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Griechische Götter: Mythologie, 20 Gottheiten und ihre Bedeutung

Wir haben alles Wissenswerte über griechische Götter und die griechische Mythologie leicht verständlich für dich zusammengestellt. Erfahre das Wichtigste über 20 Gottheiten, ihre Verwandtschaft und ihre Bedeutung im Leben der antiken Griechen.

Wir haben alles Wissenswerte über griechische Götter für dich. Dazu gehören sowohl die zwölf Götter des Olymps als auch acht weitere Götter, die eine wichtige Rolle für die griechische Mythologie spielen.

Zudem klären wir wichtige Begriffe, informieren dich über die Entstehung der Welt und geben einen Einblick in die Entwicklung der antiken griechischen Motive im Wandel der Zeit, denn die griechische Mythologie fasziniert noch heute und folgt uns auf Schritt und Tritt.

Griechische Mythologie

Griechische Mythologie

Die griechische Mythologie und ihre Figuren sind bis heute bekannt und haben diverse Kunst- und Literaturepochen maßgeblich beeinflusst. In diesem Kapitel informieren wir dich über die wichtigsten Quellen der griechischen Mythologie und einige ihrer wichtigsten Inhalte.

Dazu gehört zum Beispiel die Entstehung der Welt, die Bedeutung des Olymps für griechische Götter sowie weitere Figuren und Gestalten, die es neben den Göttern in der griechischen Sagenwelt gab. Zudem reflektieren wir kurz die Bedeutung der antiken Mythologie im Wandel der Zeit bis heute.

Quellen

Die Quellen der griechischen Mythologie finden sich in vielen antiken literarischen Werken. Dazu gehören sowohl historische Aufzeichnungen als auch kunstvoll verarbeitete Stoffe. Besonders alt, reichhaltig und bekannt sind hierbei die zyklischen Epen Homers "Ilias" und "Odyssee", die Götterepen ("Theogonie") von Hesoid und die orphische Dichtung.

Homers "Ilias" und "Odyssee" entstanden etwa um die Wende vom 8. zum 7. Jahrhundert vor Christus. Sie umfassten jeweils 24 Bücher und sind nur in Fragmenten erhalten. Hesoids "Theogonie" entstand um etwa 700 vor Christus.

Unter orphischer Dichtung versteht man antike Schriften, die dem Glauben der Orphiker nach vom mythischen Dichter und Sänger Orpheus selbst stammen sollen. Der Orphismus entstand etwa ab dem 6. und 5. Jahrhundert vor Christus und verbreitete diese Schriften.

Außerdem gab es zahlreiche Dramen mit Götterthematik, zum Beispiel Aristophanes "Die Vögel" (Erstaufführung 414 v. Chr.) oder Götterhymnen der antiken griechischen Dichterin Sappho (6./7. Jhd. v. Chr.). Neben den zahlreichen schriftlichen Quellen gibt es aber auch Bildquellen, die Auskunft über die Mythen geben. Beispielhaft ist hier die typisch griechische Keramik, auf denen mythologische Szenen dargestellt werden. Sie dienten bisher vor allem der zeitlichen Bestimmung bekannter schriftlicher Quellen. Mythen allein aus Bildern abzuleiten, gestaltet sich hingegen schwer.

Entstehung der Welt und Stammbaum der ersten Götter

Die Entstehung der Welt kann in der griechischen Mythologie mit der Entstehung der Götter gleichgesetzt werden, da sie Personifikationen der Bestandteile der Welt darstellen. Die bekannteste Quelle für die Schöpfungsgeschichte ist die bereits erwähnte "Theogonie" von Hesoid.

Laut dieser Quelle stand am Anfang der Schöpfung das Chaos, also eine ungeordnete Form der Materie. Aus diesem Chaos entstanden die ersten Götter: Gaia (die Erde), Tartarus (die Unterwelt), Eros (die Liebe), Erebos (die Finsternis) und Nyx (die Nacht).

Erebos und Nyx verbinden sich und daraus entstehen Hemera (der Tag) und Aither (die Luft). Später bringt Nyx aus sich selbst noch weitere dunkle Phänomene hervor. Gaia erschafft aus sich selbst Pontos (das Meer), Ourea (die Berge) und Uranos (den Himmel). Mit Uranos zusammen hat sie dann weitere Nachkommen, wie zum Beispiel die Titanen.

Der Titan "Atlas" trägt die Welt auf seinen Schultern

Uranos gilt als erster und gefürchtetster Herrscher über die Welt, bis er schließlich von seinem eigenen Sohn "Kronos", einem der Titanen, entmannt wird. Von dort an herrschen die Titanen über die Welt. Uranos verfluchte die Familie, indem alle Söhne der Familie ihre Väter stürzen sollten. Kronos verschlang deshalb alle seine Kinder kurz nach ihrer Geburt, doch ihre Mutter "Rhea" versteckte einen Sohn: den späteren Göttervater "Zeus".

