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Stammbaum erstellen: 5 hilfreiche Tipps + 3 Vorlagen

Seit Jahrhunderten fasziniert es Familien, sich selbst und ihre Nachkommen in einem Stammbaum zu verewigen. Die Entwicklung der eigenen Familie darzustellen, hat für viele einen gewissen Reiz. Wenn auch du einen eigenen Stammbaum gestalten willst, haben wir im Folgenden einige Tipps und Vorlagen.

Viele Familien wollen mit einem Stammbaum die eigene Familienkonstellation abbilden.
Dafür gilt es, viel Zeit und Mühe zu investieren. Je nachdem wie umfassend dein Stammbaum werden soll, musst du nämlich gründlich recherchieren. Bei unbekannten oder verstorbenen Familienmitgliedern kann es vorkommen, dass dir Informationen fehlen.

Sehe die Anfertigung deines Stammbaums am besten als Hobby an und investiere genug Zeit. Mit Geduld, Ehrgeiz und ein bisschen Unterstützung wirst du deinen persönlichen Stammbaum schnell in den Händen halten.

Was ein Stammbaum ist

Was ein Stammbaum ist

In der Ahnenforschung, der sogenannten Genealogie, ist ein Stammbaum die grafische Darstellung eines Baumes, in dem die Nachkommen einer bestimmte Person festgehalten werden.

Oft werden die Begriffe Ahnentafel oder Nachkommentafel als Synonym verwendet. In der Ahnenforschung wird aber nur von einem Stammbaum gesprochen, wenn eine Baumform vorliegt. Ebenso listet ein Stammbaum ausschließlich die Nachkommen des Probanden auf.

Werden die Vorfahren in einem Schaubild dargestellt, spricht man von einer Ahnentafel. Die Kombination beider Verfahren bezeichnet man als Sanduhr-Diagramm.

In den meisten Fällen steht der Proband, also die zentrale Person im Stammbaum, am unteren Ende des Stammes und stellt somit im übertragenden Sinn die Wurzel der Familie dar. Bei welcher Person du deinen Stammbaum beginnst, ist dir überlassen.

Einerseits kannst du den Stammbaum mit dir als Probanden beginnen, ebenso kannst du ein anderes Familienmitglied ins Zentrum rücken. Je mehr Generationen dein Stammbaum zurückreicht, desto schwieriger wird die Recherche und Anfertigung deines Stammbaums. Auch die Anfertigung eines Stammbaums von Prominenten oder anderen Lebewesen ist möglich.

Ahnentafel und Ahnenliste

Ahnentafel

Die Ahnentafel unterscheidet sich in zwei Punkten vom Stammbaum: Während der Stammbaum die Nachkommen einer Person abbildet, bezieht sich die Ahnentafel auf deine Vorfahren.

Im Gegensatz zum Stammbaum bezieht sich die Ahnentafel nämlich immer auf dich selbst. Bei der Anfertigung einer Ahnentafel stellst du dir darum die Frage, wer deine Vorfahren sind. Die Ahnentafel ist dem Stammbaum zwar ähnlich, unterscheidet sich aber in der Darstellung. Alternativ kannst du deine Ahnen auch einfach auflisten. Dann ist von einer Ahnenliste die Rede.

Bei der Ahnenliste und Ahnentafel werden alle Vorfahren mit einer Kekule-Zahl nummeriert. Der Proband, von dem die Tafel ausgeht, erhält die Zahl eins. Jeder männliche Vorfahr erhält den doppelten Wert. Jeder weibliche Vorfahr erhält den doppelten Wert plus eins. Ausgehend von dir, würde dein Vater die Zahl zwei bekommen, dein Großvater väterlicherseits die Zahl vier und deine Großmutter väterlicherseits die Zahl fünf.

In folgenden Beispielen haben wir eine Ahnentafel und eine Ahnenliste abgebildet, um die Unterschiede deutlich zu machen.

