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60 beliebte Sprichwörter für jeden Anlass – und ihre Bedeutung + Herkunft

Sprichwörter begleiten uns im Alltag und gehören fest in unseren Sprachgebrauch. Sie werden oft genutzt, um Argumente zu bekräftigen oder um kleine Ratschläge zu geben. Wir haben die bekanntesten Sprichwörter für dich zusammengestellt und informieren dich über ihre Bedeutung und Herkunft.

Wissenswertes über Sprichwörter

Sprichwörter gehören zu unserer Alltagssprache dazu. Wir verwenden sie automatisch und gehen davon aus, dass unser Gesprächspartner seine Bedeutung versteht. In den älteren Generationen werden häufig noch mehr Sprichwörter verwendet als in den Jüngeren. Ausdrücke wie „Das macht den Braten auch nicht mehr fett.“ schwinden langsam. Dennoch wissen die meisten, was sie bedeuten, da sie immer noch im Umlauf sind. Im Folgenden verraten wir dir etwas über die Geschichte der Sprichwörter und ihren Unterschied zu Redewendungen, definieren ihre Bedeutung und begründen verwirrende Mischformen.

Geschichte

Geschichte von Sprichwörtern

Sprichwörter sind oft kurze volkstümliche Aussagen, die über Generationen überliefert worden sind. Sie beschreiben in der Regel ein bestimmtes Verhalten oder eine Lebenserfahrung, die sich fest im Thesaurus, also dem Wortschatz einer Sprache etabliert hat. Der wissenschaftliche Begriff für das Sprichwort ist die Parömie. Sprichwörter sind unterschiedlich alt und stammen aus unterschiedlichen Epochen unserer Zeit. Im Mittelalter, genauer ab dem 12. Jahrhundert wurden sie vor allem verwendet, um universell geltende Aussagen treffen zu können und Argumentationspunkte durch ihre Allgemeingültigkeit zu bekräftigen. Eine gewisse Skepsis gegenüber den Sprichwörtern kristallisierte sich erst im Spätmittelalter um das 14. Jahrhundert heraus.

Definition

Wir haben drei verschiedene Definitionen des Sprichworts für dich ausgewählt. Sie beschreiben übersichtlich, welche Eigenschaften ein Sprichwort ausmachen und grenzen es zu den volkstümlichen Floskeln ab, die in der Regel nicht viel aussagekraft haben. Den Unterschied zu Redewendungen erklären wir dir im folgenden Kapitel.

  1. „Ein Sprichwort ist ein kurzer Satz, der sich auf lange Erfahrung gründet.“
    (Miguel de Cervantes, spanischer Schriftsteller)
  2. „Ein Sprichwort ist ein allgemein bekannter, fest geprägter Satz, der eine Lebensregel oder Weisheit in prägnanter, kurzer Form ausdrückt.“
    (Wolfgang Mieder, Sprach- und Literaturwissenschaftler)
  3. „Sprichwort, auch Proverb: knapp und treffend formulierte Lebensweisheit, die bestimmte gesellschaftliche Erfahrungen in hohem Grade verallgemeinert. Ihr Autor ist unbekannt; oft von volkstümlicher Bildhaftigkeit.“
    (Lexikon sprachwissenschaftlicher Termini. Leipzig: VEB Bibliographisches Institut 1985. S. 227.)

Unterschied Sprichwörter und Redewendungen

Oft werden die Begriffe „Sprichwort“ und „Redewendung“ fälschlicherweise synonym verwendet. Der Unterschied liegt in der Flexibilität ihrer Verwendung: Ein Sprichwort ist nicht flexibel und lässt sich als Spruch nur in einer bestimmten Reihenfolge als feststehender Satz verwenden. Eine Redewendung hingegen kann auch lediglich eine Phrase oder ein bestimmter Begriff sein, der sich flexibel in die verschiedensten Sätze einbauen lässt. Sowohl Sprichwörter als auch Redewendungen gehören zu unserem Kulturgut und werden oft und gerne verwendet.