Rhea gehört zu den Titaniden (den weiblichen Titanen) und ist ebenfalls eine Tochter der Gaia und des Uranos. Sie und Kronos sind demnach Geschwister. Zeus wuchs bei Nymphen auf, bis er schließlich die Bestimmung des Fluchs erfüllte und die Titanen stürzte. Außerdem befreite er seine Geschwister aus dem Magen seines Vaters. Mit Zeus beginnt die Herrschaft der olympischen Götter. Damit er nicht von seinem eigenen Sohn der Herrschaft beraubt wird, verschlingt er seine schwangere Gattin "Metis".

Die Orphiker (Anhänger des Gottes Orpheus) vermittelten eine etwas andere Schöpfungsgeschichte, bei der Aither (Luft), Erebos (Finsternis) und Chaos von Chronos, dem Zeitgott, abstammen. In dieser Geschichte kommt Zeus ebenfalls an die Macht und schöpft die Welt neu. Diese Entstehung der Welt ist allerdings nicht so bekannt oder anerkannt wie die aus Hesoids "Theogonie".

Der Olymp

Der Olymp ist der höchste Berg in Griechenland, auf den in der Antike noch niemand gelangt ist. Er liegt an der Ostküste Griechenlands zwischen Makedonien und Thessalien und ist bis zu 2917 Metern hoch. In der Mythologie ist er der Sitz für wichtige griechische Götter. Zu diesen gehören die olympischen Götter ("Olympier"): Zeus, Hera, Poseidon, Demeter, Apollon, Artemis, Athene, Ares, Aphrodite, Hermes, Hephaistos und Hestia.

Der Olymp steht seit 1938 unter Naturschutz und wurde 2014 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Der Begriff "Olymp" wird mit "Himmel", "Felsen", "der Hohe" oder "der Leuchtende" übersetzt.

Figuren und Gestalten in der griechischen Mythologie

Neben den Göttern, die sich in olympische und nicht-olympische Götter sowie Halbgötter aufteilen lassen, gibt es in der griechischen Mythologie außerdem die Titanen, menschliche Helden, Menschen und die Ungeheuer, zu denen auch Tiere und Riesen gehören. All diese Parteien interagieren miteinander und sind in die Sagen eingebunden.

Da wir auf die wichtigsten Götter später noch zu sprechen kommen, haben wir hier beispielhaft einige Figuren und Gestalten für dich zusammengestellt. Sie sind ebenfalls bekannt und beim Verständnis der griechischen Mythologie durchaus hilfreich.

Halbgötter, Helden und Menschen

Figuren und Gestalten der griechischen Mythologie

Der "Achilleus" ist ein Beispiel für einen bekannten Helden und einen Halbgott. In der römischen Mythologie heißt er "Achilles", im Deutschen wird er auch "Achill" genannt. Er ist der größte Held von Troja und beinahe unverwundbar.

Nach ihm ist die sogenannte "Achillessehne" benannt, die sein einziger verwundbarer Punkt ist. Sie entstand als seine Mutter ihn in den Fluss "Styx" getaucht hatte, um ihn unverwundbar zu machen. Die Stelle, an der sie sein Bein festhielt, blieb vom Wasser des Flusses unberührt.

Ein weiterer Halbgott und Held ist "Herakles". Bekannter ist er heute unter seinem lateinischen Namen "Hercules" oder eingedeutscht "Herkules". Er ist berühmt für seine Stärke und seine ehrenhaften Taten, durch die er auf den Olymp aufgenommen wurde.

Ungeheuer, Tiere und Riesen

Es finden sich einige interessante Wesen in der Mythologie, die bis heute bekannt sind. Dazu gehören zum Beispiel die Gorgonen (Gestalten mit Schlangenhaaren, die jeden zu Stein erstarren lassen können, der sie anschaut). Die bekannteste Gorgone ist die "Medusa".

Außerdem gibt es Harpyien, den Gryphos (Greif), Kyklopen (Zyklopen), Kentauren (Zentauren) oder den Pegasos (Pegasus). Harpyien sind Mischwesen aus Frau und Vogel, die Menschen in den Tartarus (Tiefste Region der Unterwelt) bringen. Der Greif ist ein Löwe mit Adlerkopf und Flügeln, der als Symbol für die Kunst des Sehertums und der Klugheit steht.

Zyklopen besitzen nur ein kreisrundes Auge auf der Stirn, Zentauren sind Mischwesen aus Pferd und Mensch und der Pegasus ist ein geflügeltes Pferd. Man kennt ihn heute vor allem als Herkules Begleittier aus dem Disney-Film "Hercules" (1997).

Griechische Mythologie im Wandel der Zeit

Griechische Götter und Helden wurden im Lauf der Zeit immer wieder in der Literatur und der bildenden Kunst aufgegriffen. Die Antike wirkte sich als Epoche auch auf die Architektur und andere künstlerische Bereiche aus. Es ist bemerkenswert, dass Motive der griechischen Mythologie bis heute Anklang finden.

Zum Beispiel griff die Renaissance (15. Und 16. Jahrhundert) antike Vorbilder sowie griechische und römische Göttermotive wieder auf. Die Antike wurde als glanzvolle Zeit betrachtet und idealisiert. Antike Texte wurden wiedergefunden und philosophische Gedanken lebten in Kunst und Literatur wieder auf.