Beispiel Ahnentafel

Beispiel Ahnenliste: 

1. Generation:

(1) Max Mustermann

2. Generation:

(2) Peter Mustermann (Vater von 1)
(3) Sonja Mayer (Mutter von 1)

3. Generation:

(4) Felix Mustermann (Vater von 2, Großvater von 1)
(5) Felicia Bauer (Mutter von 2, Großmutter von 1)

(6) Leon Mayer (Vater von 3, Großvater von 1)
(7) Ingrid Beck (Mutter von 3, Großmutter von 1)

4. Generation:

(8) Björn Mustermann (Vater von 4, Urgroßvater von 1)
(9) Elli Brenner (Mutter von 4, Urgroßmutter von 1)

(10) Helmut Bauer (Vater von 5, Urgroßvater von 1)
(11) Anna Zimmermann (Mutter von 5, Urgroßmutter von 1)

(12) Rainer Mayer (Vater von 6, Urgroßvater von 1)
(13) Inge Traude (Mutter von 6, Urgroßmutter von 1)

(14) Alexander Beck (Vater von 7, Urgroßvater von 1)
(15) Grete Böcker (Mutter von 7, Urgroßmutter von 1)

Nachkommentafel

Während die Ahnentafel alle Vorfahren des Probanden darstellt, bezieht sich die Nachkommentafel auf die Erben und Nachkommen. In der Regel wird der Proband am unteren Ende der Tafel abgebildet. Nach oben hin werden alle Kinder und Enkelkinder aufgelistet. Eine Nachkommentafel kann später ebenso als Stammbaum dargestellt werden.

Ähnlich wie die Ahnentafel wird die Nachkommentafel durch verschiedene Zahlensysteme nummeriert. Neben der Variante der Kekule-Nummerierung kann zum Beispiel auch das d’Aboville-System genutzt werden. Eine Darstellung der Nachkommen ist ebenso in einer Listenform möglich.

Sanduhr-Diagramm

Sanduhr-Diagramm

Das Sanduhr-Diagramm ist eine Mischung aus der Ahnen- und der Nachkommentafel. In dieser Darstellung wird der Proband in der Mitte des Diagramms positioniert. In die obere Richtung werden die Vorfahren abgebildet und in die untere Richtung die Nachkommen des Probanden.

Möchtest du bei der Darstellung sowohl Vorfahren als auch Nachkommen abbilden, ist das Sanduhr-Diagramm die beste Wahl. Im Gegensatz zum Stammbaum bezieht sich das Sanduhr-Diagramm nämlich auf beide Generationsrichtungen: Die Ahnen des Probanden und die Nachkommen des Probanden.

Stammlinie

Eine weitere Form der Darstellung der Familie ist die Stammlinie. Im Gegensatz zum Stammbaum und der Ahnentafel bezieht sich die Stammlinie nur auf die männlichen Vorfahren und Nachkommen.

Die Stammlinie war früher besonders in Adelshäusern wichtig, wo grundsätzlich der Nachname des Ehemannes zum Familienname wurde. Dadurch wurde der Nachname des Mannes bei einem männlichen Nachkommen immer weitergegeben. Es entsteht eine Stammlinie. Der Gründer dieser Stammlinie wird auch Stammvater oder Ahnherr genannt.

Eine Tochter konnte die Stammlinie nicht fortsetzen. Ebenso werden bei der Stammlinie keine Geschwister oder andere Familienmitglieder dargestellt.

Stammbaumanalyse

Stammbaumanalyse

Bei einer Stammbaumanalyse werden erblich bedingte Krankheiten nachverfolgt. Eine solche Analyse wird häufig bei einem Kinderwunsch durchgeführt, wenn die Gefahr der Übertragung einer Erbkrankheit besteht. Bei der Stammbaumanalyse wird eingeschätzt, wie hoch das Übertragungsrisiko der Krankheit auf weitere Generationen ist. In den besten Fällen ist ein Übertragungsrisiko nicht mehr gegeben.

Da bei der Vererbung verschiedene Merkmale und Varianten auftreten können, muss bei der Stammbaumanalyse festgestellt werden, welche Gene und Merkmale weitergegeben werden. Es muss ausgeschlossen werden, dass Gene mit den Informationen der Erbkrankheiten vererbt werden oder dominant sind.

Stammbaum erstellen: 5 Tipps

Vielleicht bist du gerade in der Planung oder die Gestaltung deines Stammbaums steht kurz bevor. Um dich dabei zu unterstützen, haben wir für dich fünf Tipps für die Planung und Anfertigung deines Stammbaums.

