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Crowdfunding: Mit 10 Fragen und Antworten zur erfolgreichen Kampagne

Hast du eine tolle Geschäftsidee, ein spannendes Projekt oder eine zündende Zukunftsvision und nur leider nicht das nötige Kleingeld, um deine großen Pläne in die Tat umzusetzen? Eine beliebte und erfolgsversprechende Möglichkeit zur Finanzierung gerade auch kultureller Projekte ist das Crowdfunding. Hier beantworten wir 10 wichtige Fragen, die dir garantiert weiter helfen werden, deine Ideen mit finanzkräftigen Unterstützern zu realisieren.

Was ist eigentlich Crowdfunding?

Das Social Web bietet viele Möglichkeiten, eine davon ist das immer beliebter werdende Crowdfunding. Dabei hast du die Möglichkeit, eine Geschäftsidee zu verwirklichen, indem du auf bestimmten Internetplattformen für deine Idee wirbst. In Abgrenzung dazu verkaufst du beim Crowdinvesting einen gewissen Anteil des Projekts an deine Unterstützer, die dir im Gegenzug dafür einen Betrag an Geld oder auch andere Hilfen zukommen lassen, um deine Idee Realität werden zu lassen. Wie du dein Crowdfunding-Projekt am besten anfängst, was du beachten solltest und wie du am schnellste zum Ziel kommst, erfährt du in den nächsten Abschnitten.

Wie fange ich an?

Bevor du dein Projekt angehst, potentielle Geldgeber einsammelst und damit dann auf eine der großen Crowdfunding Plattformen gehst, solltest du schon den ein oder anderen Unterstützer haben, der hinter deinem Projekt steht. Damit verhinderst du, dass du in der Bedeutungslosigkeit einer Corwdfundingwebseite untergehst, bevor du dein Ziel erreicht hast. Eine kleine oder auch schon etwas größere Anzahl von Geldgebern macht dein Projekt interessanter und erhöht die Aufmerksamkeit von Nutzern. Du solltest von Beginn an darauf achten dich abzuheben, denn Geld für Ideen und Projekte wollen natürlich viele.

Wie finde ich erste Unterstützer für meine Crowdfunding-Kampagne?

Um die ersten Geldgeber und Unterstützer zu finden, solltest du klein beginnen und erst einmal dein privates Umfeld von deiner Idee in Kenntnis setzen. Nutze dafür deine Accounts in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter. Wichtig ist auch, dass du auf die Reaktionen der Personen achtest, denen du von deiner Idee erzählst. Oft haben Außenstehende einen anderen Blick und gute Ideen, die dein Projekt weiterbringen können. Wichtig ist auch, dass dir vorher bewusst ist. wen du mit deinem Projekt ansprechen willst. Mache dir klar, wer deine Zielgruppe ist.

Wie präsentiere ich mein Crowdfunding-Projekt?

Egal ob zu Beginn oder auch schon in einem fortgeschritten Stadium der Idee gilt hier die Regel: Je visueller, desto besser. Produziere einen kleinen Film oder eine Powerpoint-Präsentation, die deine Idee kurz und knapp auf den Punkt bringt. Wichtig ist, dass potentielle Unterstützer sofort verstehen, worum es in der Idee geht und warum sie erfolgreich sein wird.

Wie baue ich Vertrauen auf?

Um mögliche Geldgeber zu überzeugen, solltest du unbedingt Vertrauen aufbauen, denn keiner gibt gerne sein Geld an fremde Menschen, denen er nicht vertraut. Dafür ist es besonders wichtig, dein Gesicht zu zeigen. Wenn du sympathisch und vertrauensvoll auftrittst und dann auch noch sehr überzeugend bist, wirkt sich das mit Sicherheit auf interessierte Finanziers aus.

Welches ist mein passendes Crowdfunding-Modell?

Crowdfunding ist nicht gleich Crowdfunding. Im Prinzip wird dabei nämlich zwischen unterschiedlichen Modellen unterschieden. Du solltest also zu Beginn deiner Crowdfunding-Kampgane festlegen, welches Modell für dich und dein Projekt am geeignetsten ist. Hier ein Überblick über unterschiedliche Methoden, die für dich in Frage kommen könnten. Natürlich kannst du auch deine eigene Mischform entwerfen.

Klassisches Crowdfunding

Beim klassischen Crowdfunding erhält der Unterstzützer meistens ein nicht-finanzielles Dankeschön für seine Leistung. Bei einem Filmprojekt könnte das zum Beispiel die Erwähnung im Abspann sein. Klassisches Crowdfunding eignet sich besonders im Kulturbereich oder für neue Produktideen, aber eigentlich für alle Arten von Projekten.

Crowdinvesting

Hier erhält der Geldgeber einen bestimmten vorher festgelegten Anteil vom Gewinn oder vom Unternehmen. Da es sich aber meistens um kleinere Geldbeträge handelt, fallen die Anteile eventuell später nicht mehr so ins Gewicht. Auch diese Art des Crowdfunding eignet sich für alle Arten von Projekten. Tatsächlich ist es hier etwas einfacher Geldgeber zu finden, da du ja eine monetäre Gegenleistung anbietest.