Beispiele für Sprichwörter:

  1. Ausnahmen bestätigen die Regel.
    Bedeutung: Die Erwähnung einer Ausnahme lässt darauf schließen, dass es eine Regel gibt.
    Herkunft: Aus dem Lateinischen.
  2. Hochmut kommt vor dem Fall.
    Bedeutung: Überheblichkeit, Selbstüberschätzung und Arroganz verursachen Scheitern.
    Herkunft: Biblisch.
  3. Danach kräht kein Hahn.
    Bedeutung: Etwas ist nicht von Interesse, nicht erwähnenswert, ohne Bedeutung.
    Herkunft: Neues Testament.

Beispiele für Redewendungen:

  1. Das A und O
    Bedeutung: das Wichtigste, das Wesentliche; kommt von Alpha und Omega – der Anfang und das Ende.
  2. 08/15
    Bedeutung: mittelmäßig, gewöhnlich, einfach, schlicht
  3. ein Auge auf jemanden/etwas werfen
    Bedeutung: Gefallen an jemandem/etwas finden.

Sprichwörter in anderen Sprachen

Sprichwörter in anderen Sprachen

Da Sprichwörter sich von Sprache zu Sprache unterscheiden, lassen sie sich nicht immer eins zu eins übersetzen. Auch wenn ihre Bedeutung manchmal ähnlich ist, so finden sich unterschiedliche Formulierungen in den verschiedenen Sprachen. Ein Beispiel wäre das deutsche Sprichwort „Hals und Beinbruch.“, das im Englischen „Break a leg.“, also wörtlich übersetzt „Brich (dir) ein Bein.“ heißt. Das Sprichwort bedeutet nichts anderes als „Viel Erfolg./Viel Glück.“ Deshalb ist es insbesondere beim Sprachen lernen wichtig, auch geläufige Sprichwörter miteinzubeziehen. Diese Tatsache macht das sprachenübergreifende Verwenden von Sprichwörtern noch schwieriger und sorgt umso mehr für Verwirrung im Fremdsprachengebrauch.

Es gibt allerdings auch einige Sprichwörter, die sich wörtlich übersetzen lassen. Zum Beispiel bedeutet das englische „The early bird catches the worm.“ exakt dasselbe wie das deutsche Sprichwort „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“, vergleichbar mit dem Sprichwort „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“. Die Bedeutung ließe sich auch noch deutlicher sagen: Wer schnell handelt, hat einen Vorteil.

Missglückte Sprichwörter

Interessant ist, dass es mittlerweile immer mehr Mischformen von Sprichwörtern gibt oder einzelne Wörter plötzlich ersetzt werden und sie die ursprüngliche Form entfremden. Das liegt zum einen daran, dass die jüngere Generation keinen richtigen Bezug mehr zu den Sprichwörtern hat und zum anderen, dass durch die exponentiell wachsende Globalisierung und die steigende Migration mehr Sprachkontakt und Sprachvermischung möglich ist. Somit können beispielsweise englische Sprichwörter wörtlich ins Deutsche übersetzt werden oder beim Lernen der deutschen Sprache Sprichwörter und Redewendungen durcheinander gebracht werden.

Beispiele für missglückte Sprichwörter:

  1. Man sollte immer noch einen Triumph im Ärmel haben.
    Richtig wäre es: „Man sollte immer noch einen Trumpf/ein Ass im Ärmel haben.“
  2. Da ist Hoffnung und Schmalz verloren.
    Richtig wäre es: „Da sind Hopfen und Malz verloren.“
  3. In der Kraft liegt die Ruhe.
    Richtig wäre es: „In der Ruhe liegt die Kraft.“
  4. Wir müssen schließlich alle am selben Boot ziehen.
    Das ist eine Mischform aus „Wir müssen alle am selben Strang ziehen.“ und „Wir sitzen alle im selben Boot.“

60 Sprichwörter, ihre Bedeutung und Herkunft

In diesem Kapitel findest du zahlreiche Sprichwörter, die du zu den unterschiedlichsten Anlässen verwenden kannst. Wir helfen dir dabei, sie zu verstehen, indem wir dir ihre Bedeutung und ihre Herkunft genauer erklären. Du hast sicherlich schon einige von ihnen benutzt, ohne genaueres über sie zu wissen. Sprichwörter gehören zwar fest in unseren Wortschatz, doch auch innerhalb Deutschlands können sie regional unterschiedlich verwendet werden. Wenn du einem Sprichwort begegnest, das du nicht kennst, kannst du es hier nachschauen.

