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Besser schreiben durch Reflexion und Entspannung

10.12.2014 - von - schreiben 1 Kommentar

Für das Schreiben gilt, wie für jedes andere Handwerk auch, die alte Formel “Übung macht den Meister”. Doch wer seinen Schreibstil verbessern will, der sollte nicht nur so viel schreiben wie möglich, sondern auch diese  weiteren Tipps beherzigen.

Abraham Lincoln wird die Aussage zugeschrieben “Wenn ich acht Stunden Zeit hätte um einen Baum zu fällen, würde ich sechs Stunden die Axt schleifen.” Auch wenn niemand weiß, ob dieses Zitat tatsächlich so gefallen ist, formuliert es doch eine Wahrheit, die sich auch Autoren jedweder Couleur zu Herzen nehmen sollten. Um gut schreiben zu können, geht es nicht nur darum, möglichst viel zu schreiben und den ganzen Tag vor der Tastatur zu verbringen, sondern eben auch darum, die eigenen spachlichen und mentalen Sägen zu schärfen.

Die sprachliche Säge schärfen: Reflexion

Auch wenn gerne dazu geraten wird, einfach möglichst viel Text zu Papier oder Bildschirm zu bringen, um die eigene Schreibe zu verbessern, ist dies nur die halbe Wahrheit. Damit die reine Textproduktion tatsächlich zu einer wertvollen Übung wird, muss man sich auch die Zeit nehmen, den geschriebenen Text erneut zu lesen, seine sprachlichen Eigenheiten zu sehen und ihn bewusst zu überarbeiten. Nur dieses bewusste Üben ist das eigentliche Training.

Eine Möglichkeit, das Schreiben im Allgemeinen sowie die eigenen Stärken und Schwächen zu reflektieren, bietet sich durch das bewusste Lesen eigener wie fremder Texte. Gerade aus den Arbeiten anderer im Vergleich zu den eigenen lässt sich viel Gewinn ziehen. Insbesondere, wenn diese fremden Texte hochwertig geschrieben sind. Also ruhig mal einen Klassiker in die Hand nehmen oder, wie die Bloggerin Karen Ball vorschlägt, sogar die Bibel. Unabhängig vom eigenen Glauben ist die Bibel (oder auch der Koran) ein Buch, das die Menschen mit seinen Geschichten und seiner Sprache seit Jahrhunderten fasziniert. Warum also nicht von ihr lernen?

Eine eigene Sammlung schöner oder faszinierender Wörter kann zudem dabei helfen, den Wortschatz zu erweitern und das Gefühl für die Sprache zu schärfen. Einfach ein schönes Notizbuch hernehmen und immer wenn einem auf Papier oder Bildschirm besonders schöne, treffende oder präzise Wörter oder eine besonders elegante Formulierung über den Weg läuft, diese festhalten. Auch eigene Texte können auf diese Weise neu gelesen werden. So entsteht im Laufe der Zeit eine persönliche Sammlung, die den eigenen Schreibstil bereichert.

Die mentale Säge schärfen: Entspannung

Eine weitere wichtige Voraussetzung dafür, gut zu schreiben, ist eine gewisse Entspannung, die es erlaubt, Text fließend aus den Gedanken auf das Papier zu bringen. Eine Möglichkeit ist hier, vor dem Schreiben einfach 15 Minuten in absoluter Stille zu verbringen – auf einem Stuhl, dem Sessel oder dem Sofa. Ohne Musik oder andere Beschäftigung einfach ein wenig den Gedanken nachhängen und dem Kopf erlauben, zur Ruhe zu kommen. So schafft man Platz für die guten Ideen und räumt Kapazitäten für den kreativen Ausdruck frei. Genauso kann es helfen, einfach von der Tastatur zurückzutreten und andere Dinge zu tun. Ein kurzer Spaziergang, um den Kopf zu lüften, eine erfrischende Dusche oder ein paar Minuten spielen mit dem Haustier helfen ebenfalls dabei auf den notwendigen mentalen Raum zu schaffen.

Ist der alltägliche Stress zu groß und führt die Stille eher dazu, dass sich die Gedanken überschlagen, bieten sich unterschiedliche Entspannungstechniken an, das innere Chaos zur Ruhe zu bringen. Mit autogenem Training, Muskelentspannung und Achtsamkeitsübungen seien hier nur einige Beispiele genannt.

<Bildnachweis: Entspannung von Shutterstock>

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