Doch nicht nur die Renaissance fand Gefallen an den Götter- und Heldenmotiven. In der Weimarer Klassik (etwa 1786–1832), zur Hochzeit von Goethe und Schiller, wurden ebenfalls wieder antike Motive aufgegriffen. Ein Beispiel, in dem griechische Götter vorkommen, ist "Iphigenie auf Tauris" (1779) von Goethe.

Eine modernere Epoche, die die griechische Mythologie in ihr Werk mit einbezog, ist der Symbolismus (etwa 1880–1910). Er griff vor allem Fabelwesen auf, um sie in traumhafte Szenerien zu integrieren. Bis heute haben sich die Motive erhalten und werden auch auf moderne Art und Weise verarbeitet wie in der fünfbändigen Buchreihe um "Percy Jackson" (2005–2009) von Rick Riordan, die auch verfilmt wurde oder Disney’s "Hercules" (1997).

20 griechische Götter und ihre Bedeutung

20 griechische Götter, ihre Bedeutung, Verwandtschaft und Darstellung

Griechische Götter wurden in der Antike als historische Figuren betrachtet, die einst mit den Menschen interagiert haben. Deshalb sind die Geschichten und Sagen um sie oft an reale Orte wie Griechenland geknüpft. Ein Beispiel ist der junge Zeus, der in einer Höhle auf Kreta vor seinem Vater versteckt wurde.

Bisher ist es noch nicht gelungen, einen allgemeingültigen Stammbaum aller griechischen Götter zu erstellen. Wir haben sie deshalb in olympische und nicht-olympische Götter aufgeteilt und jeweils Informationen zu ihren Verwandtschaftsverhältnissen, ihrer Bedeutung und Darstellung ergänzt.

Griechische Götter finden sich in einer abgewandelten Form auch bei den Römern. Es gibt zu ihnen römische Pendants, die denselben oder sehr ähnlichen Eigenschaften entsprechen. Die Römer änderten die griechischen Götternamen in der Antike ins Lateinische um. Dieses Phänomen ist ähnlich wie bei den nordischen und germanischen Göttern, die ebenfalls in ihren Eigenschaften übereinstimmen, aber teilweise andere Namen haben.

12 olympische Götter

Es gibt zwölf olympische Götter, die in der griechischen Mythologie als Hauptgötter gelten. Sie leben auf dem Olymp und zu ihnen zählen: Zeus, Poseidon, Hera, Demeter, Apollon, Artemis, Athene, Ares, Aphrodite, Hermes, Hephaistos und Hestia. Diese Götter stehen alle in Verwandtschaft zueinander, da einige Zeus Kinder sind und andere seine Geschwister.

Allerdings gibt es auch Geschwister und Kinder, die nicht mit ihm auf dem Olymp leben oder erst später dorthin aufsteigen. Insgesamt hat Zeus unzählige Kinder von unterschiedlichen Frauen. 10 Kinder sind göttlicher Abstammung und zwei sind Halbgötter.

  • Zeus' Kinder auf dem Olymp:
    Athene, Apollon, Artemis, Ares, Aphrodite, Hermes, Hephaistos
  • Halbgöttliche Kinder (werden später auf den Olymp aufgenommen):
    Dionysos und Herakles
  • Weitere Kinder:
    Hebe, Eileithyia, Persephone
  • Zeus' Geschwister auf dem Olymp:
    Hera (auch seine Gattin), Demeter, Poseidon und Hestia
  • Weitere Geschwister:
    Hades

Neben Zeus Nachkommen und Verwandten gibt es noch viele weitere griechische Götter und Helden. Damit du einen guten Überblick hast, haben wir die wichtigsten Götter des Olymp und ihre Bedeutung für dich zusammengestellt. Im Anschluss findest du weitere relevante Götter, die zum Verständnis der Sagenwelt wichtig sind.

Zeus

Der Göttervater Zeus mit seinem Blitz

Der Gott Zeus ist der mächtigste Gott auf dem Olymp, der Vater der Götter und der Menschen. Über ihm stehen lediglich die Moiren, die das Schicksal bestimmen. Er ist der jüngste Sohn der beiden Titanen Kronos und Rhea. Seine Geschwister sind Poseidon, Hades, Hestia, Hera und Demeter. Er ist der Vater von Athene, Apollon, Artemis, Ares, Hermes, Dionysos und Herakles.

Zeus wurde als Baby von seiner Mutter versteckt, damit sein Vater ihn nicht wie seine Geschwister verschlingt. Kronos tat das, um nicht dem Fluch zu erliegen, dass sein Sohn ihn der Herrschaft berauben würde.

Er konnte seinem Schicksal jedoch nicht entgehen und Zeus besiegte die Titanen mithilfe der Zyklopen ("Einäugige") und Hekatoncheiren ("Hundertarmige"), die Kinder des Uranos und der Gaia, die sich im Gefängnis im Erdinneren befanden, da Uranos sie hasste. Dann befreite er seine Geschwister aus dem Inneren seines Vaters, indem er ihm einen Trank gab, von dem er sich übergeben musste.

Als Erwachsener hatte er viele Liebschaften und zeugte so weitere Götter und Menschen. So sind zum Beispiel die drei Moiren aus einer Liebschaft mit der Titanin "Thermis" entstanden und Dionysos aus einer Verbindung mit "Semele", um nur einige Beispiele zu nennen.

