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Steinzeit: 8 Merkmale & 6 Erfindungen der Steinzeitmenschen

Die Steinzeit ist ein wichtiger Zeitabschnitt in der Geschichte der Menschen. Sie begann vor etwa 2,6 Millionen Jahren und endete erst vor etwa 4.200 Jahren. Wir haben alles Wissenswerte zum Leben der Steinzeitmenschen, ihren Merkmalen und ihren Erfindungen.

In diesem Artikel findest du alles Wissenswerte über die Steinzeit und das Leben der Steinzeitmenschen. Dazu gehören ihre Merkmale in Bezug auf Aussehen und Lebensweise sowie ihre Erfindungen, die für unser heutiges Leben den Weg bereitet haben.

Wissenswertes über die Steinzeit

Wissenswertes über die Steinzeit

In diesem Kapitel verraten wir dir, was die Steinzeit ist und wann sie war. Außerdem erfährst du Wissenswertes über die Aufteilung der Urgeschichte in Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit sowie die Aufteilung der Steinzeit in Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit.

Was die Steinzeit ist

Die Steinzeit ist ein Zeitabschnitt in der Geschichte der Menschen, in dem das wichtigste Material zum Herstellen von Werkzeugen Stein war. Daher kommt auch der Name "Steinzeit" (auf Englisch: "Stone Age"). Nach der Steinzeit folgen dann Bronze- und Eisenzeit, wieder jeweils benannt nach ihren Werkzeugmaterialen.

In der Steinzeit lebten die sogenannten Steinzeitmenschen. Sie sind die ersten Menschen der Gattung "Homo", die sich aus den Affenmenschen entwickelten. "Homo" ist Lateinisch für "Mensch". Aus ihnen entstanden zum Beispiel der Neandertaler, aber auch der "Homo sapiens", also der moderne Mensch.

Wann die Steinzeit war

Die Steinzeit begann vor 2,6 Millionen Jahren und endete etwa 2.200 Jahre v. Chr. (vor Christus). Sie gehört zur Urgeschichte, die sich in Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit einteilen lässt. Die Steinzeit selbst gliedert sich in drei zeitliche Perioden: Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit. In den nächsten Kapiteln erfährst du das Wichtigste über diese Abschnitte, damit du die Steinzeit zeitlich einordnen kannst.

Die Urgeschichte: Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit

Die Urgeschichte der Menschen

Die menschliche Urgeschichte gliedert sich grob in Pleistozän und Holozän. Das Pleistozän begann vor etwa 2,6 Millionen und endete vor 11.700 Tausend Jahren. Es wird auch als Altsteinzeit bezeichnet. Das Holozän begann vor 11.700 Jahren und reicht bis in die heutige Gegenwart. Es wird oft auch einfach als Gegenwart bezeichnet.

Diese beiden Epochen (Pleistozän und Holozän) lassen sich grob einteilen in Steinzeit, Kupfersteinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit. Die Steinzeit begann vor 2,6 Millionen Jahren mit der Altsteinzeit (im Pleistozän) und endete nach der Jungsteinzeit vor etwa 11.700 Jahren.

Die Kupferzeit oder "Kupfersteinzeit" bezeichnet die Zeit vor etwa 8.000 Jahren v. Chr. bis 2.200 Jahre v. Chr. Die Gewinnung von Kupfer bezieht sich allerdings nur auf die Regionen von Südosteuropa und dem Nahen Osten. Deshalb wird diese Zeit häufig noch zur Steinzeit gezählt, da in vielen Gebieten der Erde noch Stein das Grundmaterial für Werkzeuge war.

In der Bronzezeit wurden Gegenstände vor allem aus Bronze hergestellt. Sie dauerte von etwa 2.200 bis 800 v. Chr. an. In der Eisenzeit war das gängige Metall Eisen. Aus ihm wurden Waffen und Geräte zum Schneiden hergestellt. Im südlichen Europa dauerte sie von 800 v. Chr. bis zur Zeitwende an. Im nördlichen Europa dauerte sie von etwa 750 v. Chr. bis um 500 nach Christus an, überschnitt sich also zeitlich mit der Antike. Nach dieser Zeit folgten Mittelalter, Renaissance und sämtliche weitere Epochen der Moderne, die schnellen technischen Fortschritt mit sich brachten.

