Meeres- und Flugsauriern auch später lebende Giganten wie die Titanoboa oder der Riesenhai Megalodon.

Die fiktive Spezies Pteranodon wyvernus ist das erste Flugtier, das der Spieler zähmen und reiten kann. Ein Sattel wird ab Level 38 freigeschaltet, um auf ihm zu fliegen. In Wirklichkeit wäre es einem Menschen nie möglich gewesen, auf einem solchen Tier zu fliegen. Das Gewicht wäre zu hoch gewesen.

Das Verhalten der Flugechse unterscheidet sich in "ARK" stark von der Darstellung in den Jurassic-Filmreihen. Der Saurier greift den Spieler nicht an, sondern fliegt weg, wenn er ihm zu nahe kommt. Aggressives Verhalten zeigt er nur, wenn man ihm seine Eier stiehlt. Auch hier basiert das Verhalten nicht auf wissenschaftlichen Beweisen.

Optisch ähnelt die fiktive Art in ARK dem echten Pteranodon, allerdings ist er etwas überspitzt dargestellt. Der sonst zahnlose Saurier hat viele kleine Zähne und auch der Hinterhauptkamm ist eindrucksvoller gestaltet, als fossile Funde zeigen.

Darstellung in “In einem Land vor unserer Zeit”

Darstellung in "In einem Land vor unserer Zeit"

Ein junger Pteranodon hat auch eine der Hauptrollen im US-amerikanischen Zeichentrickfilm “In einem Land vor unserer Zeit” (Original “The Land Before Time”, 1988). Dort ist der kleine ‘Flieger’ namens Petrie Teil einer Dinosaurier-Freundesgruppe.

Diese besteht aus dem Hauptcharakter Littlefoot (Brontosaurus), Cera (Triceratops), Spike (Stegosaurus) und Ducky (Saurolophus). Die Tierkinder erleben zusammen Abenteuer und begegnen vielen unterschiedlichen Dinosaurier-Arten. Nach dem ersten Film wurden noch Fortsetzungen und eine Fernsehserie produziert.

Die Saurier im Film wurden zeichnerisch vereinfacht und stilisiert. Außerdem wurden sie stark vermenschlicht. Sie können sprechen und haben eigene Charaktere, setzen sich füreinander ein und vertreten moralische Werte. In diesen Punkten weichen sie von einer realen Darstellung ab.

Hingegen weisen fossile Spuren in England tatsächlich darauf hin, dass gemischte Herden von Pflanzenfressern gemeinsam wanderten. Für Flugsaurier, die sich solchen Gruppen anschlossen, gibt es allerdings keine Indizien. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass zwischen den Arten enge Bindungen oder gar Freundschaften entstanden.

Aussterben der Flugsaurier

Aussterben der Flugsaurier

Die Pterosaurier starben gemeinsam mit den Dinosauriern vor 66 Millionen Jahren aus. Das Massenaussterben betraf rund 20 Prozent aller Tierfamilien und 50 Prozent der Gattungen. Grund dafür war ein 14 Kilometer langer Asteroid.

Durch den Einschlag gerieten Asche und Staub in die Atmosphäre, die kein Sonnenlicht mehr hindurch ließen. Daraus folgte eine monatelange Dunkelheit, die das Wachstum von Flora und Fauna beeinträchtigten. Eine weitere Folge waren Vulkanausbrüche und ein Temperatursturz, der es den Arten schwer machte, zu überleben.

Aussterben von Pteranodon

Pteranodon starb bereits vor dem Massenaussterben vor 72 Millionen Jahren aus. Er lebte 5,7 Millionen Jahre auf unserer Erde. Vermutlich ist er ausgestorben, weil sich die Umweltbedingungen geändert haben.

Ein Grund könnte das wechselnde Klima und die Kontinentalverschiebung in der Kreidezeit gewesen sein. Die Meeresströmungen verlagerten sich, Sommer und Winter kristallisierten sich allmählich als Jahreszeiten heraus und der Meeresspiegel schwankte.

In der Erdgeschichte kam es schon oft zum Aussterben ganzer Gattungen. Es handelte sich hierbei also um einen natürlichen Prozess.

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