Wie für griechische Götter üblich, werden ihm einige Attribute zugesprochen. Er wird deshalb meist mit einem Bündel aus Blitzen, einem einzelnen Blitz, einem Adler und/oder einem Zepter dargestellt. Zudem weisen die Attribute auf ihn als Gott des Himmels, des Lichts und des Blitzes hin. Sein römisches Pendant ist "Jupiter".

Hera

Hera ist eine olympische Göttin, Zeus Schwester und seine Gemahlin. Sie ist die Tochter von Kronos und Rhea. Ihre Kinder sind Ares, Hebe, Eileithyia und Hephaistos. Sie ist die Göttin der Ehe und des Hauses sowie der ehelichen Sexualität.

Hera beobachtet ihren Gatten oft voller Eifersucht, da dieser zahlreiche Liebschaften hat. Sie kann sich nicht gegen ihn wehren, entledigt sich aber einiger seiner Kinder durch Listen. In Darstellungen findet man sie oft mit einer Krone und einem Zepter. Außerdem sind ihre Attribute der Kuckuck, der Pfau, die Kuh und der Granatapfel. Ihr römisches Pendant ist die Göttin "Juno".

Hestia

Hestia ist die Göttin der Familie, des Herdes (häusliche oder staatliche Feuerstellen) und des Opferfeuers. Sie gehört eigentlich zu den zwölf olympischen Göttern, gibt ihren Platz aber irgendwann an Dionysos ab, um einen Krieg zu verhindern.

Sie ist die älteste Tochter von Kronos und Rhea und somit die große Schwester von Zeus und Hera. Weitere Geschwister sind Poseidon, Hades und Demeter. Sie unterliegt nicht der Macht von Aphrodite und ist eine jungfräuliche Göttin. Zeus gewährt ihr außerdem auf ihren Wunsch ewige Jungfräulichkeit und lässt sie als Hüterin Opfergaben annehmen. Ihr römisches Pendant ist "Vesta".

Hephaistos

Der Schmiede- und Feuergott Hephaistos

Der olympische Gott Hephaistos wird im Deutschen auch "Hephäst" genannt. Er ist ein Gott des Feuers und der Schmiedekunst. Er ist der Schutzpatron der Metallverarbeitung und schließt in seinen Aufgabenbereich sowohl Kunstwerke als auch Waffen, rituelle Gegenstände und alltägliche Gebrauchsgegenstände mit ein. Ein ihm gewidmeter Tempel "Tempel des Hephaistos" in Athen gehört heute zu den am besten erhaltenen griechischen Tempeln.

Er ist der Sohn des Zeus und der Hera. Hera schmiss ihn jedoch vom Olymp in den Okeanos, da er klein, hässlich und schreiend zur Welt kam. Außerdem wird ihm Lahmheit nachgesagt, die aber laut manchen Quellen erst durch den Sturz in den Okeanos verursacht wurde. Der Okeanos ist ein gewaltiger Strom, der als Vater aller Flüsse gilt.

Im Okeanos wurde er von den Meernymphen "Thetis" und "Eurynome" gefunden. Sie retteten ihn, pflegten ihn gesund und zogen ihn auf. Außerdem lernte er bei ihnen die Schmiedekunst. Seine unterirdische Werkstätte wurde von den Griechen in der Nähe der Vulkaninsel "Lemnos" verortet. Die Römer lokalisierten sie unter dem "Ätna" und benannten Hephaistos um in "Vulcanus".

Hephaistos schmiedete auch Attribute für die Götter und Waffen für die Helden. Dazu gehören zum Beispiel Pfeil und Bogen für Apollon, der Zweizack für Hades und der Dreizack für Poseidon. Auch das Zepter und den Donnerkeil für Zeus stammen aus seiner Hand. Als seine Kinder gelten der Bildhauer "Ardalos" und der Räuber mit der Eisenkeule "Periphetes".

Poseidon

Der Gott Poseidon ist ein olympischer Meeresgott und Zeus' Bruder. Er besitzt einen Palast aus Kristall in der Tiefe des Meeres und er verehrt Pferde, weshalb sein Beiname "Hippios" für "Pferd" ist. Sein römisches Pendant ist "Neptun".

Er ist der Sohn von Kronos und Rhea und wurde wie seine anderen Geschwister (außer Zeus) bei seiner Geburt von seinem Vater verschlungen. Poseidon half seinem Bruder dann mit seinem Dreizack ihren Vater in Schach zu halten, während er die Titanen besiegte.

Poseidons Frau ist "Amphitrite". Mit ihr bekam er ihren Sohn "Triton", die Töchter "Rhode" und "Benthesikyme" sowie das Pferd "Areion". Er hatte allerdings auch einige Liebschaften mit Meeresnymphen, aus denen weitere Kinder hervorgingen. Dazu gehören zum Beispiel der Riese "Orion", der unter die Sterne versetzt wurde oder der menschenfressende Zyklop "Polyphem".