Die Steinzeit: Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit

Wollmammuts entwickelten sich zwischen der Alt- und Mittelsteinzeit

In der Geschichte des Menschen lässt sich in Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit einteilen. In der Fachsprache nennt man Altsteinzeit "Paläolithikum". Sie gehört vollständig zum Pleistozän und nimmt den größten Zeitraum der Steinzeit und der ganzen Menschheitsgeschichte ein.

Die Altsteinzeit begann vor etwa 2,6 Millionen Jahren mit den weltweit ältesten Werkzeugen der afrikanischen Oldowan-Kultur, die in der Nähe der Olduvai-Schlucht in Tansania lebte. Sie endete mit dem Übergang zum Holozän (Gegenwart) vor etwa 11.700 Jahren. In dieser Zeit wurden die Werkzeuge hauptsächlich aus Stein hergestellt, vereinzelt auch aus Knochen oder Holz. Die Menschen lebten in dieser Epoche als Jäger und Sammler. Die ersten Feuerstellen gab es bereits vor 1,7 Millionen Jahren.

Die Mittelsteinzeit wird in der Fachsprache als "Mesolithikum" bezeichnet und folgte direkt an das Ende der Altsteinzeit vor 11.700 Jahren (etwa 9.600 v. Chr.). Sie endete etwa um 5.800 v. Chr. in Südeuropa und um 4.300 v. Chr. in Nordeuropa. Aus dieser Zeit gibt es bereits einige Funde zu Bestattungen, bei denen die Verstorbenen sich in einer sitzenden oder stehenden Position befanden.

Die Jungsteinzeit heißt fachsprachlich "Neolithikum" und begann in einigen Regionen bereits etwa um 9.500 v. Chr. Somit überschneidet sie sich je nach Region mit der Mittelsteinzeit. In Mittel- und Nordwesteuropa begann diese Periode erst zwischen 5.800 und 4.000 v. Chr. und endete etwa 2.200 v. Chr. Die Jungsteinzeit wird darüber definiert, dass die Menschen von Jägern und Sammlern zu Hirten und Bauern wurden ("Neolithische Revolution"). Sie bauten zu dieser Zeit erstmals Pflanzen an und hielten Nutztiere.

Die Steinzeitmenschen: Leben und Merkmale

Leben und Merkmale der Steinzeitmenschen

In der Menschheitsgeschichte gibt es unterschiedliche Arten von Menschen. Sie alle gehören aber zur Gattung "Mensch". Wie bei den Dinosauriern, die sich im Lauf der Zeit zu neuen Arten entwickelten, gab es in der Steinzeit auch unterschiedliche Arten von Menschen. Es gab zum einen den sogenannten Vormenschen "Australopithecus", der vor etwa 4 bis 2 Millionen Jahren lebte.

In der Steinzeit lebten dann aber vor allem die Urmenschen "Homo habilis" und "Homo rudolfensis". Außerdem auch die sogenannten Frühmenschen, die sich parallel aus dem afrikanischen "Homo erectus" entwickelten. Das waren zum einen der europäische "Homo neanderthalensis", auch bekannt als Neandertaler und zum anderen der afrikanische "Homo sapiens", von dem wir modernen Menschen abstammen.

Der Neandertaler starb vor etwa 30.000 Jahren aus. Allerdings finden sich in unseren Genen noch heute ein bis vier Prozent des Neandertaler-Erbguts. Er und Homo Sapiens müssen sich also während der 10.000 Jahre, in denen sie sich einen Lebensraum geteilt haben, vermischt haben. In den folgenden Kapiteln erfährst du alles Wissenswerte über das Leben der Menschen in der Steinzeit und ihre Merkmale.

Das Leben der Menschen in der Steinzeit

In der Steinzeit lebten die Menschen zunächst als Jäger und Sammler. Sie nutzten ihre Werkzeuge und Waffen, um Tiere zu jagen und zu zerlegen. Die frühen Steinzeitmenschen folgten den Herden der Tiere und schlugen in ihrer Nähe immer wieder neue Lager auf.

