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Eigene Online-Texte mehrfach verwenden: So geht’s

22.1.2015 - von - Content Marketing Kommentar schreiben

recycle bin

Texte, die man für eine Online-Verwendung produziert, geraten oftmals wenige Tage nach der Veröffentlichung bereits in Vergessenheit. Dies ist schade, wenn man viel Zeit und Energie in sie investiert hat. Etwas älteren Texten lässt sich jedoch auf unterschiedliche Weise neues Leben einhauchen.

Der Fluss von Informationen und die Lenkung der Aufmerksamkeit im Netz sind meist getrieben von einer Logik der Neuigkeiten. Getreu dem Motto “nichts ist so alt, wie die Nachrichten von gestern” werden neue Texte in erster Linie kurz nach ihrer Veröffentlichung wahrgenommen und tauchen dann in den “Long Tail” ab. Dies gilt in zunehmendem Maße auch für Informationen, die eigentlich überhaupt nicht zeitkritisch sind, sondern längerfristig interessant und nützlich. Es gibt jedoch verschiedene Strategien bestehendes Material mehrfach zu verwerten und seine Arbeit so effizienter zu nutzen.

Unterschiedliche Formate erschließen neue Nutzergruppen

Grundsätzlich gilt, dass unterschiedliche Online-Plattformen unterschiedliche Nutzergruppen ansprechen. So wird Twitter anders genutzt als Facebook, Pinterest anders als Instagram und Slideshare anders als Podcasts. Diesen Effekt kann man sich zunutze machen, indem man Informationen und Inhalte für unterschiedliche Plattformen unterscheidlich aufarbeitet und damit ein breiteres Publikum anspricht.

So lässt sich die gut recherchierte Analyse zu einer politischen Entwicklung vielleicht nicht nur als Text für eine Online-Publikation darstellen, sondern auch in einem Podcast platzieren, einer Infografik aufarbeiten oder einem Foliensatz verpacken. Jedes dieser Produkte kann dann über entsprechende Plattformen eingestellt werden und so über längere Zeit immer wieder neue Leser ansprechen.

Kuratierung kann alten Inhalten neue Relevanz verschaffen

Auch wenn Inhalte schon etwas älter sind, lassen sie sich reaktivieren, indem man sie in einen größeren Zusammenhang stellt oder dem Publikum auf eine andere Weise in Erinnerung ruft. So lassen sich, je nach Inhalt, Best-of-Posts, Übersichtsbeiträge oder Rückblicke zusammenstellen, in denen man ältere Inhalte zu neuem Leben erwecken kann. Auch thematisch strukturierte Linksammlungen ermöglichen es, eigene Inhalte zusammen mit sorgfältig ausgewählten fremden Inhalten wiederzuverwenden.

Mittlerweile werden viele Besucher nicht mehr über die Webseite oder einen RSS-Feed auf Inhalte aufmerksam, sondern über Social-Media-Känale wie Twitter oder Facebook. Dadurch wird es möglich, ältere Inhalte immer wieder neu anzukündigen und zu verlinken. Auf diese Weise finden sich Leser, die die früheren Ankündigungen verpasst haben. Ältere Posts sollten in solchen Ankündigungen jedoch als solche gekennzeichnet werden und man sollte es mit dieser Form des Recyclings nicht übertreiben.

Expertenkenntnisse über Lehrmaterial vermarkten

Als Experte in einem bestimmten Themenbereich lassen sich die Inhalte, die man bereits für eine Online-Publikation erstellt hat, je nach Thema noch auf eine dritte Weise weiter verwenden: als Lehrmaterial oder Online-Kurs. Wer über Expertise verfügt, die sich andere ebenfalls gerne aneignen würden, kann sich überlegen seine Materialien in der Form eines Webinars, eines Online-Kurses oder eines Lehrwerks zu verbreiten.

Dazu gilt es, das bestehende Material in einer Form zu überarbeiten, in der es unmittelbar an Lernende vermittelt werden kann. Nicht als distanzierte Leser einer Webseite, sondern als eingebundende Teilnehmer eines Online-Kurses. Hierzu ist zwar einiges an zusätzlicher Arbeit, technischem Aufwand und persönlichem Engagement des Autors notwendig, im Gegenzug erlaubt ein solches Vorgehen jedoch eine relativ unmittelbare Monetarisierung und stärkt die Glaubwürdigkeit als Experte innerhalb des entsprechenden Feldes.

<Bildnachweis: Recycling von Shutterstock>

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