Demeter

Die griechische Erntegöttin Demeter

Demeter ist eine Muttergöttin. Sie steht für die Fruchtbarkeit der Erde und des Ackerbaus und ist zuständig für die Jahreszeiten. Die Göttin ist ebenfalls eine Schwester von Zeus und Hera. Ihre weiteren Geschwister sind Poseidon, Hestia und Hades. Sie hat eine Tochter namens "Persephone" (griechische Unterwelt- und Erntegöttin) mit Zeus zusammen und nach unterschiedlichen Quellen noch weitere Kinder.

Dargestellt wird sie meist mit einer Weizenähre, Mohn, Blumen, Früchten oder Samen. Zudem finden sich neben ihr manchmal ein Schwein oder ein Delphin, auf denen sie reitet. In der römischen Mythologie trägt Demeter den Namen "Ceres".

Ares

Der Gott Ares steht für Krieg, Blutbad und Massaker. Die griechische Mythologie nennt "Thrakien" (heute Teile von Bulgarien, Griechenland und der Türkei) als seine Heimat. Sein Charakter wird als wild, aggressiv und gewalttätig beschrieben.

Im Krieg gegen Troja kämpft Ares auf der Seite der Trojaner und Athene auf der Seite der Griechen. Während Athene für Weisheit und listige Kriegsführung steht, symbolisiert Ares die düstere, mordlustige Seite des Krieges. Er befeuert den Kampfgeist der Sterblichen, ist grausam und kennt keine Gnade.

Der Kriegsgott Ares ist der Sohn des Zeus und der Hera und er hat eine andauernde Affäre mit Aphrodite, denn er steht trotz seiner Grausamkeit für Männlichkeit, Kraft und Schönheit. Sie ist eigentlich mit Hephaistos verheiratet, fühlt sich aber körperlich stark zu Ares hingezogen und begeht deshalb Untreue.

Aus der Verbindung mit Aphrodite stammen der Sage nach diese Kinder: Eros (Liebesgott), Anteros (Gott der Gegenliebe), Deimos (Gott des Grauens), Phobos (Gott der Furcht), Harmonia (Göttin der Eintracht) und Enyalios (Gott des Kampfes). Seine Verbündeten sind Eris (Göttin der Zwietracht), Eos (griechische Göttin der Morgenröte), Hades (Gott der Unterwelt), Ker (Göttin des gewaltsamen Todes) und Ate (Göttin der Verblendung).

Ares wird häufig mit einer Fackel, einem Speer, einem Schild und/oder einem Helm dargestellt. Außerdem finden sich als Begleittiere der Hund und der Geier. Obwohl er einige Unterschiede aufweist, wird er mit dem römischen Kriegsgott "Mars" gleichgesetzt.

Artemis

Die Jagdgöttin Artemis mit Pfeil, Bogen und Hirsch

Die Göttin Artemis ist die Schützerin der Jagd, des Waldes, des Mondes sowie der Frauen, Kinder und der Geburt. Sie gehört zu den Olympiern und ist die Tochter des Zeus, die aus einer Liebschaft mit der Titanentochter "Leto" entstand. Der Lichtgott Apollon ist ihr Zwillingsbruder. Sie selbst ist jungfräulich, ungebunden und hat keine Kinder.

Artemis wird häufig mit silbernem Pfeil und Bogen dargestellt, die ihr die Zyklopen geschenkt haben. Außerdem symbolisiert der silberne Bogen den Mond, für den sie steht. Mit dem Pfeil und Bogen verbreitete sie Krankheiten unter den Sterblichen.

Ansonsten wird sie ebenfalls mit Waldtieren oder seltener mit Speer und Jagdnetz abgebildet. Häufiger sind hingegen die Pflanzen, die ihr heilig sind. Dazu gehören Wermutkraut, die Zypresse, die Palme und die Moorlilie. In der römischen Mythologie trägt Artemis den Namen "Diana".

Apollon

Der griechische Gott Apollon, auf Deutsch auch "Apoll", ist der Gott des Lichts, des Frühlings, der Heilkunst (Pest), der Sittlichkeit und Mäßigung, der Weissagung und der Künste. Vor allem Musik, Gesang und Dichtkunst werden ihm zugeschrieben. Außerdem ist er der Gott der Bogenschützen. Er wird manchmal gleichgesetzt mit dem Sonnengott "Phoibos". Er tritt zum Teil als sein Beiname auf.

Seinen Ruf als Gott der Heilkunst erhielt er, weil er den Griechen im trojanischen Krieg die Pest gesandt haben soll. Ebenso soll er aber auch an Rettungen beteiligt gewesen sein, zum Beispiel vor einer Mäuseplage oder vor Wölfen.

Er ist der Sohn des Zeus und der Titanentochter "Leto". Seine Zwillingsschwester ist Artemis. Beide sind griechische Götter des Olymps. Apollon ist die bekannte Orakelstätte in Delphi (Griechenland) gewidmet. Auf Darstellungen findet sich oft die Kithara (Saiteninstrument) sowie Pfeil und Bogen. Sein Pendant in der römischen Mythologie ist der Gott "Apollo".

Athene

Athene, die Göttin der Weisheit, des Kampfes und der Strategie

Die olympische Göttin Athene wird auch als "Athena" bezeichnet und ist die Göttin der Weisheit, des Kampfes und der Strategie. Auf der anderen Seite ist sie aber auch die Schützerin der griechischen Stadt Athen, die nach ihr benannt wurde, sowie die Göttin der Kunst, des Handwerks und der Handarbeit. Auf der Akropolis in Athen ist ihr der Tempel "Panthenon" gewidmet.