Sie lebten teilweise in Höhlen, deutlich öfter aber in Zelten. Das Gerüst der Zelte bestand aus Ästen von Kiefern und Birken oder Mammutkiefern und Stoßzähnen. Es wurde dann von Tierfellen von Bisons oder Rentieren abgedeckt und in der Mitte gab es meist eine Feuerstelle.

Vor der Entdeckung des Feuers aßen die Steinzeitmenschen ihre Nahrung roh. Durch das Garen am Feuer wurde ihr Essen für den Magen bekömmlicher. Auf dem Speiseplan standen Fleisch, Fisch und Schalentiere, diverse Pflanzen, Beeren, Pilze, Vogeleier, Nüsse, Kräuter und Wurzeln.

Erst vor 12.000 Jahren haben die frühen Menschen damit begonnen, Pflanzen anzubauen und Nutztiere wie Schafe, Ziegen oder Rinder zu halten. Sie wurden sesshaft. Dieser Prozess wird in der Fachsprache als "Neolithische Revolution" bezeichnet. Sie ging im Vorderen Orient, China, Mittel- und Südamerika sowie in Afrika von statten und änderte das Leben der frühen Menschen von Grund auf.

Die Steinzeiternährung wird auch heute noch zum Vorbild genommen. Bei der sogenannten Paleo-Diät essen Menschen nur das, was bereits in der Steinzeit auf dem Speiseplan gestanden haben könnte. Somit fallen Milch und Getreide sowie ihre Produkte (wie Brot, Nudeln und Reis) weg.

8 Merkmale der Steinzeitmenschen

Merkmale der Steinzeitmenschen

Der prähistorische Mensch veränderte sich optisch mit der Zeit. Er ähnelte zu Beginn der Steinzeit noch stark einem Affen, hatte braune Haut, ein Fell, ging gebeugt, aber bereits aufrecht, hatte lange Arme und einen vorstehenden Kiefer. Später wurde der Gang immer aufrechter, das Fell weniger (außer am Kopf, um ihn vor Sonneneinstrahlung zu schützen), die Arme kürzer und die Beine länger. Der ausgeprägte Kiefer ging zurück.

Die erste Kleidung gab es erst vor 130.000 Jahren. Der Steinzeitmensch kam also lange Zeit ohne aus. Als er sich jedoch gegen die Kälte der Eiszeit schützen musste, legte er sich Tierfelle um. Die erste richtige Kleidung, die auch bearbeitet wurde, gab es etwa vor 35.000 Jahren. Sie bestand aus Tierfellen und Pflanzenfasern; zunächst aus Gras und Rinde, in der Jungsteinzeit wurde sogar mit Wolle und Leinen Kleidung gewebt.

Die Menschen der Steinzeit erreichten meist nur ein Durchschnittsalter von 30 bis 35 Jahren. Dieser Durchschnitt kommt zustande, weil die Kindersterblichkeit noch sehr hoch war. Hatte man diesen kritischen Punkt jedoch überwunden, konnten Steinzeitmenschen auch zwischen 50 und 75 Jahren alt werden.

Da es von der Sprache der Steinzeitmenschen keine schriftlichen Zeugnisse gibt, geht man davon aus, dass sie sich durch Laute und Gesten verständigt haben. Außerdem gab es Höhlenmalerei, mit der sie hätten kommunizieren können. Forscher fanden heraus, dass es bereits vor etwa 10.000 Jahren komplexe Sprachgebilde wie heute gab. In der Steinzeit müssen also enorme sprachliche Entwicklungen stattgefunden haben. Im Folgenden findest du alle wichtigen Merkmale der Steinzeitmenschen kurz zusammengefasst.

