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3 Wege, den eigenen Schreibprozess zu strukturieren

Zu Schreiben heißt nicht nur, eine Reihe von Buchstaben auf den Bildschirm zu bringen. Je länger der zu schreibende Text, desto mehr sind Vorarbeiten notwendig und desto komplexer ist der gesamte Prozess. Hier sind drei Möglichkeiten, den Überblick zu bewahren.

Wie schön wäre es, wenn Schreiben nur bedeuten würde, sich vor den Computer zu setzen und über die Tastatur die Gedanken und Geschichten festzuhalten. Wenn das Resultat jedoch mehr sein soll als eine Sammlung mehr oder weniger unzusammenhängender Fragmente, müssen diese an irgendeinem Punkt in eine Struktur gebracht werden. Aus Ideenfindung und -strukturierung sowie ihrer Ausarbeitung zu einem Text wird damit insbesondere bei längeren Stücken ein komplexer Arbeitsprozess. Glücklicherweise gibt es mittlerweile zahlreiche Techniken und Tools, die dabei helfen können.

Todo-Listen

Der Klassiker unter den Arbeitshilfen, die auch für Autoren unverzichtbar sind, sind Todo-Listen auf denen in der einen oder anderen Form alle Aufgaben festgehalten werden. Neben der einfachen Papier-Liste gibt es mittlerweile zahlreiche ausgeklügelte Systeme, seine Todos zu managen. Von dem sehr beliebten aber gleichzeitig sehr aufwändigen Getting Things Done über dessen Vereinfachung Zen to Done bis zum einfachen Autofocus-System. Digitale Hilfsmittel hierfür gibt es mittlerweile zuhauf. Hier eine kleine Auswahl:

  • Remember the Milk (kostenlos bis 25$/Jahr): Eines der ältesten und immer noch beliebsten Online-Todo-Systeme. Sehr mächtig und flexibel auf den eigenen Arbeitsprozess anpassbar.
  • Toodledo (kostenlos bis 90$/Jahr): Umfangreiche Sammlung von Tools, um den Arbeitsprozess zu managen. Neben Todo-Listen existiert auch die Möglichkeit, Notizen, Listen oder Outlines anzulegen.
  • Todoist (kostenlos bis 29$/Jahr): Einfacheres auf Todos spezialisiertes Tool, das es ermöglich unterschiedliche Listen für verschiedene Projekte oder Themen einzurichten.
  • Wunderlist, Teuxdeux, Doit.im,…

Outliner

Nicht auf Todos, sondern die hierarchische Strukturierung von Ideen und Gedanken fokussiert sind Outliner-Programme. Diese ermöglichen es, die zentralen Ideen eines Textes innerhalb einer hierarchischen Struktur bequem zu verschieben. Dabei spiegeln sie die lineare Form des finalen Textes wider und ermöglichen es dem Autor, den Zusammenhang und Fluß seiner Szenen oder Argumente vorab zu visualisieren. Durch Features wie Verschlagwortung erlauben sie darüber hinaus auch die Organisation von Informationen in komplexeren Strukturen. Auch das rudimentäre Verwalten von Todos und das Arbeiten im Team sind Möglichkeiten, die Outline-Programme bieten. Hier eine kleine Auswahl:

  • Workflowy (kostenlos bis 49$/Jahr): Einfach zu nutzendes und gleichzeitig sehr flexibles Outliner-Tool mit umfangreichen Möglichkeiten zur Verschlagwortung und der Zusammenarbeit mit anderen.
  • Checkvist (kostenlos bis 19$/6 Monate): Etwas komplexeres, dafür aber auch mächtigeres Tool, das eher auf die Verwaltung von Todos spezialisiert ist, jedoch auch für die Strukturierung von Texten geeignet ist.
  • LooseStitch (kostenlos bis 25$/Jahr): Outliner, der auf die Zusammenarbeit mit anderen spezialisiert ist und über einige spezifisch hierfür angepasste Features verfügt.
  • The Outliner of Giants (kostenlos bis 10$/Jahr): Eher einfacheres Tool, das explizit auf die Verwaltung von größeren Textmengen und die Strukturierung von Texten ausgerichtet ist.

Personal Kanban


Die dritte Möglichkeit, Personal Kanban, ist wieder eher darauf ausgerichtet, den Überblick im Schreibprozess zu bewahren und schnell zu erkennen, an welchen Stellen noch besonders viel Arbeit nötig ist und welche Kapitel vielleicht schon kurz vor der Fertigstellung stehen. Todos werden hier nicht nur gesammelt, sondern werden auf einer Bahn dargestellt, auf der sie sich mit fortschreitender Erfüllung nach rechts bewegen. Einzelne Kapitel wechseln dabei beispielsweise je nach persönlichen Vorlieben vom Status “Handlung skizzieren” in den Status “Ersten Entwurf schreiben” und dann in “Liegen Lassen bis Dezember”. So ist auf den ersten Blick klar, wie weit die Arbeit an dem Roman fortgeschritten ist. Dabei unterscheiden sich die unterschiedlichen Tools im Funktionsumfang nur geringfügig. Für den persönlichen Gebrauch dauerhaft kostenlos verfügbar sind zum Beispiel:

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Kommentare


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