Nach Hesoids "Theogonie" ist Athena die Tochter des Zeus und der "Metis" (Okeanide). Zeus verschlang die schwangere Metis, da er nicht dem Familienfluch unterliegen wollte, der besagte, dass ihm ein Sohn seine Herrschaft streitig machen würde. Danach litt er unter starken Kopfschmerzen und bat Hephaistos seinen Kopf zu zerschlagen.

Als dieser den Befehl ausführte, entsprang aus seinem Kopf Athena in voller Rüstung. Zeus überstand den Schlag auf den Kopf und Athena wurde von dort an als Ausgeburt der Intelligenz und Weisheit angesehen. Da sie eine Tochter war und kein Sohn, ließ er sie leben Sie wuchs bei ihrem Ziehvater Triton auf. Die römische Mythologie gibt Athene den Namen "Minerva".

Hermes

Der olympische Gott Hermes ist der Gott des Handels, der Reisenden und der Diebe. Zudem ist er auch der Gott der Redekunst und der Gymnastik. Er wird auch als Götterbote bezeichnet, da er die Beschlüsse von Zeus verkündet und verstorbene Seelen in die Unterwelt (Hades) führt.

Er ist ein Sohn des Zeus und der Nymphe "Maia". Zudem ist er der Vater des Pan (Hirtengott, halb Mensch, halb Ziege/Widder), des Daphnis (Hirte auf Sizilien), des Hermaphroditos (sowohl Mann als auch Frau), des Abderos (Geliebter des Herakles) und des Autolykos (Dieb).

Dargestellt wird er meist mit einer Flügelkappe, Flügelschuhen, einem Reisehut oder dem Hermesstab (Stab mit zwei Flügeln, der von zwei Schlangen umschlungen wird). Sein römischer Name ist "Mercurius".

Aphrodite

Aphrodite, die griechische Göttin der Schönheit und Liebe

Aphrodite ist die Göttin der Schönheit, der Liebe und der sinnlichen Begierde. Sie gehört zu den zwölf Göttern des Olymp und ist bis heute eine der bekanntesten Göttinnen. Sie wurde ebenfalls als Schutzpatronin der Fortpflanzung und Sexualität betrachtet, die den Fortbestand der Menschen und Natur sicherte.

Geboren wurde Aphrodite aus Meerschaum, der sich mit dem Blut, den Samen und dem Glied des Uranos vermengt hatte. Er war eine Folge der Entmannung des Uranos durch seinen Sohn Kronos (Vater von Zeus). Dieser entfernte sein Glied und warf es ins Meer.

Aphrodite ist die Gemahlin des missgestalteten Schmiedgottes Hephaistos. Sie hat aber eine andauernde Affäre mit Ares, dem grausamen, aber schönen Kriegsgott. Erkennungsmerkmale der Aphrodite sind ein Spiegel, ein Parfum- oder Salbgefäß, Blumen, ein Taubenpaar, ein magischer Gürtel oder Darstellungen mit Eros (Liebesgott). Außerdem wird sie immer wieder mit einer Muschel, einem Apfel oder einer Rose abgebildet. In der römischen Mythologie ist ihr Pendant die "Venus".

8 weitere griechische Götter und ihre Bedeutung

In diesem Kapitel findest du acht weitere wichtige griechische Götter. Zu ihnen gehören der Held und Halbgott Herakles (auch "Herkules"), die Totengöttin Persephone, der Weingott Dionysos, der Herrscher der Unterwelt Hades, der Hirtengott Pan, die Herrscherin der Meere Amphitrite, die Moiren (Schicksalsgöttinnen) und die Erinnyen (Rachegöttinnen).

Auch sie sind mit der griechischen Mythologie fest verwoben und prägen einige ihrer Geschichten. Wir haben jeweils etwas zu ihrer Bedeutung, ihrer Herkunft und Verwandtschaft, ihrer Darstellung und ihren Mythen zusammengestellt, damit du einen guten Überblick bekommst.

Herakles

Der griechische Sagenheld Herakles beim Kampf gegen die Hydra

Der sterbliche Halbgott Herakles ist bei den Römern unter dem Namen "Herkules" bekannt. Er ist der Sohn des Zeus und der "Alkmene" und wurde wegen seiner sterblichen Abstammung zunächst nicht in den Olymp aufgenommen. Er wurde aber zum größten Helden Griechenlands und bekam nach seinem Tod schließlich einen Platz bei den Olympiern und die Göttin der Jugend "Hebe" zur Frau.

Aus Angst vor der eifersüchtigen Frau des Zeus (Hera), setzte Alkmene Herakles aus. Athene brachte ihn daraufhin zu Hera. Sie erkannte ihn nicht als Zeus Kind und säugte ihn mit göttlicher Milch, sodass er übermenschliche Kräfte bekam. Als er ihr dabei durch zu starkes Saugen jedoch Schmerzen zufügte, verstieß sie ihn und Athene brachte ihn wieder zurück zu seiner leiblichen Mutter.