  1. Aussehen:
    Zunächst etwa bis 1,40 Meter groß (Männer), lange Arme, bräunliche Haut und starke Behaarung; später dem heutigen Menschen immer ähnlicher mit kürzeren Armen und langen Beinen, gegen Ende der Steinzeit bis zu 1,8 Meter groß (Männer), größtenteils Kopfbehaarung
  2. Haltung:
    Aufrechter, aber leicht gekrümmter Gang bereits vor der Steinzeit; in der Steinzeit wurde der Gang immer aufrechter
  3. Kleidung:
    In Alt- und Mittelsteinzeit Kleidung aus Fellen, Leder und Gras (Schuhe, Mützen, Umhänge, Lendenschurze, Beinbekleidung); Jungsteinzeit auch gewebte Textilien aus Wolle und Leinen
  4. Alter:
    Durchschnittlich 30 bis 35 Jahre, generelle Lebenserwartung 50 bis 75 Jahre
  5. Sprache und Kultur:
    In Alt- und Mittelsteinzeit keine Schriftsprache, aber Höhlenmalerei zur Kommunikation, Austausch von Lauten; in der Mittelsteinzeit gab es Figuren, Zepter und Schmuck, die eine bessere Kommunikation nahelegen; in der Jungsteinzeit war die Sprache bereits ähnlich komplex wie heute (Grammatik)
  6. Alltag:
    Von Ort zu Ort ziehende Jäger und Sammler in der Alt- und Mittelsteinzeit; später sesshafte Jäger, Fischer, Hirten und Bauern in der Jungsteinzeit (richteten sich nach den Jahreszeiten)
  7. Sozialverhalten:
    Familien kümmerten sich fürsorglich um ihre Kinder; es gab sesshafte Gruppen, die sich zusammengeschlossen haben, später entstanden auch Dörfer
  8. Werkzeuge und Waffen:
    Faustkeile, Speere, Pfeil und Bogen, Messer, Hammer, Axt
Tiere in der Steinzeit
Während der über 2 Millionen Jahre andauernden Steinzeit gab es unterschiedliche Tierarten, die von den Steinzeitmenschen gejagt wurden und gegen die sie sich durchsetzen mussten. Beispiele sind Mammuts, Wollnashörner, Waldelefanten, Bisons, Höhlenlöwen, Säbelzahnkatzen, Riesenhirsche, Moschus- und Auerochsen, Wildpferde, Rothunde, Rentiere, Antilopen, Elche, Steinböcke und Wölfe.

6 Erfindungen der Steinzeit

Erfindungen der Steinzeit

In diesem Kapitel findest du einige wertvolle Erfindungen der Steinzeitmenschen, die die gesamte Menschheit beeinflusst haben. Dazu gehörten zum Beispiel das Entzünden und Kontrollieren des Feuers. Auch Werkzeuge und Waffen wie der Faustkeil oder die Speere gehören dazu. Ihre Höhlenmalereien sind bis heute erhalten und auch Einbäume (Boote) sowie Nähnadeln wurden gefunden.

Feuer entzünden und nutzen

Streng genommen ist das Feuer an sich keine Erfindung der Steinzeitmenschen, da es durch Blitze oder starke Hitze bereits in der Natur vorkam. Dennoch lernten die Menschen bereits vor etwa einer Millionen Jahren, zur Zeit der Altsteinzeit, Feuer zu entzünden und zu kontrollieren. Der "Homo erectus" war der erste, der das Feuer für sich zu nutzen wusste.

Von dort an wurden Feuerstellen angelegt, die nicht nur Wärme spendeten, sondern auch zum Garen von Nahrung geeignet waren. Außerdem sorgte das Feuer für Schutz vor wilden Tieren. Dadurch, dass nun weniger Energie zum Verdauen von Nahrung benötigt wurde, hatte der Körper mehr Energie zur Versorgung des Gehirns, das sich von nun an stetig vergrößerte und weiterentwickelte.

Faustkeil

Der Faustkeil ist das erste Werkzeug der Steinzeit, das bereits vor über 2,5 Millionen Jahren hergestellt wurde. Es war ein zurechtgeschlagener Stein in Tropfenform. Eine Seite war abgerundet und zum Festhalten gedacht, die andere Seite war spitz geschlagen. Mit einem Faustkeil konnten die Menschen der Steinzeit Löcher bohren, Knochen bearbeiten, Rinden entfernen, Wurzeln ausgraben sowie Tierfleisch von den Knochen abtrennen.

