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Als Enhanced eBook: 70.000 US-Dollar pro Woche mit "Alice im Wunderland"

Die Idee von Enhanced eBooks, die nicht nur der didaktisch besseren Vermittlung von Wissen dienen, sondern auch spielerisch und anschaulich Spaß am Lesen fördern, ist nicht neu. Selten wird damit aber auch wirklich Geld verdient. Ein US-Entwickler zeigt jetzt mit seiner App zum Literaturklassiker "Alice im Wunderland", wie es geht.

iPad-Nutzer zahlen für die Alice App 5 US-Dollar, für Android-Geräte ist sie bereits für 2 US-Dollar zu haben. Eine „lite“-Version ist gratis verfügbar. Seit der Veröffentlichung im August diesen Jahres generiert der Verkauf der App wöchentlich bis zu 70.000 US-Dollar, allein von iOS-Nutzern, wie das US-Magazin VentureBeat vergangene Woche unter Bezug auf den App-Entwickler Emmanuel Paletz berichtet.

Brücke bilden zwischen Buch und Film

Für Paletz erfüllt die App zeitgleich viele Eigenschaften. Irgendwo zwischen Lehrbuch und Kunstbuch ist sie außerdem Hörbuch und eBook, bietet Animationen und vermittelt den Inhalt so spielerisch. Gegenseitiges Vorlesen, das Betrachten der prachtvollen Bilder, die gemeinsame Interaktion, all das will die App Familien mitgeben.

Die Grenzen und Regeln, denen eBooks normalerweise unterliegen, wollte der Entwickler überwinden und somit ein neues Level des Eigenengagements erreichen. Ein Filmgefühl sollte entstehen, das aber nicht zu weit vom literarischen Erlebnis abweicht.

Die Geschichte selbst hat nie an Aktualität eingebüßt: Die kleine Alice, die Grinsekatze, der verrückte Hutmacher,…alles nach wie vor bekannte und beliebte Figuren. Doch anders als bei anderen Apps, die das Werk von Lewis Carroll zur Vorlage haben, handelt es sich hier nicht um ein Spiel oder einen Film, wo der literarische Teil nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Kindern, die zuvor wenig Berührungspunkte mit Literatur hatten, soll dies die Möglichkeit bieten, mit einem ähnlichen Engagement ein Buch fertig zu lesen, wie sie normalerweise einen Film schauen oder ein Videospiel spielen.

Durchs Wunderland in Serie gehen

Es ist nicht der erste Fall, wo versucht wird, anhand von Tablet-Hardware eine Story durch interaktive Features zu erweitern. Das Startup Madefire beispielsweise setzt Comicbücher digital um und betreut eine Plattform, auf der es Künstlern möglich ist, Effekte wie Bewegungen, Soundeffekte und mehr in eine grafisch dargestellte Geschichte einzubinden.

Die Alice-App auf andere Literaturklassiker oder Bücher anzuwenden, könnte wiederum etwas Zeit in Anspruch nehmen, da die Software speziell kreiert wurde. Als nächster Schritt ist der zweite Teil „Through the looking glass“ geplant und soll in absehbarer Zeit umgesetzt werden.

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