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Galileo Galilei: Biographie, 4 Entdeckungen & 13 Zitate

Galileo Galilei war ein bedeutender Astronom, Mathematiker und Physiker. Als besonders bahnbrechend gelten seine Erkenntnisse über unser Sonnensystem, die den damaligen Ansichten deutlich widersprachen. Die wichtigsten Entdeckungen Galileo Galileis, seinen Werdegang und die berühmtesten Zitate haben wir hier für dich zusammengestellt.

Dass sich die Sonne nicht um die Erde dreht, hat schon Nikolaus Kopernikus (1473-1543) vermutet. Doch erst Galileo Galilei gelang es, das heliozentrische Weltbild mit Beweisen zu untermauern. Heute gelten seine Entdeckungen als bahnbrechend. Damals jedoch machte er sich zahlreiche Feinde – denn dieses Weltbild entsprach nicht den Vorstellungen der katholischen Kirche.

Heute ist er insbesondere für diese Entdeckung bekannt und berühmt. Dabei hat er sich sein Leben lang den Naturwissenschaften gewidmet und zahlreiche weitere Erkenntnisse gewonnen. Im Folgenden fassen wir kurz sein Leben zusammen und erläutern seine wichtigsten Lebensstationen. Danach erfährst du alles über seine Entdeckungen und Werke. Im Anschluss haben wir noch Zitate und Sprüche von Galilei für dich.

Galileo Galilei: Sein Leben

Galileo Galilei: Sein Leben

Galileo Galilei wurde am 15. Februar 1564 in Pisa geboren und starb am 08. Januar 1642 in der Nähe von Florenz (Italien). Er war ein italienischer Universalgelehrter und erlangte Bekanntheit durch seine Tätigkeiten als Philosoph, Physiker, Mathematiker, Ingenieur und Astronom. Galilei machte vor allem in der Mechanik und Astronomie bedeutende Entdeckungen, die ihm Anhänger aber auch Feinde bescherten. Heute gilt er als einer der wichtigsten Begründer der modernen Naturwissenschaften.

Beeinflusst wurde Galilei durch Philosophen wie Aristoteles (384 v. Chr. – 322 v. Chr.) und Astronomen wie Nikolaus Kopernikus (1473 – 1543). Er bewies als Erster, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht andersherum. Damit widersprach er der Bibel, was dazu führte, dass die katholische Kirche ihn verurteilte und seine Lehren verbot. Erst im Jahr 1992, also fast 350 Jahre nach seinem Tod, wurde er von der Kirche rehabilitiert.

Kurzer Steckbrief

Um dir einen groben Überblick über Galileo Galileis Leben zu verschaffen, haben wir einen kurzen Steckbrief erstellt. Hier findest du die wichtigsten Eckdaten zu seinem persönlichen Leben.

  • Name: Galileo Galilei
  • Lebzeiten: geboren am 15. Februar 1564 in Pisa (Italien); gestorben am 08. Januar 1642 in Arcetri bei Florenz (Italien)
  • Berufe: Philosoph, Physiker, Mathematiker, Ingenieur und Astronom
  • Familie: Vater: Vincenzo Galilei (1520 – 1591); Mutter: Giulia di Cosimo Ammannati (1538 – 1620); Kinder: Maria Celeste (1600 – 1634), Vincenzo Gamba (1606 – 1649), Livia Galilei (1601 – 1659)

Lebenslauf

Galileo Galileis Leben besteht aus einigen Zwischenstationen, die wir stichpunktartig für dich zusammengefasst haben. Er lehrte unter anderem an Universitäten, forschte nebenbei und machte wichtige Entdeckungen vor allem in der Astronomie. Im Anschluss daran findest du einen ausformulierten Lebenslauf.