Speere

Die ersten Speere der Steinzeit waren die "Schöninger Speere". Benannt wurden sie nach ihrem Fundort Schöningen in Niedersachsen. Diese Speere waren Lanzen aus elastischem Fichtenholz, die beim Jagen aus sicherer Entfernung auf Tiere geworfen werden konnten. Sie waren technisch sehr ausgereift und ihr Schwerpunkt lag vorn, sodass sie beste Flugvoraussetzungen hatten.

Zahlreiche Funde von erlegten Wildpferden beweisen, dass der Steinzeitmensch mit diesen Speeren durchaus Jagderfolg hatte. Ihr Hersteller ist der "Homo heidelbergensis". Die ältesten Funde sind wahrscheinlich über 300.000 Jahre alt.

Höhlenmalerei und Skulpturen

Höhlenmalerei und Skulpturen

Höhlenmalerei ist eine frühe Kunstform der Steinzeit, die zum Teil bis heute erhalten ist. Das älteste Fundstück soll mindestens 45.500 Jahre alt sein. Die Farbe dafür wurde aus Holzkohle, Rötel oder Ocker gewonnen. Am häufigsten gab es Malereien von Wildpferden, Wisenten und Bären. Aber auch Mischwesen aus Mensch und Tier und viele anderen Tierarten wurden abgebildet.

Unterschrieben wurde oft mit einem Handabdruck. Hierbei wurde die Hand als Schablone genutzt und Farbe um sie herum gesprüht. Außerdem stellte der Steinzeitmensch Skulpturen her, wie eine Frauenfigur ("Venus von Willendorf") oder Tierfiguren aus Elfenbein.

Die Höhlenmalerei wird in der Forschung unterschiedlich gedeutet. Zum einen könnte sie Teil von bestimmten Riten gewesen sein, religiöse Hintergründe haben oder eine erfolgreiche Jagd heraufbeschwören. Zum anderen könnten sie auch einfach das abbilden, was die Menschen der Steinzeit gesehen haben.

Ihre Eindrücke wären in diesem Fall in den Höhlen widergespiegelt und verarbeitet worden. Hier liegt auch ein frühes künstlerisches Verständnis nahe, das sich äußern wollte. Zudem könnten die Malereien auch der Kommunikation gedient haben, wie eine Art Symbolsprache. In diesem Fall hätten sie Jagdtechniken festgehalten oder bestimmte Strecken für Tierwanderungen abgebildet.

Steinzeitmenschen werden häufig auch "Höhlenmenschen" genannt, da man in vielen Höhlen gut erhaltene Malerei aus der Steinzeit fand. Das verstärkte auch die Annahme, dass sie vor allem in Höhlen gelebt haben.

Heute weiß man durch intensive Forschung, dass die steinzeitlichen Wohnstätten vor allem Zelte waren und die Höhlen oder Abri (Halbhöhle, Felsvorsprung) eher für Zeremonien oder bei sehr schlechtem Wetter als Unterschlupf gedient haben.

Einbäume

Einbäume sind aus der Mittelsteinzeit gefunden worden. Sie sind teilweise bis zu 7.000 Jahre alt und bis zu 12 Meter lang. Ein Einbaum ist ein Boot, das aus einem einzigen Baumstamm hergestellt wird. Außerdem gab es Paddel, mit denen die Steinzeitmenschen das Boot vorantreiben und steuern konnten, um Flüsse zu überqueren und fischen zu gehen.

Knochennadel und Nähnadel

Die erste Knochennadel der Steinzeit wird auf 32.000 Jahre v. Chr. geschätzt. Diese prähistorischen Nadeln wurden vor allem aus Knochen, aber auch aus Elfenbein oder Geweihen hergestellt. Sie hatten einen Spalt am Ende für den 'Faden' (Sehne oder Tierdarm), aber noch kein Nadelöhr. Dieses wurde erst ab 22.000 bis 18.000 v. Chr. erfunden.

Von dort an kann man auch von einer Nähnadel sprechen, wie wir sie heute kennen. Diese Nähnadeln wurden meist aus den Mittelfußknochen von Rentieren oder den Unterschenkelknochen von Hasen hergestellt, weil sie sowohl elastisch als auch stabil sind. Mit ihr wurden später auch Kleidung genäht und Zelte abgedichtet.

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