Bau dir ein Grundgerüst

Die Erstellung eines Stammbaums braucht Zeit und Planung

Zu Beginn solltest du dir bewusst machen, dass die Darstellung eines Stammbaum aufwendig sein kann. Je nachdem wie groß der Baum werden soll, kann die Aufgabe ganz schön mühselig werden. Auch wenn dir Informationen zu deinen Ahnen oder Nachkommen fehlen, musst du diese für die Anfertigung des Stammbaums suchen. Daher solltest du dir genug Zeit einplanen. Die Anfertigung eines Stammbaums ist ein Hobby, für das du Zeit investieren musst.

Überlege dir vorher, wer der Proband des Stammbaums sein soll. Sollst du im Zentrum stehen? Oder möchtest du deinen Ur-Urgroßvater als Probanden nehmen? Je nachdem wie du dich entscheidest, kann der Prozess der Recherche und die Gestaltung des Baums aufwendiger werden.

Sei dir sicher, dass du ausschließlich deine Nachkommen im Stammbaum abbilden möchtest. Bist du eher an Ahnenforschung interessiert, solltest du dir überlegen den Stammbaum in eine Ahnentafel umzuwandeln. Die Darstellung eines Sanduhr-Diagramms ist ebenfalls möglich, wenn du sowohl Nachkommen als auch Vorfahren in einem Schaubild darstellen möchtest.

Mit einem Grundgerüst kannst du dir schon Gedanken zu deinem Stammbaum machen: Eventuell hilft dir eine Skizze des Baums, die du vorher anfertigst. So kriegst du ein Gefühl für die Größe und die Form des Baums.

Befrage deine Familie

Befrage deine Familie

Nachdem du dir ein Grundgerüst aufgestellt hast, geht es an die Recherche. Sollten noch alle deine Vorfahren am Leben sein, kannst du diese persönlich befragen. Eventuell haben diese auch Kontakt zu weiteren Vorfahren und Verwandten und können dir Kontakte vermitteln.

In vielen Fällen können dir deine Großeltern auch weitere Informationen zu ihren Geschwistern oder entfernten Verwandten geben, die für den Stammbaum relevant sind. Vielleicht haben diese sogar noch alte Dokumente, Briefe oder Tagebücher. So kannst du weitere Informationen zu Verwandten sammeln und kannst deinen Stammbaum weiter füllen. Beginnst du deinen Stammbaum mit einem bereits verstorbenen Vorfahren als Proband, kannst du auch in diesem Fall deine Großeltern fragen, ob sie nützliche Informationen oder sogar Dokumente für dich haben.

Je nachdem wie ausführlich du deinen Stammbaum gestalten möchtest, können dir auch soziale Medien helfen. Vielleicht findest du hier Teile deiner Familie oder entfernte Verwandte, die du persönlich nicht kennst. Kommst du mit deiner Recherche nicht weiter, kannst du auch in Archiven nachforschen.

Suche nach Vorfahren und Nachkommen

Suche nach Vorfahren und Nachkommen

Besonders wenn du nach deinen Ahnen forschst, kann sich die Recherche als schwierig erweisen. Je länger eine Person verstorben ist, desto schwieriger ist die Suche nach Informationen. Wenn relevante Familienmitglieder nicht mehr am Leben sind, musst du mitunter in die tiefe Recherche gehen.

Bei Schwierigkeiten oder einer erweiterten Recherche kannst du Archivarbeit in Erwägung ziehen. In kirchlichen und staatlichen Archiven gelangst du an viele Dokumente. Besonders in Kirchenarchiven findest du häufig noch Tauf-, Toten- oder Traubücher deiner Vorfahren. Auch im jeweiligen Standesamt findest du zusätzliche Informationen aus dem Personenstandsregister.

Sei dir bewusst, dass Ahnenforschung mühselig und langwierig sein kann. Je nachdem wo deine Vorfahren gewohnt haben, musst du dich durch verschiedene Archive arbeiten. Besonders bei alten Dokumenten besteht das Risiko, dass die Schrift nicht entzifferbar ist oder Übersetzungsfehler entstehen.