1564

  • Galileo wurde am 15. Februar in Pisa in Italien geboren
  • Er stammte aus einer verarmten Patrizierfamilie
  • Vater war Musiker, Tuchhändler, Komponist und Musiktheoretiker

1574 – 1585

  • 1575 siedelte seine Familie nach Florenz über
  • 1574 – 1578 Galilei wurde als Novize in einem Kloster erzogen
  • 1581 Beginn seines Medizinstudiums in Pisa
  • 1585 Abbruch des Medizinstudiums; Rückkehr nach Florenz und Beginn des Mathematik-Studiums

1589 – 1591

  • 1589 Antritt einer Stelle als Hochschullehrer und Inhaber des Lehrstuhls für Mathematik an der Universität Pisa
  • Entwicklung eines Thermometers, Untersuchungen von Pendelbewegungen und Fallgesetzen
  • 1591 Tod des Vaters; Galilei übernahm als ältester Sohn vermehrt Verantwortung für seine Familie

1592 – 1610

  • 1592 Berufung auf den Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Padua (in der Nähe von Venedig); Galilei lehrte dort 18 Jahre lang
  • 1600 – 1606: Geburt seiner drei Kinder mit Marina Gamba
  • 1605 Mitgliedschaft in der Florentiner Accademia della Crusca
  • 1606 Vermehrte Zuwendung zur Astronomie
  • 1609-1610 Entwicklung eines verbesserten Fernrohrs

Ab 1610

  • 1610 Ernennung zum Hofmathematiker, Hofphilosophen und zum ersten Mathematikprofessor in Pisa ohne Lehrverpflichtung; Rückkehr nach Florenz
  • 1610 Entdeckung der vier Jupitermonde
  • 1616 Kirche erlies Zensur aller kopernikanischen Schriften
  • 1630 Veröffentlichung seines Werks "Dialogo", das Galilei mit der Kirche in Konflikt brachte
  • 1633 Prozess gegen Galilei aufgrund von "Dialogo"
  • 1633 Galilei wurde wegen Ketzerei zu lebenslangem Hausarrest in Arcetri verurteilt
  • 1638 Vollständige Erblindung auf beiden Augen
  • 1642 Tod Galileo Galileis im Alter von 77 Jahren

Biographie von Galileo Galilei

In diesem Kapitel findest du die Biographie Galileo Galileis in ausführlicherer Form. Sie untergliedert sich in seine jungen Jahre, seine Zeiten als Universalgelehrter und zum Schluss seinen Prozess vor der kirchlichen Inquisition in Rom.

Herkunft und Jugend

Galileo Galilei stammt aus Pisa (Italien)

Galileis Eltern waren der Tuchhändler und Musiker Vincenzo Galilei und Giulia di Cosimo Ammannati. Aus dieser Ehe gingen sechs oder sieben Kinder hervor. Galileis Vater beschäftigte sich in seiner Freizeit gerne mit Naturwissenschaften und übertrug das Interesse auf seinen ältesten Sohn Galileo. Im Jahr 1575 siedelte die Familie schließlich von Pisa nach Florenz über, wo Galileo eine Schulbildung in einem Kloster absolvierte.

Galileis Vater schickte seinen Sohn für ein Medizin-Studium nach Pisa, welches er jedoch nach vier Jahren abbrach, um in Florenz Mathematik zu studieren. Nebenbei arbeitete Galilei in einer Werkstatt, wo er forschte und tüftelte. Seinen Lebensunterhalt verdiente er nebenbei mit Privatunterricht. Außerdem beschäftigte er sich neben seinem Studium mit der Mechanik und Hydraulik. Mit wissenschaftlichen Vorträgen und Manuskripten machte er schon in frühen Jahren auf sich aufmerksam.

Jahre als Universalgelehrter

Nach einer gescheiterten Bewerbung erhielt er schließlich im Jahr 1589 eine Stelle als Hochschullehrer in Pisa. Diese wurde jedoch nicht verlängert und so kam er 1592 nach Padua, wo er 18 Jahre lang einen Lehrstuhl für Mathematik an der Universität inne hatte. Ab 1598 pflegte er eine Beziehung zu der jungen Marina Gamba, mit der er drei Kinder bekam. Seine Vaterschaft zu den Kindern wurde jedoch nicht offiziell in den Papieren angegeben, schließlich war er nie mit Marina Gamba verheiratet.