  1. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
    Bedeutung: Wer zuerst da ist, hat einen Vorteil.
    Herkunft: Im Mittelalter mussten sich die Bauern mit ihrem Getreide vor der Mühle anstellen und warten bis sie ihr Korn mahlen konnten. Wer zuerst da war, konnte schnell mit seinem Mehl wieder nach Hause gehen. Die Bauern, die spät kamen, mussten lange in der vollen Schlange stehen.
  2. Scherben bringen Glück.
    Bedeutung: Wenn etwas zerbricht, wirst du Glück haben.
    Herkunft: Das laute Klirren von Glas oder Geschirr soll böse Geister vertreiben. Früher hatte das Wort „Scherbe“ die Bedeutung „Tongefäß“ und viele gefüllte „Scherben“ bedeuteten genügend Vorräte und somit Glück.
  3. Morgenstund hat Gold im Mund.
    Bedeutung: Frühes Aufstehen lohnt sich. Morgens lässt es sich besser arbeiten, somit erreichen Frühaufsteher mehr.
    Herkunft: Es ist die wortgetreue Übersetzung des lateinischen Lehrbuchsatzes „aurora habet aurum in ore“. Er verweist auf die personifizierte Morgenröte (aurora), die Gold im Mund und Gold im Haar trägt. Früher wurde „Morgenstund hat Gold im Mund“ durch einen Brief des Erasmus von Rotterdam an seinen Schüler nachgewiesen. Er gab ihm den Rat „aurora musis amica“ (die Morgenstunde als Freundin der Musen), das heißt so viel wie „Morgens studiert man am besten“.
  4. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
    Bedeutung: Der äußere Schein trügt. Defizite, Fehler und Mängel kann man oft erst bei näherem Hinsehen entdecken. Etwas wird nicht so gehalten, wie es versprochen wurde.
    Herkunft: Nicht belegt.
  5. Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
    Bedeutung: Wer anderen eine Falle stellt, fällt selbst hinein. Es wird vor verwerflichem Handeln gewarnt: Wer anderen schaden will, läuft auch Gefahr, sich selbst zu schaden.
    Herkunft: Dieses Sprichwort kommt aus dem Alten Testament: „Wer eine Grube gräbt, der kann selbst hineinfallen.“ (Koh 10,8)
  6. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.
    Bedeutung: Sich von scheiternden, erfolglosen Plänen oder Unternehmungen abwenden oder vor einer unangenehmen Situation flüchten.
    Herkunft: Früher waren Ratten auf Segelschiffen verbreitet. Laut Seemannsglauben verließen sie bei drohendem Untergang als zuerst das Schiff und wurden zum Indikator für bevorstehende Schiffsunglücke.
  7. Schuster, bleib bei deinem Leisten.
    Bedeutung: Kritisiere nichts, von dem du keine Ahnung hast. Bleibe bei dem, womit du dich auskennst.
    Herkunft: Dieses Sprichwort wird auf den Maler Apelles zurückgeführt. Ein Schuster bemerkte, dass in einem seiner Gemälde eine Öse an einem Schuh fehlte. Apelles ergänzte die Öse. Als der stolze Schuster daraufhin auch noch ein Bein kritisierte, entgegnete Apelles, dass der Schuster bei seinem Leisten bleiben solle. (Der Leisten ist meist aus Holz und bildet einen menschlichen Fuß nach. Er ist dem Schuster beim Modellieren des Schuhs behilflich.)
  8. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.
    Bedeutung: Wirf niemandem seine Fehler oder Eigenschaften vor, die du selbst hast.