Familienstammbaum im Internet erstellen

Familienstammbaum im Internet erstellen

Sobald du deine Informationen gesammelt hast, entscheide dein weiteres Vorgehen. Einen Familienstammbaum kannst du auf unterschiedliche Weisen erstellen. Eine Möglichkeit ist die Gestaltung über ein Internet-Programm oder eine Internetseite.

Es gibt viele Seiten, auf denen du dich kostenlos registrieren und online einen Stammbaum erstellten kannst. In vielen Fällen handelt es sich bei solchen Seiten um soziale Netzwerke. Sobald Teile deines Stammbaums mit den Stammbäumen anderer registrierter Nutzer übereinstimmen, bekommst du eine Mitteilung.

Auf diese Weise kannst du entfernte Familienmitglieder und Verwandte finden. So erweitert sich dein Familienstammbaum automatisch. Wenn möglich, kannst du diesen auch ausdrucken und im Nachhinein weiter gestalten.

Im nächsten Kapitel findest du einige Vorlagen, die dir die Anfertigung eines Familienstammbaums erleichtern. Je nach Vorlage kannst du hier frei entscheiden, wie dein Stammbaum aussehen soll und wie viele Generationen in deiner Vorlage abgebildet werden. Sollte dir die Darstellung des Baumes nicht gefallen, kannst du ihn auch im Nachhinein mit Farben und Bildern deiner Familienmitglieder verschönern.

Stammbaum zeichnen

Stammbaum zeichnen

Möchtest du kreativ arbeiten und deinen Stammbaum selbst gestalten, überlege dir vorher, welche Größe dein Stammbaum haben soll. Je mehr Generationen aufgelistet werden sollen, desto größer wird dein Baum. Erstelle daher vorher eine Skizze und notiere dir alle relevanten Personen deines Stammbaums.

Sobald du dir alle Personen notiert hast, kannst du diese in deine Skizze schreiben. Wenn dein Grundgerüst steht, kannst du dich Stück für Stück vorarbeiten.

Stammbaum Vorlage

Um die Gestaltung deines Stammbaums zu vereinfachen, stellen wir dir hier einige Vorlagen zur Verfügung. Je nach deinen Vorstellungen, haben wir verschiedene Vorlagen mit verschieden vielen Generationen. Ebenso findest du eine klassische Vorlage, die du beliebig erweitern kannst. Die Vorlage dient als Grundgerüst. Bei der Ausgestaltung kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Vorlage 1

Bei dieser Vorlage handelt es sich um die klassische Variante eines Stammbaums. Mit insgesamt drei Generationen ist der Stammbaum relativ klein gehalten. Beginnst du mit deinem Großvater als Stammvater, hast du Platz für seine Kinder und deren Kinder. In diesem Fall beschränkt sich der Stammbaum auf die Kinder der nachfolgenden Generation.

Beispiel 1

Vorlage 2

Diese Vorlage des Stammbaums hat Platz für vier Generationen. Am Stamm findest du Platz für den Stammvater und seine Frau. Setzt du zum Beispiel deine Großeltern an die unterste Position kannst du den Stammbaum bis zu deinen eigenen Kindern erweitern. Je nachdem wie viele Kinder es gibt, musst du den Stammbaum anpassen. Wenn du den Stammbaum erweitern möchtest und der Platz dafür gegeben ist, kannst du zusätzlich die Ehepartner und weitere relevante Verwandte in den Stammbaum einfügen. Wie du den Platz des Stammbaum nutzt, ist dir überlassen.

Beispiel 2

Vorlage 3

Das folgende Beispiel zeigt nur das Grundgerüst eines Stammbaums. Konkret handelt es sich nicht direkt um einen Stammbaum, da es sich um keine grafische Darstellung eines Baumes handelt. In das erste Feld kannst du zum Beispiel deine Mutter oder deinen Vater eintragen, in den Feldern darüber trägst du dich und deine Geschwister ein. So führst du den Stammbaum weiter. Damit es sich offiziell um einen Stammbaum handelt, kannst du im Anschluss einen Baum um das Grundgerüst zeichnen.

Beispiel 3

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