Er erfand in diesen Jahren einen Proportionszirkel, den er anschließend auch vertrieb. Ab 1606 wendete er sich immer mehr der Astronomie zu. Zu dieser Zeit wurde in Holland das erste Fernrohr entwickelt, das Galileis Aufmerksamkeit entfachte. Er entwickelte daraus eine verbesserte Version, mit der er sowohl die Milchstraße als auch die Oberfläche des Mondes genauer untersuchen konnte. Dabei entdeckte er die vier größten Jupiter-Monde und verfasste einige Reden und Schriften.

1610 trennte er sich von Marina Gamba und kehrte mit seinen beiden Töchtern nach Florenz zurück. Einige Jahre später folgte auch sein Sohn. Der toskanische Großherzog ernannte Galilei zum ersten Mathematiker und Philosophen des Landes. Zu etwa dieser Zeit entwickelte er das heliozentrische System, bei dem nicht mehr die Erde, sondern die Sonne im Zentrum des Sonnensystems stand.

Prozess gegen Galilei

Prozess gegen Galileo Galilei

Mit seinem verbesserten Fernrohr konnte Galilei die von Kopernikus entwickelte Theorie des heliozentrischen Systems mit Beweisen stützen. Dadurch geriet er allerdings ins Visier der katholischen Inquisition, denn die Theorie widersprach den Texten der Bibel und war deshalb für die Kirche nicht haltbar. Galilei reiste 1611 nach Rom, um die kirchliche Oberbehörde von der Richtigkeit des heliozentrischen Weltbilds zu überzeugen. Der Versuch schlug jedoch fehl, was dazu führte, dass die Kirche 1616 seine gesamte Lehre verbot.

Galilei hielt sich formal an das Verbot. Mit der Veröffentlichung seines Werks "Dialogo" richtete er die Aufmerksamkeit der Kirche jedoch erneut auf sich. Es kam zu einem Prozess gegen Galilei, der mit einem lebenslänglichen Hausarrest 1633 besiegelt wurde. Die Inquisition zwang ihn zum Widerruf seiner Lehren, was Galilei auch befolgte. Legendär ist die angeblich von ihm gemurmelte Aussage "Und sie [die Erde] bewegt sich doch“ am Ende seines Prozesses. Vermutlich wurde ihm dieser Satz jedoch nachträglich in den Mund gelegt, historisch ist er nämlich nicht belegt.

Letzte Jahre und Tod

In seinem Landhaus in Arcetri verbrachte Galilei seine letzten Jahre im Hausarrest. Er widmete sich weiteren Forschungen und Untersuchungen, erblindete jedoch einige Jahre vor seinem Tod auf beiden Augen. Am 08. Januar 1642 starb er im Alter von 77 Jahren. Erst um das Jahr 1757 wurden seine Lehren schließlich anerkannt. Und erst 1992, also fast 350 Jahre nach seinem Tod, erkennt der Vatikan das Unrecht an der Verurteilung Galileis an.

Entdeckungen und Erfindungen von Galileo Galilei

Galileis Leistungen beschränken sich nicht nur auf seinen Entdeckungen. Auch sein experimentelles Vorgehen war für seine Zeit herausragend. Er entwickelte nicht nur das Fernrohr weiter, sondern entdeckte auch die Monde des Jupiters und konnte als einer der Ersten die Oberfläche des Erd-Mondes bestimmen. Im Folgenden findest du einige Entdeckungen und Erfindungen Galileis im Überblick.

Heliozentrisches Weltbild

Galilei belegte das heliozentrische Weltbild mit Beweisen

Seine wohl bedeutendsten Forschungsergebnisse zum Sonnensystem gibt Galileo Galilei 1615 preis: Er präsentierte das heliozentrische Weltbild. Hierin erklärt er, dass sich die Sonne nicht, wie zuvor allgemein angenommen, um die Erde dreht, sondern genau andersherum. Galilei erkannte, dass sich alle Planeten um die Sonne drehen, was diese in den Mittelpunkt des Sonnensystems stellte. Laut der katholischen Kirche befand sich allerdings die Erde im Mittelpunkt des Weltraums. Deshalb kam es zu mächtig Aufruhr, als Galilei seine Schriften veröffentlichte und der Bibel damit öffentlich widersprach. Eine Auseinandersetzung mit der kirchlichen Inquisition führte dazu, dass seine Schriften auf die Liste der verbotenen Literatur gesetzt wurden.