Wegen seines Jähzorns und seiner unbändigen Kraft schickte ihn sein Ziehvater zu den Rinderherden, wo er unter Hirten aufwuchs. Als sein erstgeborener Halbbruder väterlicherseits ihn in seine Dienste rufen wollte und Herakles dies verweigerte, überzog Hera ihn mit Wahnsinn, sodass er ungewollt im Wahn seine erste Frau Megara und seine mit ihr gezeugten Kinder tötete.

Danach fiel Herakles in tiefe Trauer und wollte für seine Sünden büßen. Das Orakel von Delphi sagte ihm schließlich, dass dies nur möglich sei, wenn er sich zwölf Jahre in den Dienst seines Bruders begeben würde und die geforderten Aufgaben erledigen würde. So kam es zu zwölf Aufgaben, durch die Herakles ein griechischer Sagenheld wurde; darunter beispielsweise die Erlegung des Nemeischen Löwen, die Tötung der neunköpfigen Hydra oder das Einfangen des Kretischen Stiers.

Seine Gemahlinnen sind "Megara", "Omphale", "Deïaneira", "Auge" und schließlich die Göttin "Hebe", die er nach seinem Tod auf dem Olymp zur Frau nehmen durfte. Hinzu kommen seine irdischen Liebschaften mit der "Iole" (Königstochter) und dem "Abderos" (Sohn des Hermes). Herakles hat aus diesen Verbindungen zahlreiche Kinder. Sein Zwillings(halb)bruder von einem menschlichen Vater ist "Iphikles". Herakles' Attribute sind das Fell des Nemeischen Löwen, eine Keule, ein Bogen und ein Köcher.

Persephone

Die Göttin Persephone, vor ihrem Abstieg in den Hades "Kore" ("Tochter") oder "Kora" genannt, ist eine Fruchtbarkeits- und Totengöttin sowie die Königin der Unterwelt. Sie ist die Tochter des Zeus und der Demeter. Hades verliebte sich in Kore und bat Zeus darum, sie mit in die Unterwelt nehmen zu dürfen.

Zeus stimmte weder zu, noch lehnte er ab. Hades verstand dies als Zustimmung und entführte Kore gegen ihren Willen in die Unterwelt. Sie wurde von dort an Persephone genannt. Ihre Mutter Demeter hinderte vor Trauer um ihre Tochter die Pflanzen daran, zu wachsen.

Da Zeus nicht wollte, dass die Welt deswegen an Hunger leidet, schlossen Demeter, Zeus und Hades den Kompromiss, dass Persephone nur einen Teil des Jahres in der Unterwelt verweilt. Deshalb kommt es zu dieser Zeit zum unfruchtbaren Winter und wenn sie wieder bei ihrer Mutter ist, zum fruchtbaren Sommer. Persephones Attribute sind königliche Zeichen und eine Fackel. Ihr römisches Pendant ist "Proserpina".

Dionysos

Dionysos, der griechische Gott des Weins

Dionysos ist der Gott des Weins, der Trauben, der Fruchtbarkeit, der Ekstase und des Wahnsinns. Wegen des Lärms, den er und sein Gefolge machten, wurde er von den Griechen und Römern auch "Bacchus" ("Rufer") genannt. Zudem wird er häufig mit der mythischen Figur "Iakchos" gleichgesetzt und in der Literatur als "Lysios" oder "Lyäus" ("Sorgenbrecher") sowie "Anthroporrhaistes" ("Menschenzerschmetterer").

Er ist der Sohn des Zeus, aber seine Mutter wird nicht eindeutig genannt. Infrage kommen laut der griechischen Mythologie Demeter (Mutter- und Erntegöttin), Io (Korngöttin), Persephone (Unterwelt- und Erntegöttin), Lethe (Fluss im Hades) oder die sterbliche Halbgöttin Semele.

Vermutlich wurde Dionysos wie Herakles durch seine Abstammung von einer sterblichen Mutter erst nicht in den Olymp aufgenommen. Später bietet Zeus ihm allerdings einen Platz an und Hestia gibt ihren Platz für ihn auf. Dargestellt wird er meist mit Weinranken oder -trauben sowie mit Reh- oder Pantherfell.

Pan

Pan ist ein Wald und Weidegott, Beschützer der Herden, Hirten und Jäger. Er ist zum oberen Teil Mensch, zum unteren Ziege oder Widder. Häufig wird er zudem mit Hörnern auf dem Kopf und einem Bart dargestellt. Die Hirten fürchten seinen Anblick, aber verehren ihn, bringen Opfergaben und bitten ihn um den Schutz ihrer Herden.

Seine Abstammung ist nicht eindeutig geklärt. Die häufigste Variante ist, dass er vom Hermes und der Dryope abstammt. Seine Mutter erschrak als sie ihr bärtiges und ziegenfüßiges Kind sah und floh. Hermes brachte Pan daraufhin zum Olymp. Da er aber keinen Platz erhalten hat, brachte er ihn wieder zurück zur Erde auf die Insel Kreta.

Sein Sitz ist der Sage nach auf dem griechischen Berg Lykaion. Seine Liebe ist die griechische Mondgöttin "Selene". Er trägt einen gekrümmten Hirtenstab oder eine Panflöte mit sieben Rohren. Der Stab ist ein Symbol für den Kreislauf der Natur.