    Herkunft: Aus Deutschland. Genaueres ist nicht belegt.
  9. Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.
    Bedeutung: Glück oder Erfolg ist manchmal auch trotz mangelnder Fähigkeiten möglich. Eine Sache kann auch durch Zufall gelingen.
    Herkunft: Der Ursprung ist nicht eindeutig belegt. Meist wird dieses Sprichwort abwertend verwendet und verweist auf mangelndes Können.
  10. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.
    Bedeutung: Man soll unumgängliche oder wichtige Aufgaben direkt erledigen, anstatt sie immer weiter nach hinten zu verschieben. Sie summieren sich, verursachen mehr Stress und müssen ohnehin irgendwann erledigt werden. Eine weitere Möglichkeit ist, dass sich eine Gelegenheit eröffnet, die genutzt werden soll, bevor sie verstreicht.
    Herkunft: Vermutlich aus Luthers Bibelübersetzung.
  11. Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
    Bedeutung: Gib dich lieber mit etwas Sicherem, Alltäglichem zufrieden, dass du sicher erreichen kannst, als etwas Größeres und Wertvolleres zu wollen, bei dem ein Risiko besteht, das du es nicht erreichst.
    Herkunft: Dieses Sprichwort appelliert an die Genügsamkeit der Menschen. Sie sollen zufrieden sein, mit dem, was sie haben und nicht von Unerreichbarem Träumen.
  12. Stille Wasser sind tief.
    Bedeutung: Introvertierte Menschen haben eine Seite an sich, die sie im Verborgenen halten. Das Sprichwort wird zum Beispiel verwendet, wenn jemand Schüchternes auf einmal durch lautes und auffälliges Auftreten überrascht oder jemand der sein Können sonst nicht zeigt, plötzlich mit besonderen Fähigkeiten beeindruckt.
    Herkunft: Aus der Natur. Gewässer mit ruhiger Oberfläche können weiter unten starke Strömungen enthalten. Das Äußere lässt den Kern nicht vermuten.
  13. Aller guten Dinge sind drei.
    Bedeutung: Eine Art Rechtfertigung, dass der dritte Versuch, etwas zu tun, klappen wird.
    Herkunft: Die Zahl drei hatte eine große Bedeutung im germanischen und mittelalterlichen Rechtswesen. Germanische Volks- und Gerichtsversammlungen wurden dreimal im Jahr abgehalten und auch ein Angeklagter wurde dreimal geladen, bevor er in seiner Abwesenheit verurteilt wurde.
  14. Hochmut kommt vor dem Fall.
    Bedeutung: Überheblichkeit, Selbstüberschätzung und Arroganz führen zum Fall beziehungsweise zum Scheitern.
    Herkunft: Dieses Sprichwort entstammt der Bibel. In der ersten Übersetzung lautete es: „Stolzer Mut kommt vor dem Fall”.
  15. Ist dir eine Laus über die Leber gelaufen? / Dem ist eine Laus über die Leber gelaufen.
    Bedeutung: Hast du schlechte Laune? Hat dich etwas geärgert? Oft wird der Begriff für Kleinigkeiten verwendet, die Ärger erregen.
    Herkunft: Das Sprichwort beruht auf der mittelalterlichen Annahme, dass sich in der menschlichen Leber die Quelle für Leidenschaft, Temperament und auch Zorn befinde. Die Laus steht für etwas Kleines, Unbedeutendes und fügte sich erst später in das Sprichwort. Vorher hier es lediglich: Ist dir etwas über die Leber gelaufen? / Dem ist etwas über die Leber gelaufen.