Die Theorie entwickelte allerdings nicht Galileo Galilei selbst. Seine Annahme stützte sich lediglich auf die Ansichten Kopernikus, welcher einige Jahrzehnte zuvor lebte. Dieser konnte seine Theorie allerdings nie beweisen, denn erst das Fernrohr ermöglichte eine gute Beweisführung.

Das Galilei-Fernrohr

Auch die Entwicklung des Fernrohrs ist nicht allein Galileis Verdienst. Der Holländer Hans Lipperhey erfand um das Jahr 1608 dieses nämlich vor ihm. Galilei wurde 1609 darauf aufmerksam und entwickelte das Modell weiter. Damit verbesserte er es maßgeblich, was dazu führte, das das Fernrohr eine bis zu 33-fache Vergrößerung erreichen konnte.

Als einer der ersten Forscher nutzte Galilei das Fernrohr zur Untersuchung des Himmels. Bis dahin waren die Menschen zur Himmelsbeobachtung auf das bloße Auge angewiesen, wodurch sie schnell an ihre biologischen Grenzen stießen.

Jupitermonde

Galilei entdeckte die vier größten Monde des Jupiters

Galilei erkannte, dass die Oberfläche unseres Mondes rau und uneben ist und zahlreiche Krater und Erhebungen besitzt. Mit dem Fernrohr konnte er aber noch weit darüber hinaus blicken. So entdeckte er als Erster die vier größten Monde des Jupiters mit den Namen Io, Ganymed, Europa und Kallisto. Diese werden heute auch als Galileische Monde bezeichnet. Außerdem erkannte Galilei, dass die Milchstraße aus zahlreichen Sternen besteht. Bis dahin wurde angenommen, dass die Milchstraße ein nebliges Gebilde ist, da sie mit dem bloßen Auge so erscheint. Im Jahr 1610 veröffentlichte er seine Erkenntnisse und wurde auf einen Schlag berühmt.

Festigkeitslehre

Galilei erkannte außerdem, dass die Tragfähigkeit von Balken am größten ist, wenn man diese hochkant stellt (und nicht flachkant). Damit setzte er als Erster äußere Belastungen in Relation mit inneren Spannungen. Galilei veröffentlichte seine Ergebnisse mit dem Wissen, damit eine neue Wissenschaft begründet zu haben.

Zitate von Galileo Galilei

In diesem Kapitel haben wir einige der bekanntesten Galileo-Galilei-Zitate für dich zusammengestellt. Auf diese Weise erhältst du einen tieferen Einblick in seine Denkweise und Weltansicht. Vielleicht dienen sie dir auch als Inspiration oder Motivation. Hier findest du weitere Sprüche zum Nachdenken.

Nicht dabei ist der legendäre Satz "Und sie dreht sich doch" (Original: "Eppur si muove"). Diesen soll Galileo Galilei nach dem Prozess vor der Inquisition gemurmelt haben. Das ist allerdings nicht historisch belegt und deshalb nur ein Mythos.

  1. Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.
  2. Alle Wahrheiten sind leicht verständlich von dem Zeitpunkt an, wo sie aufgedeckt werden.
  3. Im großen Buch der Natur kann nur der lesen, der die Sprache kennt, in welcher dieses Buch geschrieben ist, und diese Sprache ist die Mathematik.
  4. Zweifel ist der Vater der Erfindung.
  5. Zwei Wahrheiten können sich nie widersprechen.
  6. Man kann einen Menschen nichts lehren; man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu finden.
  7. Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt, und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher.
  8. Wer die Geometrie begreift, vermag in dieser Welt alles zu verstehen.
  9. Die Natur ist unerbittlich und unveränderlich, und es ist ihr gleichgültig, ob die verborgenen Gründe und Arten ihres Handelns dem Menschen verständlich sind oder nicht.
  10. Das Buch der Natur ist mit mathematischen Symbolen geschrieben.
  11. Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen.
  12. Alles messen, was messbar ist – und messbar machen, was noch nicht messbar ist.
  13. Mathematik ist das Alphabet, mit dessen Hilfe Gott das Universum beschrieben hat.
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