Pans Charakter ist fröhlich. Er hat Freude an Musik und Tanz. Zur Mittagszeit kann er allerdings auch mal übel gelaunt sein, wenn jemand seine Ruhe stört. In diesem Fall jagt er den Herdentieren einen "panischen Schrecken" ein, welcher sie zur Massenflucht bewegt. Daraus leitet sich auch das Wort "Panik" ab.

Hades

Hades, der griechische Gott der Unterwelt, mit Zweizack und Höllenhund

Der Gott Hades ist ein Totengott, Herrscher und Namensgeber der Unterwelt ("des Hades"). Bei Homer findet sich für ihn auch der Name "Ais" oder "Aides". Seine Beinamen charakterisieren ihn unter anderem als "den Ungeheuren und Furchtbaren" (Pelorios), "den Rauen" (Ameilichos), "den vom Fluss Styx [Unterweltfluss]" (Stygeros), "den Schwarzen" (Melas) und "den Mörderischen" (Phonios).

Er ist ein Bruder des Zeus, wurde aber nicht in den Olymp aufgenommen, da er in der Unterwelt verweilen muss. Dorthin hat er seine Nichte Persephone entführt, in die er sich verliebt hat. Sie verweilt einen Teil des Jahres bei ihm und gilt als seine Königin. Im Hades befindet sich ebenfalls der "Tartaros". Er ist ein personifizierter Teil der Unterwelt und gehört zu den ersten Göttern.

Hades' Begleiter sind "Thanatos" (der Tod) und "Hypnos" (der Schlaf). Dargestellt wird er oft mit einem mehrköpfigen Höllenhund, der den Eingang zum Hades bewacht. Sein römisches Pendant ist "Pluto".

Amphitrite

Amphitrite ist nach unterschiedlichen Quellen entweder eine Okeanide oder eine Nereide. Beide sind Wassergestalten und werden oft mit den Nymphen gleichgesetzt. Amphitrite ist mit Poseidon verheiratet und gilt als Beherrscherin der Meere. Außerdem soll sie von außergewöhnlicher Schönheit sein. Sie wird deshalb auch "Aphrodite Pelagia" genannt.

Die Moiren

Die Moiren sind Schicksalsgöttinnen, die häufig sogar als mächtiger als die Götter betrachtet werden, da sie auch über ihr Schicksal bestimmen können. Sie werden auch "Morai" oder im Singular bei Homer als personifiziertes Schicksal "Moira" genannt.

Die drei Moiren Klotho, Lachesis und Atropos

Meist treten sie als drei Schwestern auf. Ihre Namen sind Klotho ("die Spinnerin"), Lachesis ("die Zuteilerin") und Atropos ("die Unabwendbare"). Klotho spinnt den Lebensfaden, Lachseis legt die Länge des Fadens fest und Atropos durchtrennt ihn, wenn die Zeit gekommen ist. Somit gilt sie als Mächtigste der drei Schwestern, da sie in der Lage ist, jedes Leben zu beenden.

Ihre Abstammung ist nicht genau geklärt. Teils werden sie als Schwestern der Horen (Griechische Göttinnen der Jahreszeiten), teils als Kinder der Nyx, teils als Kinder der Gaia und des Uranos, teils als Kinder von Kronos und Euonyme und teils als Töchter von Zeus und Themis genannt. Meist treten sie zu dritt, manchmal aber auch einzeln oder zu viert auf. Sie können sich in jedem Bereich der Welt (Olymp, Erde, Unterwelt) bewegen.

In den griechischen Kunstwerken finden sich lange Zeit keine Attribute, später dann ein Zepter und ein Spinnrad. Ihr Pendant in der römischen Mythologie sind "die Parzen". Dort haben sie auch Attribute: Klotho trägt eine Spindel, Lachesis ein Losstäbchen oder einen Globus und Atropos Schriftrolle, Schrifttafel oder eine Sonnenuhr.

Die Erinnyen

Die Erinnyen ("die Rasenden") sind die Rachegöttinnen Alektro ("die Unaufhörliche"), Megaira ("der neidische Zorn") und Tisiphone ("die Vergeltung“, „die Rächende“). Sie sind Personifikationen der Gewissensbisse und Verteidigerinnen mütterlicher Prinzipien und Ansprüche. Deshalb stehen sie sowohl mit Fruchtbarkeit als auch mit dem Totenkult in Verbindung.

Wie bei den Moiren ist auch ihre Abstammung nicht eindeutig geklärt und variiert von Gaia oder Nyx als ihre Mutter bis hin zur Entstehung durch das Blut Uranos, als er mit der Sichel von seinem Sohn Kronos entmannt wurde.

Sie hausen in der Unterwelt und werden meist als alte, verdorbene Jungfern mit schwarzer Haut und grauem Gewand beschrieben. Ihre Haare bestehen aus Schlangen, sie haben einen unerträglichen Geruch an sich und aus ihren Augen kommen Blut oder giftiger Speichel. In der römischen Mythologie werden die Erinnyen als "Furien" bezeichnet. Die Bedeutung für eine rasend wütende Frau ist bis heute geblieben.

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