Weitere Sprichwörter und ihre Bedeutung

Sprichwörter und ihre Bedeutung

Nachdem wir einige noch sehr geläufige Sprichwörter bezüglich ihrer Bedeutung und ihrer Herkunft erläutert haben, findest du hier eine Liste mit weiteren Sprichwörtern. Wir haben ihre Bedeutung hier nur kurz zusammengefasst, damit wir dir ein breites Spektrum an Sprichwörtern präsentieren können und du schnell findest, was du suchst. Vielleicht entdeckst du sogar ein neues Sprichwort, das du gern in deinen alltäglichen Sprachgebrauch integrieren kannst. Wenn du dich viel mit Sprachen und ihren Facetten beschäftigst, verbessern sich nicht nur deine rhetorischen Fähigkeiten, sondern auch deine Schreibfähigkeiten.

  1. Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
    Bedeutung: Jeder hat seinen eigenen Geschmack. Für jeden ist etwas anderes schön.
  2. Lange Rede, kurzer Sinn.
    Bedeutung: Wird gesagt, wenn man um etwas drum herum redet, obwohl man es hätte kürzer ausdrücken können. Auf „Lange Rede, kurzer Sinn“ folgt dann oft eine prägnante Zusammenfassung des Gesagten.
  3. Das geht auf keine Kuhhaut.
    Bedeutung: Das ist nicht hinnehmbar, eine Frechheit, nicht zu ertragen, übersteigt das Maß.
  4. Lügen haben kurze Beine.
    Bedeutung: Lügen werden nach kurzer Zeit aufgedeckt und lohnen sich nicht. Ähnlich wie: „Ehrlich währt am längsten“.
  5. Alle Wege führen nach Rom.
    Bedeutung: Es gibt mehrere Wege eine Aufgabe zu erledigen. Vergleichbar mit: „Alle Flüsse fließen ins Meer.“
  6. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
    Bedeutung: Ein Kind übernimmt Eigenschaften oder Verhaltensweisen der Eltern oder ein Kind hat offensichtliche Erbmerkmale der Erscheinung seiner Eltern.
  7. Alte Liebe rostet nicht.
    Bedeutung: Wer sich schon lange liebt, der wird sich auch in Zukunft lieben.
  8. Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln.
    Bedeutung: Ein Mensch, der ohne hohen geistigen Aufwand einen hohen Gewinn erzielt.
  9. Alter vor Schönheit.
    Bedeutung: Die Jüngeren lassen den Älteren den Vortritt. Diese Sprichwort wird heute oft ironisch-abwertend verwendet und kann missverstanden werden.
  10. Der Teufel ist ein Eichhörnchen.
    Bedeutung: Man darf sich nie zu sicher sein, auch aus vermeintlich Harmlosem kann unerwartet Böses hervortreten.
  11. Alter schützt vor Torheit nicht.
    Bedeutung: Auch alte und erfahrene Menschen machen Fehler.
  12. Die Katze lässt das Mausen nicht.
    Bedeutung: Man kann die festen Angewohnheiten eines Menschen nicht ändern.
  13. Angriff ist die beste Verteidigung.
    Bedeutung: Offensives Verhalten führt eher zu erfolgreicher Abwehr als Defensives.
  14. Ein gebranntes Kind scheut das Feuer.
    Bedeutung: Wer einmal schlechte Erfahrungen mit etwas gemacht hat, wird es vermutlich nicht wieder tun.
  15. April, April, der weiß nicht, was er will.
    Bedeutung: Im April ist das Wetter unbeständig und kann schnell wechseln.
  16. Ein Unglück kommt selten allein.
    Bedeutung: Unglück hat oft die Eigenschaft gehäuft aufzutreten, beziehungsweise ein Unglück verursacht weiteres Unglück.
  17. Auf jeden Topf gehört ein Deckel.
    Bedeutung: Für jeden Menschen gibt es einen anderen Menschen, der gut zu ihm passt, beziehungsweise jeder sollte irgendwann einen Partner finden.
  18. Eine Hand wäscht die andere.
    Bedeutung: Auf eine Gefälligkeit folgt eine Gegenleistung. Man muss sich gegenseitig helfen.
  19. Auf Regen folgt Sonnenschein.
    Bedeutung: Nach schlechten Zeiten können nur Bessere folgen.
  20. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
    Bedeutung: Auch wer seine Verpflichtungen immer weiter aufschiebt, lässt sie nicht verschwinden.