Spenden-Crowdfunding

Diese Art des Crowdfunding basiert, wie der Name schon sagt, auf Spenden und ist für dich natürlich die vorteilhafteste Art und Weise an Geld zu kommen, da du dich von allen Verpflichtungen frei machst, die im Nachhinein noch auf dich zukommen könnten. Allerdings ist hier natürlich die Art der Projekte oft beschränkt. In den meisten Fällen spenden Menschen nämlich nur für sinnvolle Dinge wie Hilfsprojekte im gemeinnützigen Bereich.

Crowdlending

Beim Crowdlending leihst du dir das Geld und versprichst, das Kapital zu einem bestimmten Zinssatz und zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückzuzahlen. Das schafft dir natürlich bei einem erfolgreichen Projekt im Nachhinein sehr viele Freiheiten, da du dann keine Verpflichtungen mehr hast, setzt dich aber wegen des Rückzahlungsdatums unter Druck. Dennoch ist ein weiterer Vorteil ein möglicherweise günstigerer Zinssatz als bei Banken.

Egal für welches Modell du dich entschiedest, wichtig ist bei allen, dass die Geldgeber deine eigene Motivation verstehen. So sollte zum Beispiel jedem klar werden, dass du mit einem Charity-Projekt auch wirklich keinen Profit machen möchtest. So findest du wesentlich besser geeignete Spender.

Welche Crowdfunding-Plattform sollte ich wählen?

Kickstarter: Die Nummer 1 unter den Crowdfunding-Plattformen

Die Wahl der richtigen Crowdfunding-Plattform spielt eine entscheidende Rolle. Hier gibt es eine große Anzahl an unterschiedlichen Angeboten, die je nach Thema sehr fokussiert aufgestellt sind oder aber generelle Angebote haben. Vorreiter und Weltmarktführer ist das US-Unternehmen Kickstarter, die deutsche Nummer 1 heißt Startnext. Diese beiden Plattformen sollten auch deine ersten Anlaufstellen sein.

Eine Sache, die du definitiv beachten solltest bevor du dich entscheidest ist, ob du eine regionale, nationale oder internationale Kampagne starten willst. Vergleiche am besten unterschiedliche Plattformen von Kickstarter bis untereinander und entscheide dann welche für dein Projekt am meisten Sinn ergibt.

Was ist meine Zielsumme für die Crowdfunding-Kampagne?

Der wichtigste Tipp für die Summe, die du für dein Projekt zusammenbekommen möchtest, ist: Plan eine realistische Summe, die jeder auch nachvollziehen kann. In den meisten Fällen gilt auf den Crowdfunding-Plattformen das „Alles-oder-nichts-Prinzip“. Das heißt, dass im Falle eines Scheiterns des Fundingprojektes, also wenn die Summe nicht zusammen kommt, jeder sein Geld zurück erhält, das er bereits gezahlt hat. Um die nötige Transparenz zu schaffen, sorge dafür, dass die einzelnen Kostenblöcke nachvollziehbar sind. Jeder der für ein Projekt Geld spendet oder sonstige Unterstützung bereitstellt, möchte nämlich wissen, wofür es verwendet wird. Das erhöht die Erfolgschancen enorm.

Bei der Kalkulation des Projektes solltest du außerdem nicht vergessen, die Kosten für die versprochenen Gegenleistungen mit einzukalkulieren. Bei einem Filmprojekt sind das zum Beispiel dann die DVDs, die jeder Geldgeber erhält. Hier ist auch auf die Versandkosten zu achten. Außerdem nehmen viele Crowfunding-Plattformen für ihre Dienstleistung Gebühren, die ebenfalls einkalkuliert werden sollten.

Um den Geldgebern, also der Crowd eine Auswahl an Gegenleistungen zu bieten, solltest du dir auch überlegen wie du diese Leistungen staffeln kannst. Es ergibt durchaus Sinn, verschiedene Gegenleistungen auf verschiedenen Spenden und Preisniveaus anzubieten. So können sich auch Menschen beteiligen, die weniger ausgeben möchten.

Wie schaffe ich Transparenz?

Wwichtig für das Gelingen einer Funding-Aktion ist eine gewisse Transparenz für die Crowd. Nicht nur beim Einstieg solltest du Klartext sprechen. Auch bei allen weiteren Schritten ist es wichtig, dass du die Crowd mit in dein Projekt einbeziehst. Wenn die Geldgeber den Fortschritt und die Finanzierung nachvollziehen können, kommen seltener unbequeme Fragen auf. Außerdem können bestimmte Rückmeldungen eine gute Unterstützung sein. Bei einem guten Kontakt zwischen dir und deinen Geldgebern erhöhst du außerdem die Chance, dass diese Leute deine Idee weitertragen und dadurch mehr Spender generiert werden. Also, gehe auf alle Rückfragen und Kommentare genau und transparent ein.

Gibt es ein Patentrezept für erfolgreiches Crowdfunding?

Trotz dieser Tipps und vielen Meinungen von Experten und Fachleuten ist es wichtig, dass du deinen eigenen Weg findest. Es gibt für das Crowdfunding, wie für viele Dinge im Leben, kein Patentrezept das hundertprozentig funktioniert. Oft ist der Erfolg eines Crowdfunding-Projektes nämlich an kleine innovative Ideen von dir selbst geknüpft. Mit guten Ideen für ein Projekt, Überzeugungskraft, Willen und ein wenig Glück steht deinem Projekt nichts im Weg.

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