  21. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
    Bedeutung: Ein einzelnes positives Ereignis bedeutet noch nicht, dass der Umschwung geschafft ist.
  22. Auge um Auge, Zahn um Zahn.
    Bedeutung: Ein zugefügter Schaden muss in gleichem Maße beglichen werden.
  23. Ende gut, alles gut.
    Bedeutung: Der positive Ausgang einer Sache lässt die negativen Dinge, die sich vorher ereignet haben, unwichtig werden.
  24. Aus den Augen, aus dem Sinn.
    Bedeutung: Sofortiges Vergessen einer Angelegenheit, Sache oder Person, sobald sie „außer Sichtweite ist“.
  25. Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist.
    Bedeutung: Man muss schnell handeln, bevor die Chance verstreicht.
  26. Früh übt sich.
    Bedeutung: Je früher man etwas lernt, umso schneller wird man ein Meister darin.
  27. Aus Fehlern lernt man.
    Bedeutung: Fehler und schlechte Erfahrungen vermeiden, dass du dieselben wieder machst.
  28. Gegensätze ziehen sich an.
    Bedeutung: Menschen ohne Gemeinsamkeiten wirken attraktiv aufeinander.
  29. Aus nichts wird nichts.
    Bedeutung: Wer nichts tut, wird nichts bekommen. Vergleichbar mit „Wir ernten, was wie säen“.
  30. Kleider machen Leute.
    Bedeutung: Überzeugungen über innere Werte, Moralvorstellungen und Charakter, die sich eine Person bildet, wenn sie das äußeres Erscheinungsbild einer anderen Person betrachtet.
  31. Besser stumm als dumm.
    Bedeutung: Manchmal ist es besser nichts zu sagen, anstatt etwas Dummes zu sagen.
  32. Kommt Zeit, kommt Rat.
    Bedeutung: Mit der Zeit findet man eine Lösung. Ähnlich zu: „Zeit heilt alle Wunden“.
  33. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.
    Bedeutung: Jedem das, was ihm gefällt. Jeder soll sein Vergnügen haben.
  34. Blut ist dicker als Wasser.
    Bedeutung: Die Familie geht vor.
  35. Kindermund tut Wahrheit kund.
    Bedeutung: Kinder sagen oft unverblümt die Wahrheit, weil ihnen die Falschheit von Erwachsenen noch fremd ist und sie nicht in der Lage sind zu lügen.
  36. Das Auge isst mit.
    Bedeutung: Wenn das Essen schön angerichtet ist, steigt der Appetit. Im Umkehrschluss: Wenn etwas unappetitlich aussieht, möchte man es nicht essen, auch wenn es eigentlich lecker ist.
  37. Gleich und gleich gesellt sich gern.
    Bedeutung: Menschen mit Gemeinsamkeiten verstehen sich gut.
  38. Morgen, morgen nur nicht heute sagen alle faulen Leute.
    Bedeutung: Dieses Sprichwort sagt man zu jemandem, der immer alles aufschiebt und lustlos ist.
  39. Hunde, die bellen, beißen nicht.
    Bedeutung: Wer aggressiv verkündet, was er dir alles antun wird, wird es wahrscheinlich nicht umsetzen oder im Umkehrschluss: Wer dir ernsthaft schaden will, wird es vorher nicht ankündigen.
  40. In der Not frisst der Teufel Fliegen.
    Bedeutung: In einer Notsituation tut man Dinge, die man sonst nicht tun würde. Verwandtes Sprichwort: „Not macht erfinderisch“.
  41. Ratschläge sind auch Schläge.
    Bedeutung: Ratschläge können auch als Kritik oder Bevormundung aufgefasst werden.
  42. Geld regiert die Welt.
    Bedeutung: Geld ist Macht.
  43. Jeder ist seines Glückes Schmied.
    Bedeutung: Jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich. Jeder bestimmt selbst über seine Zukunft. Das Leben ist das, was man daraus macht.
  44. Klappe zu, Affe tot.
    Bedeutung: Sagt man, wenn eine Sache abrupt erledigt ist oder eine Diskussion beendet ist.
  45. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
    Bedeutung: Rechne nicht mit einem guten Ereignis, bevor es tatsächlich eingetreten ist. Du solltest dir einer Sache nicht zu sicher sein, auch wenn die Aussichten gut sind. Ähnlich wie: „Freu dich nicht zu früh“.
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